Emil Forsberg erzielte das erste Champions League-Tor der noch jungen Vereinsgeschichte.  Erzielte den ersten Champions-League-Treffer für RB Leipzig: Angreifer Emil Forsberg (li.). © dpa
Emil Forsberg erzielte das erste Champions League-Tor der noch jungen Vereinsgeschichte. 

RB Leipzig entführt gegen Monaco zum Start in die Königsklasse einen Punkt

Gelungener Auftakt auf europäischem Rasen: RB Leipzig spielt mit dem französischen Meister AS Monaco auf Augenhöhe und kann sich vor heimischem Publikum den ersten Zähler in der Champions League sichern.

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Leipzig. Am historischen ersten Abend in der Königsklasse hat sich RB Leipzig gegen den Vorjahreshalbfinalisten AS Monaco wacker geschlagen. Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl erkämpft sich beim 1:1 gegen den französischen Meister den ersten Punkt auf Europas Bühne. Emil Forsberg bringt den Debütanten vor mehr als 40.000 Zuschauern mit 1:0 (33.) in Führung. Monaco Antwortet postwendend mit dem 1:1. Die zweite Halbzeit bleibt torlos.

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Monaco-Coach Leonardo Jardim war nicht komplett zufrieden: „Wir möchten immer gewinnen, darauf haben wir uns vorbereitet. Aber damit man ein Spiel gewinnt, muss man seine Stärken zeigen und den Gegner entsprechend bespielen. Wir haben heute eine Elf auf den Platz gestellt, die vor allem das Umschaltspiel über die Flügel forcieren sollte. Das Spiel war einigermaßen ausgeglichen, aber wir hätten auch gewinnen können.“

Ralph Hasenhüttl haderte mit vergebenen Möglichkeiten: „Wir können mit dem Punkt, leben obwohl man sagen muss, dass wir nicht viel zugelassen haben, außer bei dem Gegentor. Wir hatten mehr Chancen als der Gegner, deshalb wären drei Punkte auch nicht ungerecht gewesen. Wir sind nicht unzufrieden, auch wenn mehr möglich gewesen wäre.“

Gänsehaut vor dem Anpfiff, als zum ersten Mal die legendäre Champions-League-Hymne erklingt und der Ball mit den Sternen auf der großen Plane am Mittelkreis im Wind weht. Die Fans haben eine Choreographie mit dem Schriftzug „Rasenballsport Leipzig durch Europa tragen“ vorbereitet, singen zu Beginn minutenlang „Europapokal, Leipzig international“.

Erster Kommentar von Guido Schäfer zum Spiel RB Leipzig gegen Monaco

Es ist über Nacht kein Wunder geschehen. Mittelfeldstar Keita fehlt und schaut sich das Spiel von der Bank aus an, dafür startet Stefan Ilsanker auf der Sechs. Yussuf Poulsen darf im Sturm beginnen. Gute Nachricht: Der Dänenblitz hat seinen Vertrag am Mittwoch um zwei Jahre bis 2021 verlängert.

Kaum Torchancen

In der Anfangsphase zeigen beide Teams viel Präsenz, jedoch auch einige Fehlpässe. Das Hasenhüttl-Team beweist Mut, agiert bei seiner Premiere ohne Hemmungen. Werner steht nach acht Minuten knapp im Abseits, sonst ist er frei vorm Tor.

Die Gäste aus dem Fürstentum kommen mit der Zeit besser in die Partie, können Leipzig aber nur selten wirklich unter Druck setzen. Dafür verpasst Werner nach 23 Minuten am zweiten Pfosten mit der Fußspitze einen verlängerten Kopfball von Poulsen und die bis dato beste Chance zur Führung.

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Aufregende Viertelstunde vor der Pause

Dafür ist Emil Forsberg nach einer halben Stunde rotzfrech: Wieder ist Poulsen Vorbereiter, verlängert einen Pass von Halstenberg. Der schwedische Nationalspieler nimmt den Ball ein paar Meter mit, schießt im kurzen abgeklärt Eck an Monaco-Keeper Benaglio vorbei und das erste Tor der Leipziger Champions-League-Geschichte.

Doch die Gäste antworten postwendend. Nur zwei Minuten später verliert Klostermann ein Kopfballduell im Strafraum. Der Ball landet bei Monacos Tielemans, der zunächst an RB-Keeper Gulacsi scheitert, die Kugel aber im zweiten Versuch einnetzt. Nationalstürmer Werner verpasst kurz vor dem Pausenpfiff das 2:1 – es geht mit einem gerechten Remis in die Kabinen.

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Kampl für Forsberg

Auch im zweiten Durchgang bleibt es eine umkämpfte Partie, bei der die Monegassen dem Gastgeber wenig Raum bieten. Nach einer Stunde trifft Poulsen nach schöner Vorarbeit, doch der Däne steht im Abseits. Hasenhüttl braucht neue Impulse, bringt in der 63. Minute Kampl für Forsberg.

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Die Monacofans vergnügen sich derweil mit einer Polonaise durch den fast leeren Gästeblock. Ihre Mannschaft lässt RB anlaufen, lauert nun vor allem auf Konter. Die zündende Offensivaktion soll von Augustin kommen, der ab der 79. Minute Poulsen ersetzt. Der Franzose bekommt auch gleich eine Großchance, scheitert aber aus kurzer Distanz und spitzem Winkel an Monacos Keeper Benaglio – es bleibt beim Remis.

Statistik zum Spiel:

RBL: Gulacsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg – Demme, Ilsanker – Sabitzer, Forsberg (63. Kampl) – Poulsen (79. Augustin), Werner

Monaco: Benaglio – Toure, Glik, Jemerson, Jorge – Fabinho, Moutinho – Diakhaby (73. Balde), Tielemans, Sidie (83. Ghezzal) –Falcao (88. Carrillo)

Tore: 1:0 Forsberg (33.), 1:1 Tielemans (35.)

Zuschauer: 40.068

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