06. Februar 2018 / 17:29 Uhr

RB Leipzig nimmt Talente aus Südeuropa ins Visier – zwei weitere Neuzugänge in der Scoutingabteilung

RB Leipzig nimmt Talente aus Südeuropa ins Visier – zwei weitere Neuzugänge in der Scoutingabteilung

Anne Grimm
Paul Mitchell übernimmt die Position des „Head of Recruitment and Development“ bei RB Leipzig
Paul Mitchell übernimmt die Position des „Head of Recruitment and Development“ bei RB Leipzig © Imago
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Der Talentspäher Paul Mitchell soll für RB Leipzig neue Transfermärkte erschließen und die Durchlässigkeit vom Nachwuchs zu den Profis erhöhen. In der Scoutingabteilung des Vereins werden zwei vakante Stellen neu besetzt.

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Leipzig. Paul Mitchell besitzt Humor. Wie er Talentspäher wurde, fragte ein Journalist den neuen „Head of Recruitment and Development“, der am Dienstag bei RB Leipzig vorgestellt wurde. Der 36-Jährige antwortet: „Ich war selber Spieler, das ist aber lange her und sieht man auch an der Art und Weise, wie ich mich in letzter Zeit ernährt habe. Ich hatte einen Unfall beim Fußball, bei dem alle Knochen im linken Bein zersplittert sind. Aber daraus hat die Liga auch Vorteile gezogen, denn niemand musste mehr Geld bezahlen, um mich spielen zu sehen.“ Als Fußballer schaffte er es nie in die Premier League, dafür hat er sich in den vergangenen zehn Jahren als Scout einen Namen gemacht.

Mehr zu Rangnicks Kritik am Ausbildungs- und Scoutingsystem von RB Leipzig

Ralf Rangnick, der den Engländer schon seit dreieinhalb Jahren kennt, hat dessen Werdegang genau beobachtet. Mitchell war Chefscout bei Southampton, wechselte dann in selber Funktion zum Ligakontrahenten Tottenham Hotspur. Beide Vereine besitzen inzwischen vorbildliche Nachwuchsakademien, aus denen immer wieder junge Spieler zu den Profis aufstiegen. Aus unbekannten Fußballern formten die beiden Ex-Clubs von Mitchell Topstars. Der RB-Sportdirektor erhofft sich diese Schritte mit Hilfe seines neuen Mitarbeiters auch häufiger in Leipzig.

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Spanien und Portugal im Fokus

Für zweieinhalb Jahre hat sich der Engländer, der laut Rangnick „auf der Insel als auch in Europa umworben war“, an den Verein gebunden. Nun geht es auch darum den Zielmarkt, wie ihn der Sportdirektor nennt, auf der Suche nach jungen Talenten zu vergrößern. Dabei stehen Länder wie Spanien und Portugal im Fokus. Den Reisepass hat Mitchell vorausschauend eingepackt, wie der gut gelaunte 36-Jährige mit Vollbart erklärt.

Seinen Weg auf dem heiß umkämpften Transfermarkt will RB Leipzig aber nicht verlassen, keinen Wettbewerb mit anderen Vereinen um Spieler führen, die mehr als 30 Millionen Euro kosten. Deshalb soll im Segment der Hochbegabten investiert werden. Vorgabe des Sportdirektors: Mehr auf die Mentalität sowie Professionalität der Jugendlichen achten. Denn da sei im eigenen Nachwuchs in den vergangenen Jahren manches schief gelaufen. Wie etwa bei den aus disziplinarischen Gründen suspendierten Vitaly Janelt und Idrissa Touré.

Zwei weitere Neuzugänge in der Scoutingabteilung

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Posted by LVZ Sportbuzzer on Dienstag, 6. Februar 2018

Zur Vollständigkeit: Mitchell ist nun Chef der Talentsuche, ersetzt bei RB Leipzig nicht den zum Hamburger SV abgewanderten Chefscout Johannes Spors. Dessen Posten übernimmt Benjamin Ehresmann, der zuletzt bei den New York Red Bulls arbeitete, zuvor bereits zur Scoutingabteilung der Leipziger gehörte. Nachfolger des nach Köln abgewanderten Sportkoordinators Frank Aehlig wird ab Mitte Februar René Grotus, der aktuell noch bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag steht.

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