RB Leipzigs Marcel Halstenberg im Duell mit Istanbuls Ricardo Quaresma. RB Leipzigs Marcel Halstenberg im Duell mit Istanbuls Ricardo Quaresma. © dpa
RB Leipzigs Marcel Halstenberg im Duell mit Istanbuls Ricardo Quaresma.

RB Leipzig schmort im Istanbuler Hexenkessel

Stromausfall, Kreislaufprobleme und ohrenbetäubende Pfiffe: RB Leipzig muss sich vielen Widrigkeiten und einer starken Istanbuler Mannschaft geschlagen geben.  

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Istanbul. An dieser Auswärtspremiere wird RB Leipzig noch eine Weile zu knabbern haben. Beim 0:2 (0:2) gegen Besiktas Istanbul kassiert der Vizemeister seine erste Niederlage in der Königsklasse und wird von den türkischen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Zu allem Überdruss muss Goalgetter Timo Werner nach einer halben Stunde wegen Kreislaufproblemen vom Rasen. In der zweiten Halbzeit wird das Spiel wegen eines Stromausfalls zehn Minuten unterbrochen.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl sagte im Anschluss: "Die Heimmannschaft hat aufgrund der ersten Halbzeit mit einem Vorsprung das Spiel gewonnen. Wir haben in der ersten Halbzeit vor allem wegen der Atmosphäre verloren. Das war neu und für den ein oder anderen etwas zu viel. Wir haben die Spieler in der Halbzeit nochmal aufgeweckt. Deshalb bin ich froh, dass wir dann noch eine Reaktion gezeigt haben. Schade, dass uns das Tor nicht gelungen ist, dann wäre es nochmal spannend geworden."

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Sein Gegenüber Senol Günes kommenierte: "Leipzig ist ein junges, sehr ausgeglichenes Team. Wir haben unseren Plan gut umsetzen können. Wir haben Druck aufgebaut und dem Gegner nicht viele Möglichkeiten in der ersten Hälfte geboten. Die zweite Hälfte war ausgeglichener. Der größte Dank geht an meine Spieler und meine Fans, die heute viel Herz und Einsatz gezeigt haben."

Schon vor dem Anpfiff sind die Gesänge ohrenbetäubend, doch während der Partie erreicht die Lautstärke ungeahnte Dezibelzahlen. Vor allem wenn die Leipziger in Ballbesitz sind oder ein Besiktas-Spieler am Boden liegt schallt solch ein Pfeifkonzert durchs Stadion, das nicht nur zarten Gemütern ein Tinnitus droht. RB-Stürmer Werner lässt sich nach zehn Minuten Ohropacks geben.

Keita fit aber schnell verwarnt

Im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Frankfurt wechselt Hasenhüttl auf zwei Positionen – Keita ist fit, spielt auf der Sechs. Stefan Ilsanker ersetzt Lukas Klostermann als rechter Außenverteidiger. Ibrahima Konate und Dominik Kaiser sind nicht im Kader.

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Besiktas spielt feinen Fußball, dominant, immer mit dem Drang nach vorn. Es wird ein extrem hartes Stück Arbeit für RB, die in der Anfangsphase keinen Stich sehen. Nach elf Minuten folgt schon der Rückschlag. Tosun setzt sich auf der linken Seite gegen Orban durch, passt auf den frei stehenden Babel, der flach ins linke Eck schießt.

Der Schiedsrichter pfeift kleinlich, hat nach 17 Minuten schon drei gelbe Karten (2xRB, 1xBesiktas) verteilt. Die Leipziger sind oft einen Schritt zu spät, verlieren viele Zweikämpfe, finden keine Mittel gegen die schnellen und variablen Gastgeber.

Bereits nach einer halben Stunde wechselt Hasenhüttl – zunächst wird Keitas Nummer angezeigt. Doch Werner läuft zur Seitenlinie, spricht mehrfach mit dem Coach. Er wechselt den Nationalstürmer aus, bringt Verteidiger Lukas Klostermann. Kurz darauf zappelt der Ball im Tor – doch der Schiedsrichter sieht den frisch eingewechselten Klostermann im Abseits.

Timo Werner bittet RB-Coach Ralph Hasenhüttl um seine Auswechslung. Timo Werner an der Seitenlinie. Er zeigt an: Es geht nicht weiter. © Imago

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Zehn Minuten Unterbrechung

Leipzig berappelt sich nach einer extrem schweren Anfangsphase, zeigt mehr Initiative. Doch vor der Pause schlägt Besiktas erneut zu: Ricardo Quaresma, der heute 34 Jahre alt geworden ist, flankt in den Strafraum, Talisca setzt sich gegen Ilsanker durch und köpft zum 2:0 ein. Kampl, der erfahrenste RB Spieler auf internationalem Rasen, kommt in der zweiten Halbzeit für den Gelb vorbelasteten Orban. Leipzig ist trotz zwei Toren Rückstand bissig. Sabitzer scheitert zweimal knapp am Besiktas-Keeper (52. und 58. Minute).

Kurzeinschätzung von Guido Schäfer zur RB-Niederlage in Istanbul

Nach einer knappen Stunde ersetzt Bruma Mittelfeldstar Keita, der dritte Wechsel bei RB. Die Leipziger sind gut im Spiel, doch dann fällt ein Teil des Lichts aus. Zehn Minuten Unterbrechung, die Mannschaften gehen zwischenzeitlich in die Kabine. Die türkischen Fans reagieren mit Humor, singen mit leuchtenden Handys.

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Auch wenn nach Wiederanpfiff noch eine halbe Stunde Zeit ist, Sabitzer einmal die Latte trifft und die Leipziger bis zum Schluss viel versuchen, bleibt es ein gebrauchter Abend für das Hasenhüttl-Team. Gulacsi bewahrt RB mit seiner Parade noch vor dem dritten Gegentreffer.

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Statistik zum Spiel:

Besiktas: Fabri - Medel (70. Uysal), Pepe, Tosic, Erkin - Özyakup (C), Hutchinson, Quaresma, Talisca (70. Arslan), Babel – Tosun (79. Negredo)

RB: Gulácsi - Ilsanker, Orban (C) (46. Kampl), Upamecano, Halstenberg – Keita (59. Bruma), Demme - Sabitzer, Forsberg - Augustin, Werner (32. Klostermann)

Tore: 1:0 Babel (11.), 2:0 Talisca (43.)

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