25. Februar 2018 / 19:55 Uhr

RB Leipzig blamiert sich zu Hause gegen das Schlusslicht Köln

RB Leipzig blamiert sich zu Hause gegen das Schlusslicht Köln

Anne Grimm
GettyImages-924122566
RB Leipzigs Marcel Sabitzer kommt gegen den Klner Vincent Koziello einen Schritt zu spät
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RB Leipzig gibt im eigenen Stadion eine Führung gegen den Tabellenletzten Köln noch aus der Hand. Es ist die dritte Niederlage des Hasenhüttl-Teams innerhalb einer Woche.

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Leipzig. Peinlicher Abschluss einer turbulenten Woche: Nach zwei Niederlagen gegen Frankfurt und Neapel verliert RB Leipzig im eigenen Stadion auch gegen das Bundesligaschlusslicht 1. FC Köln mit 1:2 (1:0). Mit der Pleite vor 31.793 Zuschauern gegen das auswärtsschwächste Team dieser Saison rutscht die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl auf Platz sechs und kassiert die dritte Niederlage in Serie.

Stürmer Jean-Kevin Augustin schießt die Leipziger bereits nach fünf Minuten in Führung. Die Leipziger vergeben im ersten Durchgang unzählige Chancen. Köln steigert sich in Halbzeit zwei und erzielt den verdienten Ausgleich (70.). Weil die Leipziger Fehlpässe produzieren und vogelwild in der Abwehr agieren trifft Bittencourt für den FC in der 77. Minute zum Sieg.

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Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck war dementsprechend sehr zufrieden: „Heute bin ich sehr stolz. Hier 0:1 in Rückstand zu geraten und dann so eine starke zweite Halbzeit gegen so einen starken Gegner zu spielen, ist keine Selbstverständlichkeit in unsere Situation, wir sind 18. Ich weiß nicht, ob wir der verdiente Sieger sind. Aber wir haben uns das auf jeden Fall erarbeitet, in der zweiten Halbzeit.“

Weniger glücklich schaute seinen Gegenüber, RB-Coach Ralph Hasenhüttl, drein: „Wir haben eine sehr offensive Variante gewählt, um einem Gegner der am Tabellenende steht sofort zu zeigen, was wir vorhaben. Das ist sehr lange, sehr gut aufgegangen. Was uns gefehlt hat, war die Qualität, frühzeitig den Deckel drauf zu machen. Wir haben ein Spiel aus der Hand gegeben, dass du nie aus der Hand geben darfst. Deswegen sind wir sehr enttäuscht.“

Überraschungen in der Anfangsformation und Blitzstart

Ralph Hasenhüttl wechselt im Vergleich zur Partie gegen Neapel fünfmal. Besonders interessant: Neben Emil Forsberg, der seit Anfang Dezember das erste Mal wieder in der Startelf steht, beginnen auch Bruma und Ademola Lookman, die eigentlich die gleiche Position wie der schwedische Nationalspieler ausfüllen. Auf dem Rasen formiert sich RB dann zum offensiven 4-3-3, mit Lookman und Bruma neben Augustin in der vordersten Reihe. Im Mittelfeld das Trio Forsberg, Kampl, Sabitzer. Laimer ist angeschlagen und steht genauso wie Keita (Oberschenkelzerrung) nicht im Kader.

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Es ist so kalt im Stadion, dass sogar der Fahrstuhl in die fünfte Etage defekt ist. Doch die Leipziger sorgen sofort für eine heiße Atmosphäre. Bruma findet mit seinem Pass Lookman, der den Ball an den Pfosten lenkt, während Kölns Keeper Horn noch am Boden liegt, staubt Augustin zum 1:0 ab.

RB fahrlässig bei der Chancenverwertung

Die Gäste zeigen sich unbeeindruckt, Simon Terrode kommt nach neun Minuten zum Kopfball, RB-Keeper Gulacsi lenkt die Kugel in höchster Not über die Latte. Der FC lauert danach auf Konter, agiert aber zu langsam und ungenau, um die RB-Defensive in Bedrängnis zu bringen.

Die Leipziger sind drückend überlegen, haben in den ersten 30 Minuten 65 Prozent Ballbesitz, gewinnen 59 Prozent der Zweikämpfe und verzeichnen 5:1 Torschüsse. Doch die Chancenverwertung ist zum Haare raufen. Die Möglichkeit von Forsberg nach 40 Minuten ist die Sechste, doch es ist wie verhext. Keeper Gulacsi schüttelt auf der anderen Seite ungläubig den Kopf. Glück für die Gastgeber, dass sie nicht kurz vor der Pause dafür bestraft werden: Der Ball zappelt zwar im Tor, aber Kölns Meré steht bei seinem Kopfball im Abseits.

Leipzig bettelt um den Ausgleich

Die Gäste kommen gestärkt aus der Kabine, bereiten der Leipziger Abwehr mehr Probleme. Nach einer knappen Stunde bringt Hasenhüttl seinen dänischen Stürmer Yussuf Poulsen für Lookman. Das Kellerkind aus Köln bleibt die aktivere Mannschaft im zweiten Durchgang, der eingewechselte Bittencourt verfehlt in der 66. Minute nur knapp das Tor.

Der RB-Coach will das 2:0 und die Entscheidung erzwingen, bringt Werner für Augustin. Doch der Ausgleich hat sich angekündigt. Kölns Koziello zieht aus 20 Metern ab -1:1. Letzter Wechsel beim Gastgeber, Demme für Forsberg. Doch die Fehlpässe der Leipziger häufen sich. Die Kölner nutzen die vogelwilde RB-Defensive, der in Leipzig geborene Bittencourt erzielt die Führung des Tabellenletzten. Die Fans singen: „Wir wollen auch kämpfen sehen.“ Es hilft nicht mehr.

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Statistik

RBL: Gulacsi – Bernardo, Orban (C), Upamecano, Klostermann – Sabitzer, Kampl, Forsberg (71. Forsberg) – Lookman (59. Poulsen), Bruma, Augustin (68. Werner)

1. FC: Horn - , Sörensen, Meré, Heintz, Hector (C) – Höger, Koziello – Risse, Horn (61. Bittencourt) – Osako (81. Özcan), Terodde

Tore: 1:0 Augustin (5.), 1:1 Koziello (70.), 1:2 Bittencourt (77.)

Zuschauer: 31.793

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