Enttäuschung bei RB Leipzig: Marcel Halstenberg und Kevin Kampl nach dem 1:1 gegen die AS Monaco. Enttäuschung bei RB Leipzig: Marcel Halstenberg und Kevin Kampl nach dem 1:1 gegen die AS Monaco. ©
Enttäuschung bei RB Leipzig: Marcel Halstenberg und Kevin Kampl nach dem 1:1 gegen die AS Monaco.

RB Leipzig in der Champions League: Die Nervosität beim ersten Mal

Neuling RB Leipzig scheut bei seinem ersten Auftritt in der Champions League das Risiko. Auch die Nervosität und wacklige Beine spielen zum Debüt gegen Monaco eine Rolle.

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Leipzig. Das erste Mal Champions League ist Geschichte. Der erste Punkt ist eingetütet. Doch von großer Freude war im Lager von RB Leipzig nach dem 1:1 gegen den französischen Meister AS Monaco am Mittwochabend wenig zu spüren. „Wir haben nicht alles riskiert, um die drei Punkte zu holen“, sagte Verteidiger Marcel Halstenberg nach der Premiere in der Königsklasse und fasste die ersten 90 Minuten auf europäischem Rasen damit knackig zusammen. Timo Werner meinte: „Man hat uns einfach angemerkt, dass es für viele das erste Champions-League-Spiel war. Da waren noch viele wacklige Beine dabei.“

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Unbekümmertheit und eine breite Brust. Tugenden, die der Senkrechtstarter in der Bundesliga häufig an den Tag legt, fehlten noch zum Start in die Königsklasse. „Ein bisschen mehr Mut in der einen oder anderen Situation hätte uns gut getan“, meinte Kapitän Willi Orban und fügte hinzu: „Das ist ein bisschen menschlich, wenn du als Jugendlicher davon träumst und jetzt das erste Mal dabei bist, dass da im Kopf ein paar Gedanken sind. Wir sind keine Roboter.“

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Vertane Chancen

Ralph Hasenhüttl setzte bereits bei der Aufstellung ein deutliches Zeichen. Mit Stefan Ilsanker als Ersatz für den verletzten Naby Keita war klar, dass der Trainer auf Stabilität in der Defensive baut. Ebenfalls interessant: Bis auf Stürmer Werner und Innenverteidiger Dayot Upamecano stand der Kader auf dem Platz, mit dem die Leipziger erst vor einem reichlichen Jahr aus der 2. Bundesliga ins deutsche Fußball-Oberhaus aufgestiegen waren.

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Ein Terrain, indem sich die Leipziger inzwischen wohlfühlen, die Gegner kennen und einschätzen können. In der Champions League herrscht noch viel Neuland. „Ich kannte zwar die Qualität der Mannschaft, aber wusste nicht, wie sie uns angehen. Deswegen war es mir am Anfang wichtig, erstmal unsere Grundtugenden auf den Platz bekommen, sicher im Netz zu verteidigen“, erläuterte der RB-Coach seine Gedankengänge vor der Partie gegen Monaco. Der 50-Jährige gestand: „Die Entscheidung für Ilsanker war auch etwas die Sicherheitsbezogene. Das dadurch nach vorne ein bisschen die Qualität fehlt, war uns klar.“

„Lust auf mehr“

Auch beim letzten Wechsel scheute Hasenhüttl das Risiko, ließ die dritte Möglichkeit für einen frischen Akteur sogar komplett ungenutzt. „Ich habe zum Schluss bewusst einen offensiven Wechsel nicht gemacht, weil es oft so ist, wenn man all in geht, dann fängt man sich noch eins.“ Auch der Trainer des Gegners verdeutlichte die vertane Chance der Leipziger. „Wir haben viele Neue, Leipzig hat sich kaum verändert und seine Besten behalten. Wir haben Spieler, die erste fünf, sechs Trainingseinheiten bestritten haben. Ich glaube, dass wir mit dem Team noch viel besser werden können“, sagte Leonardo Jardim.

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Nun ist das erste Mal für RB Geschichte. Der Auftritt gegen Monaco bot auch Grund für Zuversicht: „Jetzt haben wir Selbstvertrauen getankt. Wir haben gesehen, dass wir auf dem Niveau nicht nur mithalten, sondern einen Gegner auch vor Aufgaben stellen können“, sagte Orban. Sein Trainer meinte: „Es war für uns alle ein guter Anfang und macht Lust auf mehr.“ Das zweite Mal folgt in zwei Wochen bei Besiktas Istanbul. Die Türken gewannen überraschend deutlich zum Auftakt in Porto mit 3:1 und führen nun erst einmal die Gruppe G der Königsklasse an.

Anne Grimm/Matthias Roth

Region/Leipzig RB Leipzig RB Leipzig (Herren) AS Monaco FC AS Monaco FC (Herren) RB Leipzig-AS Monaco FC (13/09/2017 20:45) Champions League

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