Jean-Kevin Augustin jubelt nach dem Treffer zum 4:1. Jean-Kevin Augustin jubelt nach dem Treffer zum 4:1. © dpa
Jean-Kevin Augustin jubelt nach dem Treffer zum 4:1.

RB Leipzig steht die Tür für Europa offen – Mindestens fünf Neuzugänge im Sommer

Spannung pur am letzten Bundesligaspieltag im Kampf um Europa. Auch danach wird es bei RB Leipzig keine Ruhe geben. Vertragsgespräch mit dem Trainer, mindestens fünf neue Spieler werden benötigt. Die erste internationale Saison steht auf dem Prüfstand.

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Es gibt ein altes Sprichwort, das sich RB Leipzig zu Herzen genommen hat: Alles neu macht der Mai. Nach einem April zum vergessen, hat das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl mit dem Erfolg am Samstag gegen den VfL Wolfsburg zum Saisonende noch einmal die Chance, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Erreicht ist nichts. Doch kurioserweise ist mit dem 4:1-Sieg des Tabellensechsten wieder alles drin am letzten Spieltag in Berlin. Von der Champions League, bis zu Platz neun, der ein Jahr ohne Europapokal bedeuten würde.

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Der Schlüssel für die Wiederauferstehung: Mehr Effizienz vorm Tor, mehr Wille in der Abwehr, mehr Teamgeist mit dem alten Kapitän Dominik Kaiser. Trotz des deutlichen Erfolgs ordneten die RB-Akteure den Auftritt gegen den abstiegsbedrohten VfL aber richtig ein. Der erfahrene Kaiser sagte nach seinem letzten Heimspiel im sechsten Jahr: „Es war kein Feuerwerk, aber eine sehr konstante Leistung mit wenigen Fehlern.“ Diego Demme meinte: „Der VfL hatte nicht seinen besten Tag. Aber wir haben verdient gewonnen und es tut sehr gut für unser Selbstvertrauen.“

Die Basics funktionierten, das gemeinsame Verteidigen gegen einen relativ harmlosen Kontrahenten auch. Drei Offensivakteure setzten die Ausrufezeichen. Der ausgeliehene Ademola Lookman zeigte mit einem Doppelpack, dass er langfristig eine Bereicherung für die Mannschaft sein kann. Timo Werner war die Erleichterung nach seinem Treffer und einem Assist anzusehen. Das letzte Erfolgserlebnis des deutschen Nationalstürmers in der Bundesliga lag sechs Wochen zurück.

Tritt in den Hintern

Bezeichnend für eins der RB-Probleme in dieser Saison war der Auftritt von Jean-Kevin Augustin. Seit langem stellte der talentierte Franzose mit einem Tor und zwei Vorbereitungen gegen Wolfsburg seine Qualität wieder unter Beweis. Dass ihm solche Auftritte in seinem ersten Leipziger Jahr nicht öfter gelungen sind, liegt laut Ralf Rangnick vor allem an seiner Einstellung. Deshalb trete er ihm auch regelmäßig „in den Hintern“. Der Sportdirektor meint: „Wenn er wirklich ein Spitzenspieler werden will, egal ob bei uns oder in einer anderen Liga, müssen solche Leistungen wie heute Normalität sein.“

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Egal wie die Saison nächsten Samstag im Berliner Olympiastadion endet, mit einem Sieg gegen Hertha ist der Vizemeister definitiv im internationalen Geschäft dabei, im Sommer wird einiges passieren. Mit dem Trainer will sich Rangnick zeitnah nach dem Abschiedsspiel von Dominik Kaiser, also am Montag oder Dienstag, über die abgelaufene Saison sowie über die Verlängerung seines Kontrakts über 2019 hinaus unterhalten, versicherte der Sportdirektor nach dem Sieg gegen Wolfsburg.

Mindestens fünf neue Spieler im Sommer

Mindestens fünf neue Spieler wird sich der Verein für seine dritte Saison im Fußball-Oberhaus holen. Nach dem Abgang von Marvin Compper im Winter, dem auslaufenden Vertrag von Dominik Kaiser, dem Wechsel von Naby Keita nach Liverpool sowie dem Abgang von Benno Schmitz (Ziel unbekannt), der bereits im Winter die Freigabe für einen Wechsel hatte, sind vier Plätze im Kader neu zu besetzen.

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Hinzu kommen zwei Fragezeichen auf der Torhüterposition – der Vertrag des dienstältesten Fabio Coltorti läuft aus, Yvon Mvogo war als zweiter Keeper unzufrieden mit nur einem Spiel Einsatzzeit. Die Zukunft des ausgeliehenen Ademola Lookman hängt von der Entscheidung seines Vereins FC Everton ab. RB Leipzig hat Interesse, aber keine Kaufoption.

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Dass nicht alle Spieler die Ansage von Sportdirektor Rangnick, es werde neben Keita kein Leistungsträger im Sommer den Verein verlassen, auch für bare Münze nehmen, zeigte eine Aussage des rotgesperrten Emil Forsberg bei Sky vor dem Spiel gegen Wolfsburg. Der schwedische Nationalspieler vermied auf mehrfache Nachfrage ein klares Bekenntnis zu seinem Verein. „Wir werden über alles nach der Saison reden. Ich habe einen Vertrag in Leipzig, aber im Fußball kann alles passieren", sagte der 26-Jährige, der auch wegen einer verschleppten Bauchmuskelverletzung nicht annähernd an die starken Leistungen des ersten Bundesligajahres anknüpfen konnte. Es wird ein spannender WM-Sommer.

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