16. Mai 2018 / 14:38 Uhr

RB Leipzig bestätigt Trennung von Hasenhüttl - Trainer bat um Vertragsauflösung

RB Leipzig bestätigt Trennung von Hasenhüttl - Trainer bat um Vertragsauflösung

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Ralph Hasenhüttl verabschiedet sich nach zwei Jahren aus Leipzig. © dpa
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Der Bundesligist aus der Messestadt steht nun auch ganz offiziell ohne Trainer da. Der Club wollte den Vertrag mit Hasenhüttl nicht vorzeitig verlängern. Er zog die Reißleine. Wer ihm nachfolgt, ist unklar. Fragen zum Thema will RB Leipzig nicht beantworten.

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Leipzig. RB Leipzig hat am frühen Mittwochnachmittag per Pressemitteilung bestätigt, was der SPORTBUZZER bereits am Vormittag berichtete: Ralph Hasenhüttl ist nicht länger Trainer des Bundesligisten. Die Trennung sei im Einvernehmen und auf Wunsch des Österreichers vorzeitig erfolgt.

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Hintergrund: Der 50-Jährige hatte bei den Messestädtern einen gültigen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Seit Herbst 2017 spielten sich Verein und Trainer den Ball in Sachen einer vorzeitigen Vertragsverlängerung immer wieder gegenseitig zu. Im Winter wollte Hasenhüttl noch nicht Ja sagen, führte aber zumindest kurzzeitig Gespräche mit Bayern München. Im Frühjahr hob er dann den für Daumen für Leipzig, ließ verlauten er könne sich vorstellen, länger zu bleiben. Da war das ganz große Interesse seitens RB abgekühlt, Gespräche brachten zunächst kein Ergebnis und wurden schließlich angesichts einer zwischenzeitlichen sportlichen Krise auf nach der Saison verschoben. Zwar äußerte Sportdirektor Ralf Rangnick erst am Sonntag beim Abschiedsspiel von Dominik Kaiser, Hasenhüttl sei selbstverständlich auch 2018/19 der Trainer von RB Leipzig. Eine vorzeitige Vertragsverlängerung bot der Club ihm bei einem Termin am Dienstag dann aber doch nicht an.

Hätte RB Leipzig mit Ralph Hasenhüttl verlängern müssen? +++ Alle Infos zum Thema findet ihr auf LVZ Sportbuzzer http://www.sportbuzzer.de/verein/rb-leipzig-001/ +++

Gepostet von LVZ Leipziger Volkszeitung am Mittwoch, 16. Mai 2018

Fans verstehen die Entwicklung nicht

„Im Gegensatz zum Winter bin ich allerdings mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass ein weiteres gemeinsames Jahr zunächst einmal ausgereicht hätte“, so Rangnick. „Für Ralph gab es jedoch keinerlei Alternative zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung.“ Der nun Ex-Trainer lässt sich wie folgt zitieren: „Aus meiner Sicht ist es im Sinne der Umsetzung der langfristigen Ziele von RB Leipzig von großer Bedeutung, eine nachhaltige Vertragslösung anzustreben. Nach gemeinsamen Erfolgen sollte man deshalb ehrliche Worte an den Tag legen können und auch ein klares Nein statt ein beschwichtigendes Ja wählen dürfen. Aus diesem Grund habe ich die Vereinsführung gebeten, die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden.“

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Hasenhüttl führte seine Team zum Vizemeistertitel, in die Champions League sowie im zweiten Jahr der Bundesligazugehörigkeit erneut in die Europa League. Bei Fans und auch Mannschaft gilt er als äußerst beliebt. Das zeigt auch eine (nicht repräsentative) Online-Umfrage der LVZ vom Mittwoch. Als am Dienstagabend die ersten Meldungen zu einem möglichen Aus über die Nachrichtenticker gingen, entlud sich in den sozialen Netzwerken reichlich Unverständnis und auch Wut. Als erster Spieler reagierte Marcel Sabitzer auf den Abschied seines Landsmanns.

Fragen unerwünscht

Sowohl Ralf Rangnick als auch RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sparen angesichts dessen nicht mit lobenden Worten in Richtung des 50-Jährigen, der nach nur zwei Jahren seinen Posten räumt. „Ralph ist ein toller Mensch, der nicht nur unsere Fans begeistert hat, sondern für jeden Mitarbeiter nah- und ansprechbar war“, so Mintzlaff. „Ich wäre mit ihm den Weg auch gerne in der kommenden Saison weitergegangen, akzeptiere aber seine Entscheidung. Wir sind davon überzeugt, dass eine Verlängerung zum jetzigen Zeitpunkt für unseren Verein nicht der richtige Schritt gewesen wäre.“

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Gründe für diese Überzeugung waren der Pressemitteilung des Vereins nicht zu entnehmen. Nach SPORTBUZZER-Informationen waren die Verantwortlichen auch angefressen, dass die Champions League nicht erreicht wurde und RBL deshalb etwa 30 Millionen Euro durch die Lappen gingen.

Zsolt Löw verlässt das Vereinsgelände von RB Leipzig.
Zsolt Löw verlässt das Vereinsgelände von RB Leipzig. © Kollektiv Lumen

Nach der Trennung von Hasenhüttl wollte sich am Mittwoch am Cottaweg niemand der RB-Chefs persönlich äußern. Um 14.25 Uhr verließ Oliver Mintzlaff das Trainingsgelände, wo seit dem Vormittag die entscheidenden Weichen gestellt worden waren. Es soll in dieser Woche auch keine Pressekonferenz mehr geben, hieß es von Vereinsseite. Bei heiklen Themen bleiben die Türen verschlossen.

RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff rauscht nach der Trennung von Ralph Hasenhüttl von dannen.
RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff rauscht nach der Trennung von Ralph Hasenhüttl von dannen. © Kollektiv Lumen

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