05. Dezember 2018 / 17:09 Uhr

RB Leipzig: Null-Toleranz-Politik bei Pyrotechnik

RB Leipzig: Null-Toleranz-Politik bei Pyrotechnik

Anne Grimm
Anhänger von Hansa Rostock sorgten durch das Abbrennen von Pyrotechnik für eine sechsminütige Spielunterbrechung.
Bei Verstößen gegen die eigene Stadionordnung kennt RB Leipzig keinen Spaß. © Archiv
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RB Leipzig will das Zündeln seiner Fans mit Feuerwerkskörpern durch harte Strafen im Keim ersticken: Nach dem Einsatz von Pyrotechnik in Salzburg wertet der Verein Videomaterial aus, die UEFA ermittelt.

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Leipzig. Strafen wegen des Abbrennens von Pyrotechnik: Bei Verstößen gegen die eigene Stadionordnung kennt RB Leipzig keinen Spaß. Die jüngsten Vorfälle: Vergangene Woche beim Europa-League-Spiel in Salzburg zünden einige der 2500 RB-Anhänger Bengalos. Während des Fanmarsches als auch vor der Partie im Stadion. RB-Boss Oliver Mintzlaff will die verbotenen Rauchzeichen im Keim ersticken, lässt wenige Stunden später öffentlichkeitswirksam über die hauseigenen Kanäle verkünden: „Wir werden alles für die Ermittlung der Täter tun und diese bestrafen – sie werden bei RB Leipzig keine Spiele mehr sehen. Zudem werden wir für die identifizierten Täter bundesweites Stadionverbot beantragen und eine mögliche Strafe der UEFA auch auf diese umlegen.“

JETZT Durchklicken: Die Bilder vom Fanmarsch der RB Leipzig-Fans zum Stadion

Die Fans von RB Leipzig marschieren zur Red Bull Arena in Salzburg Zur Galerie
Die Fans von RB Leipzig marschieren zur Red Bull Arena in Salzburg ©
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Was ist passiert? Die Salzburger Polizei sagt auf Nachfrage des Sportbuzzers: „Bei der Menge an Zuschauern und einem vergleichsweise großen Spiel so gut wie nix.“ Wegen Verstößen gegen das österreichische Pyrotechnikgesetz nahmen die Beamten beim Leipziger Fanmarsch am 29. November zwei Anzeigen auf. Anhänger der Rasenballer zündeten während der Choreographie im Gästeblock noch einmal Bengalos. RB Leipzig sichtet nun Videomaterial, hat den FC Salzburg und die Beamten aus Österreich gebeten, bei der Ermittlung der Personalien zu helfen. „Wir sind es unseren Fans und den vielen Familien mit Kindern einfach schuldig, dass wir hier mit der gebotenen Sorgfalt und Härte vorgehen“, sagt Mintzlaff.

Die UEFA hat wegen der Vorfälle im Stadion Ermittlungen eingeleitet, bestätigte RB Leipzig dem Sportbuzzer. Im Wiederholungsfall oder bei größeren Pyrotechnikvergehen belegt der europäische Fußballverband die Vereine mit einer Geldstrafe oder auch einem Zuschauerausschluss. Bisher sind die Fans des Bundesligisten international noch nicht auffällig geworden – deshalb ist wohl ein mildes Urteil oder auch nur eine Verwarnung zu erwarten.

Weitere Nachrichte zu RB Leipzig

In Salzburg ist allerdings nicht zum ersten Mal in dieser Saison Pyrotechnik von RB-Fans gezündet worden. Bereits beim 2:1-Auswärtssieg in Hoffenheim Ende September stieg nach einem Tor der Rasenballer roter Rauch im Gästeblock auf. Nun will der junge Verein, der 2019 zehn Jahre alt wird, diese Entwicklungen früh unterbinden. Deshalb hat Mintzlaff in seinem Statement klare Kante gezeigt.

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