28. Januar 2018 / 13:29 Uhr

RB Leipzig auf der Suche nach der Leichtigkeit des Fußball-Daseins

RB Leipzig auf der Suche nach der Leichtigkeit des Fußball-Daseins

Anne Grimm
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Dem Team von Trainer Ralph Hasenhüttl ist die Unbekümmertheit im zweiten Bundesligajahr abhandengekommen. Gute Lösungen gegen tiefstehende Gegner sind rar. Emil Forsberg fehlt.

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Leipzig. Knapp zwei Monate, acht Pflichtspiele, nur ein Sieg. Die sorgenfreien Zeiten bei RB Leipzig sind vorbei. Wie bewertet Trainer Ralph Hasenhüttl die Leistungen seines Teams seit Anfang Dezember? Der 50-Jährige antwortet nach dem enttäuschenden 1:1 am Samstag gegen den abstiegsbedrohten Hamburger SV wortkarg: „Ausbaufähig. Nach oben.“

Natürlich hadert der Österreicher mit sich und seiner Mannschaft. Doch was ist mit dem Vizemeister RB Leipzig los? Wo ist das Tempo, die Gier nach Toren, die Unbekümmertheit hin? Die Tugenden der Rasenballer, das schnelle Umschaltspiel, blitzen immer wieder auf. Sowie beim Treffer zum 1:0 vor einer Woche in Freiburg und der frühen Führung diesen Samstag gegen den HSV.

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Aber einen knappen Vorsprung ins Ziel bringen, das können die Hasenhüttl-Schützlinge derzeit nicht. Laut dem RB-Trainer liegt das auch an der fehlenden Souveränität. Verunsicherung hat sich in den vergangenen Wochen breit gemacht. Kevin Kampl verdeutlicht, dass seine Mannschaft nach einer 1:0-Führung unbedingt ein zweites Tor nachlegen müsse „um Ruhe reinzubringen.“

Denn nach Rückschlägen, also Gegentreffern jeglicher Art, fehlt RB derzeit „die Leichtigkeit in den Aktionen nach vorne“, wie Hasenhüttl meint. Der 50-Jährige sagt auch: „Wir wissen, dass die Mannschaft besser spielen und wir uns mehr Chancen erarbeiten können, als wir es im Moment tun.“ Im zweiten Durchgang brachten die Leipziger in der Offensive gegen die tief stehenden Hamburger und ihre massive Fünferkette kaum etwas Verwertbares zustande.

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Winterneuzugang in der Offensive?

„Wir müssen beim Spiel mit dem Ball mehr investieren, mehr Laufwege in die Tiefe machen“, fordert Kapitän Willi Orban. Der seit zwei Monaten verletzte Emil Forsberg und seine Assists, vergangene Saison avancierte er mit 22 Torvorlagen zum besten Vorbereiter der Bundesligageschichte, werden schmerzlich vermisst.

„Er ist ein Unterschiedsspieler für uns, das wissen wir. Aber es bringt nichts, dem hinterher zu trauern. Er war jetzt lange weg und es wird lange dauern, bis er auf dem Niveau ist, das er letztes Jahr hatte“, sagt Hasenhüttl. Weil der Coach nicht weiß, wann er wieder mit dem schwedischen Nationalspieler planen kann, schauen sich die Leipziger Scouts bis zum Ender der Transferperiode am Mittwoch auch noch nach Verstärkungen auf der Zehnerposition um.

Dabei war die Hoffnung auf eine positive Serie nach dem 3:1-Sieg zum Jahresauftakt gegen Schalke groß. Aber die Leipziger können seit zwei Monaten einfach nicht zu Null spielen. Mit 32:29 Treffern besitzt RB die schlechteste Torbilanz der ersten sechs Mannschaften in der Bundesligatabelle.

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Die Konkurrenz im Fußball-Oberhaus ist derzeit, bis auf den FC Bayern, kaum besser. Das Schneckenrennen um die internationalen Startplätze setzt sich fort. „Da vorne ist die Luft sehr dünn und es geht nicht nur uns so, dass wir keine Serie starten“, verdeutlicht Hasenhüttl. Nach einer sorgenfreien Premierensaison als Vizemeister, scheint das Ziel Champions League die Mannschaft im zweiten Jahr eher zu hemmen, als zu beflügeln.

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