02. März 2018 / 21:53 Uhr

RB Leipzig und Ralph Hasenhüttl: Keine schnelle Entscheidung zu erwarten

RB Leipzig und Ralph Hasenhüttl: Keine schnelle Entscheidung zu erwarten

Antje Henselin-Rudolph
Ralf Rangnick zu Gast beim Sportbuzzer Fantalk 3.0.
Ralf Rangnick zu Gast beim Sportbuzzer Fantalk 3.0. © Dirk Knofe
Anzeige

Die Fans der Messestädter müssen sich in den wichtigen Vertragsfragen weiter gedulden. Unterdessen kämpfen die Verantwortlichen am Vorabend des Topduells mit Dortmund gegen Krisengerede.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Leipzig. RB Leipzig gegen Borussia Dortmund, zwei Spitzenclubs der Bundesliga, zwei Teams, die zuletzt nicht so recht zu überzeugen wussten. Wer hat am Samstagabend die Nase vorn? Wer macht was falsch? Diese Fragen beschäftigten die Gäste des SPORTBUZZER Fantalks 3.0 am Freitagabend im PentaHotel Leipzig. RB-Sportdirektor Rangnick, -Vorstandschef Oliver Mintzlaff, die Trainer Berti Vogts und Mirko Slomka, Ottmar Hitzfeld sowie Ex-Capitano Michael Ballack.

Sportbuzzer Fantalk 3.0: Die Bilder des Abends (2. März 2018)

Zur Galerie

Der RB-Schwarm

Nur kein Krisengerede am Vorabend des Topspiels, das war das Motto von Rangnick. „Dass wir ein paar Spiele verloren haben, ist nicht ganz außergewöhnlich. Ganz außergewöhnlich war aber die vergangene Saison, die wir gespielt haben“, beschwichtigte der RB-Sportdirektor und erinnerte einmal mehr daran, dass es eben diese Leistungen waren, die nun für deutlich höhere Erwartungen sorgen. „Wir können uns keinen Erfolg erkaufen, wir müssen ihn uns erarbeiten“, rief Vorstandschef Oliver Mintzlaff ins Gedächtnis. Ziel sei es nach wie vor, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren. „Wir sind noch auf Tuchfühlung zu den Champions-League-Plätzen. Aber wir nehmen auch die Europa League.“

Deutschlands Ex-NationalcoachVogts sprang beiden flugs bei. Zwar hatte er selbst jüngst in anderen Medien behauptet, RB habe offenbar Angst vor Rekordmeister München. Die vermeintliche Krise bei den Messestädtern und ihrem samstäglichen Konkurrenten aus Dortmund sei dennoch eine „total falsche Wahrnehmung“. „Wenn wir noch Schalke dazu nehmen, dann machen diese drei Mannschaften Platz zwei hinter dem FC Bayern unter sich aus“, zeigte sich der „Terrier“ überzeugt.

Sportbuzzer Fantalk 3.0

Hier live im Stream: der Sportbuzzer Fantalk 3.0. Mit dabei: Ottmar Hitzfeld, Arjen Robben, Berti Vogts, Mirko Slomka, Ralf Rangnick, Oliver Mintzlaff und Michael Ballack.

Posted by Sportbuzzer on Freitag, 2. März 2018

Dass es gegen Abstiegskandidat Köln in der Vorwoche trotzdem zum Super-GAU aus RB-Sicht kam, dafür hatte Slomka eine Erklärung parat. „RB funktioniert über eine Art Schwarmmentalität. Es läuft, wenn alle die gesamte Zeit über komplett auf das Wesentliche und ihre Rolle fokussiert sind.“ Dies sei in den vergangenen Partien zwar nicht so der Fall gewesen, aber völlig normal. „Es ist doch logisch, dass diese jungen Spieler nicht immer nur Mannschaft, Mannschaft denken, sondern auch mal versuchen, sich etwas eigennützig in den Vordergrund zu spielen.“

Trainerfrage bleibt

Keine Neuigkeiten gab es unterdessen für diejenigen, die auf Entwicklungen in der Causa Ralph Hasenhüttl gehofft hatten. Rangnick, der einmal mehr auf die Vertragslaufzeit bis Sommer 2019 verwies, äußerte zwar Verständnis für die abwartende Haltung seines Trainers. „Er will wissen, wo landen wir am Ende, bleibt die Mannschaft bis auf Naby Keita zusammen, wie sieht unser Team für die nächste Saison aus.“ Allerdings ließ der Sportdirektor auch die Unzufriedenheit erkennen. „Es ist natürlich keine ideale Situation, wenn man ins letzte Vertragsjahr geht, ohne zu wissen, was passiert.“ Man werde sich wohl erst wieder im Sommer, wenn nicht sogar noch später zusammensetzen.

Die wichtigsten Aussagen vom Sportbuzzer Fantalk 3.0 am 2. März 2018:

Zur Galerie

Ein wenig auf die Euphoriebremse trat auch Oliver Mintzlaff. Denn dass der schmerzliche aber finanziell natürlich einträgliche Abgang von Keita ein Einzelfall bleibe, sei illusorisch. „Gerade wenn man mit jungen Spielern arbeitet, wollen die irgendwann den nächsten Schritt gehen.“ Bekanntlich bemühen sich die RB-Verantwortlichen seit Monaten  um eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Timo Werner und Marcel Sabitzer. Positiv zu verkünden gab es bis dato nichts. Auf die Fanfrage nach dem Verbleib von Emil Forsberg und Werner in der kommenden Saison gab Ralf Rangnick allerdings eine kurze prägnante Antwort: „Ja.“

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt