12. Juni 2017 / 10:58 Uhr

RB Leipzig: Mediendirektor jetzt auch Marketingchef

RB Leipzig: Mediendirektor jetzt auch Marketingchef

Guido Schäfer
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Florian Scholz und Cristiano Ronaldo
Florian Scholz in seiner Zeit bei der Sport Bild mit Cristiano Ronaldo. © Imago
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Florian Scholz verantwortet ab 1. Juli außerdem den Veranstaltungsbereich und soziale Projekte.

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Leipzig. RB Leipzig macht sich fit für größere Aufgaben, reißt Fenster und Türen auf. Aktuell wehen die Wechselwinde durch die Geschäftsstelle. Matthias Reichwald, seit 1. Mai kaufmännischer Leiter und Topmanager (geholt von Geschäftsführer Oliver Mintzlaff), hat sich Aufgabenverteilungen und Effizienz zu Gemüte geführt. Ergebnis: Die vier Direktoren werden zielgerichteter eingesetzt. Die Umstrukturierung greift zum 1. Juli. Florian Hopp bleibt Chef der Finanzen. Operations-Boss Ulrich Wolter kümmert sich hauptsächlich um Fragen, die sich mit dem Um- und Ausbau der Red-Bull-Arena beschäftigen. Dazu verantwortet Wolter alle Fan- und Sicherheitsbelange.

Das Thema Ticketing wandert von Wolters Schreibtisch auf den von Michael Drotleff. Der (Ex-)Marketingchef wird Sales- und Business-Direktor, konzentriert sich an der Sponsoren-Front aufs Geld-Vermehren. Drotleff ist seit einem Jahr bei RB, hat die Partneranzahl von 5 auf 20 erhöht und Mehreinnahmen in Höhe von annähernd sieben Millionen Euro generiert.

Zusätzliche Aufgaben für Florian Scholz

Florian Scholz, Direktor Medien/Kommunikation, übernimmt Drotleffs Marketingbereich und verantwortet ab 1. Juli zudem den Veranstaltungsbereich und soziale Projekte. Scholz wird deutlich aufgewertet. Wer ist der Mann, den Mintzlaff 2015 aus der Sport-Bild-Chefredaktion losgeeist hat? Wer bei der größten Sport-Illustrierte Europas Karriere machen will, muss exklusive Storys bringen. Scholz hat das getan, wurde x-mal zitiert, war Talk-Stammgast im TV. Der Chefreporter der Sport Bild wusste beim Hoyzer-Skandal mehr als Polizei und Staatsanwaltschaft, hatte später dank Oliver Mintzlaff Zugang zu Mario Gomez. Mintzlaff war der mit allen Wassern gewaschene Berater des Nationalspielers. Mit Scholz und Mintzlaff trafen zwei chemisch Gereinigte aufeinander. Ein Waschgang mit Folgen.

Als Ralf Rangnick 2015 RB-Cheftrainer wird, weht der Wind of Change Pressechef Sharif Shoukry zu RB Salzburg. Für ihn kommt Benjamin Ippoliti. Mintzlaff will die Öffentlichkeitsarbeit auf ein neues Niveau heben, will einen Imagewandel. Weg vom Technokraten-Club, rein in die Herzen. Mintzlaff erinnert sich an Scholz, den Schlacks mit Brille und schneller Auffassungsgabe. An den glänzend vernetzten Journalisten, der zuletzt an sich selbst zweifelt, austeilt und einsteckt. Ein Mann, der weiß, was in einem Sportler vorgeht. Scholz hat knapp 150 Hockey-Bundesligaspiele für Uhlenhorst Hamburg absolviert, wurde 2002 Meister, kam im selben Jahr unter Bundestrainer Bernhard Peters (heute HSV-Sportdirektor) zu einem Länderspiel. 2002, 2:2 gegen Australien. Ein Tor durch Scholz.

Mintzlaff und Ralf Rangnick machen Scholz 2015 zum Leiter der Kommunikations- und Medienabteilung. Dieser lässt es wie vor ihm Rangnick und Mintzlaff „winden“. Mit Sky- und ARD-Dokumentationen über das Fußball-Labor RB Leipzig. Mit Mixed-Zonen nach dem Training, Futter für Presse, Funk, Fernsehen, Fans. Der bundesweite Imagegewinn der Roten Bullen geht den 12 Freunden (11Freunde & Aki Watzke) an die Nieren.

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