04. August 2018 / 09:33 Uhr

RB Leipzig am Scheideweg? „Mit dem Kader macht es keinen Sinn, auf drei Hochzeiten zu tanzen“  

RB Leipzig am Scheideweg? „Mit dem Kader macht es keinen Sinn, auf drei Hochzeiten zu tanzen“  

Anne Grimm
Sichtlich bedient war Trainer Ralf Rangnick nach der 0:3-Niederlage gegen den englischen Erstligisten Huddersfield Town. 
Sichtlich bedient war Trainer Ralf Rangnick nach der 0:3-Niederlage gegen den englischen Erstligisten Huddersfield Town.  © imago/GEPA pictures
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Am Ende des Trainingslagers in Seefeld kippt bei Coach Ralf Rangnick die Stimmung. Das liegt vor allem an Verletzungen und der fehlenden Fitness einiger Spieler. Die verbleibende Zeit wird knapp.

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Seefeld. Trainer Ralf Rangnick rennt die Zeit davon. In drei Wochen startet für RB Leipzig die dritte Bundesligasaison mit dem Spitzenspiel bei Borussia Dortmund. Bis dahin stehen bei erfolgreicher Qualifikation für die Play-Offs in der Europa League schon die ersten zwei englischen Wochen auf dem Programm. Doch zum Ende des Trainingslagers im österreichischen Seefeld kristallisieren sich für den neuen und alten Coach personelle Probleme heraus, die vor allem physischer Natur sind.

„Um auf drei Hochzeiten zu tanzen, brauchst du mindestens 18 vorbereitete und auch wettkampfbereite Feldspieler. Im Moment haben wir die nicht“, sagt der 60-Jährige. Deshalb kommt RB Leipzig einen Tag nach dem 1:1 bei BK Häcken im Test gegen Huddersfield Town mit einer halben Nachwuchsmannschaft 0:3 unter die Räder. Vom aktuellen Kader mit 18 Feldspielern sind vier verletzt.

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Die WM-Fahrer Yussuf Poulsen und Timo Werner haben noch Trainingsrückstand, genauso wie der Österreicher Marcel Sabitzer nach seiner Schulter-OP. Emil Forsberg fällt durch den Sonderurlaub und die Geburt seiner Tochter wieder aus dem Mannschaftstraining, pumpte nach dem 60-minütigen Einsatz in Göteborg wie ein Maikäfer. In Summe sind das gleich acht Fußballer, mit denen Rangnick nicht wie gewünscht arbeiten kann.

Mukiele und Upamecano fallen in Ungnade

Über zwei Ausfälle ist der Coach besonders verärgert: „Die Intensität unseres Trainings setzt körperliche Fitness voraus. Spieler die sie nicht hatten, weil sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, fallen jetzt verletzt aus“, erklärt Rangnick und meint die Franzosen Nordi Mukiele und Dayot Upamecano, die im Urlaub kaum einen Finger krumm gemacht haben. „Upa“ zog sich vor anderthalb Wochen eine Prellung zu, läuft trotz individuellen Trainings so unrund wie ein Traktor. Neuzugang Mukiele fällt seit Freitag mit einer Zerrung bis zu zehn Tage aus. Auch Landsmann Jean-Kevin Augustin hielt sich nicht an den Fitnessplan, hat aber körperlich bessere Grundvoraussetzungen.

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Dass mit dem seit anderthalb Wochen an einem Muskelfaserriss laborierenden Konrad Laimer und dem nach seinen Kreuzbandriss noch nicht wieder ins Mannschaftstraining eingestiegenen Marcel Halstenberg die Abwehrspieler drei und vier dazukommen, verdeutlicht die enge Konstellation in der Defensive.

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Ist es möglich, dass RB Leipzig unter diesen Voraussetzungen die Gruppenphase der Europa League freiwillig herschenkt? „Davon kann keine Rede sein. Aber wir müssen uns im Klaren sein, mit dem Kader, wie er jetzt beieinander ist, macht es keinen Sinn, auf drei Hochzeiten zu tanzen. Deswegen ist die Aufgabe, daran noch einmal etwas zu ändern. Und vor allem dafür zu sorgen, dass die Spieler die bei uns sind, in drei Wochen einige Schritte weiter sind“, fordert Rangnick.

Unabhängig davon, soll an der Transferfront weiterhin auf mindestens zwei Positionen, im offensiven sowie defensiven Mittelfeld, Verstärkung unter folgender Prämisse her: „Es müssen Spieler sein, die uns wirklich gleich weiter helfen, Deutsch oder Englisch sprechen. Da schließt sich der Kreis zur Spielweise, der Sprache und Integration.“ An Ademola Lookman sind die Verantwortlichen weiter dran. Das Transferfenster in England schließt bereits am 9. August.

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