RB Coach Ralph Hasenhüttl war nach der 0:4-Pleite in Hoffenheim bedient: „Wir waren kein ebenbürtiger Gegner und haben viel von dem vermissen lassen, was diese Mannschaft bisher ausgezeichnet hat. RB Coach Ralph Hasenhüttl war nach der 0:4-Pleite in Hoffenheim bedient: „Wir waren kein ebenbürtiger Gegner und haben viel von dem vermissen lassen, was diese Mannschaft bisher ausgezeichnet hat." © Imago
RB Coach Ralph Hasenhüttl war nach der 0:4-Pleite in Hoffenheim bedient: „Wir waren kein ebenbürtiger Gegner und haben viel von dem vermissen lassen, was diese Mannschaft bisher ausgezeichnet hat.

RB Leipzig nach rabenschwarzem Tag gegen Hoffenheim: „Alle ein bisschen versagt“

Eine so hohe Niederlage wie gegen Hoffenheim gab es für RB Leipzig in der Bundesliga, also auch unter Trainer Ralph Hasenhüttl, noch nie. Dabei wurde der Vizemeister von der TSG mit seinen eigenen Waffen vorgeführt.

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Sinsheim. Ersatzkapitän Diego Demme fand nach der derben 0:4-Pleite bei der TSG Hoffenheim deutliche Worte: „Man kann es nicht nur auf die Abwehr schieben. Wir haben heute einfach alle ein bisschen versagt.“ Die vierte Bundesliganiederlage tat nicht nur aufgrund der historischen Höhe so weh, sondern auch, weil der Vizemeister von einem direkten Konkurrenten um die internationalen Startplätze mit den eigenen Waffen, also gnadenlosem Umschaltspiel, demontierte wurde.

Wie effektiv Hoffenheim mit seinem Konterfußball gegen die anfällige Leipziger Defensive agierte, zeigt allein die Statistik von Serge Gnabry: Der Stürmer schnürte einen Doppelpack mit seinen einzigen beiden Torschüssen in der gesamten Partie. „Eigentlich haben wir den Gegner durch unsere eigenen Fehler stark gemacht. Weil wir auch zu wenig Tempo nach vorne hatten. Sie haben kompakt gestanden und auf ihre Konter gewartet. Das haben sie gut gemacht“, meinte RB-Spieler Kevin Kampl.

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Die vier Gegentreffer am Samstagnachmittag im bitterkalten Kraichgau kurz zusammengefasst: Zwei Konter, ein Geniestreich von Gnabry aus 43 Metern, der Gnadenstoß für einer Abwehr, die offen ist wie ein Scheunentor. „Wir waren kein ebenbürtiger Gegner und haben viel von dem vermissen lassen, was diese Mannschaft bisher ausgezeichnet hat. Es war nicht unser Tag“, sagte Hasenhüttl nach der höchsten Pflichtspielniederlage in seiner Amtszeit als RB-Coach. Vor allem in der zweiten Halbzeit, als die Viererkette ohne seine beiden etatmäßigen Innenverteidiger Dayot Upamecano und Willi Orban auskommen musste, taten sich einige Baustellen auf.

Nachdem die Leipziger wegen Oberschenkelproblemen bereits kurzfristig auf ihren Kapitän verzichten mussten, fehlte der junge Franzose Upamecano in den zweiten 45 Minuten ebenfalls wegen einer Oberschenkelverletzung. Hasenhüttl disponierte auf Dreierkette um, stellte Ilsanker nach sieben Wochen Verletzungspause ins Abwehrzentrum. „Dadurch war die Kette gesprengt. Ich weiß nicht, ob es unbedingt daran gelegen hat. Hilfreich war das für die Stabilität der Mannschaft natürlich nicht“, meinte der Coach. Ibrahima Konate, der Orban ersetzte, sah bei zwei der vier Gegentreffer nicht gut aus. Vor dem 0:2 spekulierte der 18-Jährige auf Abseits, sodass Gnabry allein vor Gulacsi Platz hatte. Vor dem 0:4 verlor der Franzose den entscheidenden Zweikampf im Strafraum.

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Trotz der ungewohnten Verteidigerkonstellation im zweiten Abschnitt mit Ilsanker und Konate – die Auswärtsschwäche der Leipziger ist in der zweiten Bundesligasaison generell noch ein Manko der jungen Truppe. Auf fremdem Rasen steht in acht Partien eine Bilanz von 9:14 Toren zu Buche, die Hälfte der Spiele wurde verloren. Allerdings trat die Hasenhüttl-Elf unter anderem schon in München, Leverkusen, Dortmund und Hoffenheim an. „Heute haben auf jeden Fall die Lösungen gefehlt. Aber es ist ja nun nicht so, dass wir eine schlechte Saison spielen. Wir haben einen scheiß Tag gehabt und den werden wir abhaken“, sagte Demme.

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Der Blick soll nun so schnell wie möglich auf den zweiten Wettbewerb gerichtet werden: Die nächste Partie steigt wieder zu Hause – dort ist RBL im Fußball-Oberhaus sowie in der Königsklasse noch ungeschlagen. Zudem bleibt nicht viel Zeit, um lange über das desaströse Ergebnis nachzudenken. „So etwas kann auch uns passieren. Jeder hat mal einen rabenschwarzen Tag, denn hatten wir heute. Wir müssen sehen, dass wir versuchen uns bis Mittwoch aufrappeln. Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen und dann eine Reaktion zeigen“, sagte Kampl. Immerhin geht es dann gegen Besiktas Istanbul um das Erreichen des Achtelfinals in der Champions League.

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