21. Mai 2017 / 16:43 Uhr

RB Leipzig: Neuzugänge zum Googeln und „Fire-Tage“ in der Königsklasse

RB Leipzig: Neuzugänge zum Googeln und „Fire-Tage“ in der Königsklasse

Anne Grimm
Ralf Rangnick (RB Leipzig)
RB-Sportdirektor Ralf Rangnick © Imago
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RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick blickt auf eine furiose erste Bundesligasaison zurück. Der 58-Jährige sprach am Sonntag auch über die Champions League, Neuzugänge zum Googeln, Financial Fairplay sowie Verstärkungen aus der U23.

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Leipzig. Nach dem Abschluss der ersten Saison als Vizemeister im Fußball-Oberhaus hat Sportdirektor Ralf Rangnick am Sonntag Bilanz gezogen und auf die kommende Spielzeit geblickt. Potenzielle Neuzugänge, Champions-League-Chancen und eingesparte Prämien – hier die wichtigsten Aussagen im Überblick:

Neuzugänge und Transferbemühungen

„Wir wissen ja schon, wen wir holen wollen. Es werden sicher einige dabei sein, die man erstmal googeln muss“, kündigt der Sportdirektor an. Der Kader soll „einen Ticken stärker“ und mit bis zu sechs jungen Spielern erweitert werden. Dabei sei es nicht einfacher geworden, geeignete Neuzugänge zu finden. „Weil die Spieler, die da sind, schon Benchmarks gesetzt haben, die deutlich höher sind. Dadurch sind die Anforderungen an Neuzugänge gestiegen“, sagt Rangnick. Zudem sind die Talente, nach denen RB sucht, in der Regel nicht ablösefrei und besitzen langfristige Verträge.

Eines der wichtigsten Kriterien für Neuzugänge sei neben der fußballerischen Klasse die Mentalität. Zu den zwei Namen Ismaila Sarr (Mittelfeldspieler, FC Metz) und Maximilian Philipp (Stürmer, SC Freiburg) wollte Rangnick „keine Wasserstandsmeldungen abgeben“. Generell sei es aber kein Geheimnis, dass der Verein aufgrund des internationalen Starts bei Transfers auf das Financial Fairplay achten müsse. „Demzufolge können wir uns nicht wie im Katalog irgendwelche Spieler aussuchen“, so Rangnick.

Vertragsverlängerungen und U23-Spieler

Nach der Einigung mit Marvin Compper wird es erstmal keine Vertragsverlängerungen mit Spielern aus dem aktuellen Kader geben. Auch nicht mit Keita. „Naby hat ja noch drei Jahre Vertrag, also lange genug. Das ist nicht von höchster Eile geprägt, aber Gespräche finden statt. Er wird definitiv, wie alle anderen Stammspieler, nächstes Jahr hier spielen“, so Rangnick.

Aus dem Nachwuchsbereich sollen vier junge Fußballer den 24 Mann großen Kader ergänzen. Drei Plätze sind bereits vergeben. Wie Rangnick erklärte, gehören aus der U23, die jetzt aufgelöst wird, Federico Palacios, Elias Abouchabaka und Nicolas Kühn ab sofort zum erweiterten Kader. Ken Gipson verlässt den Verein und wird „wohl zeitnah in der Zweiten Liga unterschreiben“.

Elias Abouchabaka RB Leipzig
Elias Abouchabaka gehört ab sofort zum Kader der Bundesligaprofis. © Imago
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Teilnahme in der Königsklasse und Wunschgegner

„Ich kann nur für Leipzig sprechen und bin zu 100 Prozent sicher, dass wir in der Champions League spielen werden“, betonte Rangnick erneut. RB kommt bei der Auslosung im August aus Topf vier und wird damit in der Gruppenphase nur auf Topgegner treffen. Wünsche hat der Sportdirektor keine, denn „jeder Gegner ist für uns außergewöhnlich“. Er freut sich auf die Auslosung und will erstmals live dabei sein.

„Ich glaube, dass die 75 Minuten gegen Bayern gezeigt haben, wozu wir in der Lage sind. Da waren alle on fire. Für uns wird auch in der Champions League jedes Spiel ein Fire-Tag. Wir werden dort mit unserer Spielweise für Aufsehen sorgen können“, sagt Rangnick.

Ziele für die nächste Saison

„Eine sorgenfreie Saison wollen wir wieder anstreben. Also dass wir zu keinem Zeitpunkt schauen müssen, was unten los ist. Wenn man sich mal die aktuelle Abschlusstabelle zwischen Rang zehn und 18 anschaut, da stehen Vereine, die sich das vor der Saison sicher nicht hätten vorstellen können“, so der 58-Jährige. Man sei realistisch genug, dass der zweite Platz nicht bedeute, nächstes Jahr automatisch wieder im oberen Tableau zu landen.

Verliehene Spieler

Mit Anthony Jung (FC Ingolstadt), Atinc Nukan (Besiktas Istanbul), Nils Quaschner (VfL Bochum) sowie Massimo Bruno (RSC Anderlecht) sind vier Spieler verliehen. Rangnick spricht von Anzeichen, dass Anderlecht den Offensivspieler Bruno gerne behalten würde, ähnlich sei es bei Besiktas mit Verteidiger Nukan. „Ich gehe momentan nicht davon aus, dass es Sinn macht, wenn einer zu uns zurück kommt“, sagt der Sportdirektor.

Massimo Bruno
Massimo Bruno wird nicht nach Leipzig zurückkehren. © Imago

Fazit erste Bundesliga-Saison

„Der Auftakt war enorm wichtig gegen Hoffenheim und den BVB. Vor allem wenn man sieht, wo diese zwei Mannschaften am Ende stehen. Natürlich hat uns dann die Serie von acht Siegen, die es bei einem Aufsteiger noch nie gegeben hat, nach oben katapultiert. Mit den beiden Heimsiegen nach der Winterpause war klar, dass wir in Europa dabei sind.“

Rangnick habe ein wenig geschmunzelt, als Kritiker in der einzigen Schwächephase der Saison, in der drei Spiele in Serie nicht gewonnen wurden, davon sprachen, dass der Code entschlüsselt worden sei. „Uns war vollkommen klar, wenn wir unsere Leistung am Limit zeigen, können wir weiterhin mit unserer Spielweise jeden Gegner schlagen“, sagt der Sportdirektor. Es folgte eine englische Woche mit neun Punkten aus drei Spielen.

Für Rangnick war das 4:1 in Berlin der Höhepunkt: „Das Spiel hat nochmal alles zusammengefasst, was diese Saison ausmacht. Gegen eines der heimstärksten Teams hat es gezeigt, wohin sich die Mannschaft entwickelt hat.“ Mit viel Selbstbewusstsein sagt der Sportdirektor: „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir auch die letzten zwei Spiele gewonnen hätten, wenn wir noch Punkte gebraucht hätten.“ Am Ende sei er aber auch nicht böse gewesen um die beiden aus der Hand gegebenen Siege. Als Sportdirektor, der auch aufs Geld schauen muss, konnte er sich so die Prämien sparen.

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