RB Leipzigs Timo Werner war an sechs der sieben Leipziger Treffer in der Europa League direkt beteiligt.  RB Leipzigs Timo Werner war an sechs der sieben Leipziger Treffer in der Europa League direkt beteiligt.  © 2018 Getty Images
RB Leipzigs Timo Werner war an sechs der sieben Leipziger Treffer in der Europa League direkt beteiligt. 

RB Leipzig im Europapokal: „Ganz cool sind wir noch nicht“

Mit großen Zielen vor Augen und etwas Matchglück ziehen die Leipziger in der wichtigen Phase der Saison auch enge Spiele wieder auf ihre Seite. Timo Werner ist der Garant für RB-Erfolge in der Europa League.

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Leipzig. Der Gemütszustand bei RB Leipzig schwankte am Donnerstagabend zwischen Stolz und Erschöpfung. Timo Werner, der Garant für Erfolge im internationalen Wettbewerb, musste sich nach dem hart erkämpften 1:0-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel gegen Olympique Marseille erst einmal auf eine Kiste setzen und kräftig durchpusten. Der Abend wurde für ihn zur Geduldsprobe: Gegen Mitternacht befand sich der deutsche Nationalspieler noch immer bei der Dopingkontrolle.

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Eigentlich kein Wunder, dass ausgerechnet der Stürmer, der den Vizemeister in seiner internationalen Premierensaison von einer Runde in die nächste ballert, eine Blut- oder Urinprobe bei der Uefa abgeben musste. Sieben Treffer haben die Leipziger in ihrer noch jungen Europa-League-Geschichte erzielt, an sechs war Werner, mit vier Toren und zwei Vorlagen, beteiligt. Darunter auch das Tor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gegen Olympique Marseille.

Gutes Omen?

Nun hat der 22-Jährige RB Leipzig also auch den Weg ins Halbfinale geebnet. Zwar hat der Stürmer noch nie in einem Rückspiel getroffen, aber bisher reichten für das Weiterkommen gegen den SSC Neapel sowie Zenit St. Petersburg seine Dosenöffner im Hinspiel. In der dritten KO-Runde geht das Hasenhüttl-Team zum dritte Mal als Sieger aus der ersten Begegnung in das entscheidende Match – ein gutes Omen für das Rückspiel in einer Woche in Südfrankreich?

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„Es ist ein besseres Ergebnis, als gegen St. Petersburg, als wir 2:1 gewonnen haben. Jeder weiß, mit der Auswärtstorregel ist das das bessere Resultat. Aber es ist nur die Hälfte des Glücks. Es wird in Marseille nochmal ein richtig heißer Tanz. Wir werden uns sicher mit einer Topleistung belohnen müssen, wenn wir weiter kommen wollen“, sagte RB-Coach Hasenhüttl.

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Der Österreicher war vor allem glücklich darüber, trotz einer Statistik von 10:16 Torschüssen das erste Mal international zu Null gespielt zu haben. Keeper Peter Gulacsi, der mit mehreren Paraden einen großen Anteil am Erfolg hatte, sagte: „Es war wichtig für die Entwicklung der Mannschaft, dass wir es können und spüren, zu Null zu spielen. Genauso müssen wir auswärts agieren, dann haben wir eine gute Chance.“

Beeindruckende RB-Serie

Die jugendliche, französische RB-Innenverteidigung mit Dayot Upamecano (19) und Ibrahima Konaté (18) zeigte gegen das erfahrene Team aus Marseille eine gute Leistung, war aber nicht fehlerfrei. „Wir waren schon ein paar Mal sehr entblößt, in der zweiten Halbzeit“, gab der 50-jährige Trainer zu und erklärte: „Man hat hinten raus gemerkt, dass wieder ein paar Leichtsinnsfehler dabei waren. Wo ich das Gefühl hatte, dass der ein oder andere ein bisschen nervös geworden ist. So ganz cool sind wir noch nicht, wie man es von den ganz großen Mannschaften sieht. Das ist aber auch nicht so überraschend.“

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Das Matchglück hat RB allerdings wieder auf seine Seite gezogen. Nach dem 3:2-Bundesligasieg in Hannover, war der 1:0-Erfolg gegen Olympique die zweite Partie in Folge, bei der sich die Leipziger über ein Remis nicht hätten beschweren können. So reitet der Vizemeister allerdings weiter auf einer Erfolgswelle: drei Siege in Serie, wettbewerbsübergreifend sieben Partien ohne Niederlage.

Vorteil Bundesliga, Nachteil Europa League

Für das Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen, dem direkten Konkurrenten um die Champions League Plätze und Tabellennachbarn mit nur einem Punkt Rückstand auf Rang fünf, ist es nun ein Vorteil, erst am Montagabend (20.30 Uhr) zu spielen und einen Tag länger Pause zu haben, meint Hasenhüttl. Für das Rückspiel gegen Marseille am kommenden Donnerstag allerdings ein Nachteil, denn die Franzosen treten bereits am Sonntag in der Liga an.

So oder so, im Endspurt gibt es keine Zeit zum Luft holen. „Jetzt ist das letzte Drittel der Saison da sind alle Spiele sehr wichtig“, sagte Bernardo. Marseilles Coach Rudi Garcia kündigte für das Rückspiel im knapp 70.000-Zuschauer fassenden Velodrome an: „Wir wissen, dass wir zu Hause Berge versetzen können mit unseren Fans im Rücken. Wir haben noch alle Chancen auf unserer Seite. Am Donnerstag wird es auf jeden Fall ein anderes Spiel geben.“

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Dann könnten auch zwei der verletzten Leistungsträger in den Kader von Olympique zurückkehren. Bitter für RB: Neben Marcel Halstenberg fällt nun auch der zweite, erst in dieser Saison umgeschulte Außenverteidiger Konrad Laimer, länger aus. Nach seinem Muskelriss im linken Oberschenkel in der zweiten Halbzeit gegen Marseille diagnostizierte der Verein noch am Donnerstagabend eine Verletzungspause von vier bis sechs Wochen – ob der Österreicher also in dieser Saison noch einmal zum Einsatz kommen kann, ist ungewiss.

Region/Leipzig RB Leipzig-Olympique de Marseille (05/04/2018 21:05) RB Leipzig (Herren) Olympique de Marseille (Herren) RB Leipzig Olympique de Marseille Europa League

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