04. April 2018 / 19:32 Uhr

RB Leipzig baut im Viertelfinale gegen Marseille auf jugendliche Franzosen-Abwehr

RB Leipzig baut im Viertelfinale gegen Marseille auf jugendliche Franzosen-Abwehr

Anne Grimm
Internationale Pressekonferenz von RB Leipzig vor dem Spiel gegen Olympique Marseille. In der PK standen Ibrahima Konaté und Trainer Ralph Hasenhüttl für Fragen der Journalisten bereit.
In der PK standen Ibrahima Konaté und Trainer Ralph Hasenhüttl für Fragen der Journalisten bereit. © Dirk Knofe
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Auf dem Weg ins Halbfinale der Europa League sollen zwei 18 und 19 Jahre alte Franzosen von RB Leipzig den Kontrahenten Olympique Marseille in die Schranken weisen. Coach Hasenhüttl sagt: „Wir werden alles dafür tun, um die nächste Runde zu erreichen.“

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Leipzig. Mit jugendlicher Unbekümmertheit die internationale Erfahrung ausschalten: Das junge Franzosen-Duo Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté soll im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League die erfahrene Offensive von Olympique Marseille in Zaum halten. Das Durchschnittsalter des Kontrahenten aus Südfrankreich beträgt satte 26,8 Jahre. „Upa“ und „Ibu“, die sich gegenseitig als Brüder bezeichnen, bilden am Donnerstag das Abwehrzentrum der Leipziger. „Ich habe keine Angst, mit 18- und 19-jährigen Innenverteidigern in so eine große Aufgabe gehe. Sie agieren unglaublich cool und sind sich ihren Stärken bewusst“, sagte Ralph Hasenhüttl am Mittwoch.

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Kapitän Willi Orban muss wegen einer Gelbsperre pausieren. Konaté, der auf dem Podium neben seinem Trainer saß, wirkte genauso gelassen wie bei seinen letzten Auftritten auf dem Rasen: „Wir haben etwas weniger Erfahrung als die anderen, aber das hat uns bisher nicht daran gehindert, gute Resultate einzufahren“, sagte der 18-Jährige vor einem der wichtigsten Spiele seiner jungen Karriere.

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„Weiß nicht, wo deren Limits sind“

Während Upamecano seit Saisonbeginn nicht mehr aus der Leipziger Defensive weg zu denken ist, entwickelt sich der ein Jahr jüngere Konaté, der vergangenen Sommer aus der zweiten französischen Liga vom FC Sochaux zum Vizemeister wechselte, immer mehr zum kongenialen Partner seines Landsmannes. „Wir haben gleiche Tugenden, gleiche Sitten. Er ist ein großartiger Spieler und hat mir geholfen, als ich neu im Verein war“, erzählt Ibu über seinen Teamkollegen. Hasenhüttl schwärmt von seinem französischen Duo: „Mich freut die persönliche Entwicklung der beiden sehr. Was sie in dem Jahr an Erfahrung gesammelt haben, wird unbezahlbar sein. Sie sind auf einem phantastischen Weg und ich weiß nicht, wo deren Limits sind.“

Abschlusstraining RB Leipzig

Die beiden Jungspunde eint nicht nur ihre körperliche Präsenz, sondern auch die mentale Stärke. „Da ist kaum etwas vom Ruhepuls zu spüren“, sagte Coach Hasenhüttl nach dem furiosen 2:1-Sieg gegen die Bayern über Konaté, als er mit Upamecano und Stefan Ilsanker die Dreierkette stellte. Der Österreicher wird nach seiner Knieverletzung am Donnerstagabend noch fehlen. Sonst sind alle fit.

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Zu Null ist das Ziel

Zur Erinnerung: Als die Leipziger im September ihr erstes Champions-League-Spiel gegen AS Monaco bestritten, spielte Konaté noch bei der U19 in der Youth League. Die große Aufgabe am Donnerstagabend (21.05 Uhr) gegen Marseille: Schaffen es die beiden Youngstars gegen den Tabellendritten der französischen Liga, das bei ihrer Mannschaft hinten erstmals international die Null steht?

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In zehn Europapokal-Partien kassierte der Bundesligist 16 Gegentreffer. Auch wenn die Leipziger eine starke erste internationale Saison abliefern – die Bilanz im eigenen Stadion ist ausbaufähig: RB gewann zwei seiner fünf Heimspiele und kassierte jeweils mindestens ein Gegentor, acht insgesamt. „Wir müssen ähnliche wie gegen Neapel sehr kompakt agieren. Vielleicht schaffen wir es diesmal, zu Null zu spielen. Das ist das Ziel“, so Hasenhüttl.

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Gute Laune und frische Frisur im französischen RB-Lager

Auch der dritte Franzose im Leipziger Kader, Jean-Kevin Augustin, hat gute Chancen, gegen den Verein aus seinem Heimatland, eine entscheidende Rolle zu spielen. Der 20-Jährige erzielte das wichtige Tor beim 1:1 und dem Erreichen des Viertelfinals in St. Petersburg. Zum Abschlusstraining am Mittwoch glänzte er mit frischer Farbe in seinem Haar, in das unverkennbare Blitze rasiert sind. Festlegen wollte sich Hasenhüttl zwar noch nicht, frohlockte aber: „JK ist gut drauf.“ Die gute Laune des französischen Trios erklärte Konaté so: „Gute Laune beim Training ist gut gegen Druck, damit der sich nicht so früh aufbaut.“

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Übrigens: Dass die Bullen auf dem Leipziger Stadiondach, anders als in der Königsklasse, in der Europa League zu sehen und nicht mehr mit schwarzem Stoff verdeckt sind, hat mit den Uefa-Richtlinien zu tun. Die Vorgaben beinhalten, anders als in der Champions League, nicht das Branding der Dachkonstruktion.

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