Ralph Hasenhüttl RB-Coach Ralph Hasenhüttl begann bereits am Morgen nach der verpatzten Generalprobe mit dem Feinschliff. © Gepa
Ralph Hasenhüttl

RB Leipzig verabschiedet sich von Stammelf – Kapitänsfrage weiter offen

RB-Trainer Hasenhüttl hat keine Wunschelf mehr. Vor dem Debüt in der Königsklasse sprach der Österreicher erstmals von einem 16er oder 17er Stammkader. Nach der unglücklichen Niederlage gegen Stoke City begann er gleich am Morgen mit dem Feinschliff.

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Leipzig. Ralph Hasenhüttl verabschiedet sich von einer Stammelf. Nach der mit 1:2 verlorenen Generalprobe gegen den Premiere-League-Vertreter Stoke City hat der Trainer des Bundesliga-Zweiten RB Leipzig wichtige Erkenntnisse gewonnen. „Wir werden in dieser Saison nicht von einer ersten Elf sprechen, sondern von den ersten 16 oder 17, vielleicht sogar noch mehr. Wir brauchen jeden Einzelnen bei uns im Kader“, meinte Hasenhüttl, der schon wenige Stunden später am Sonntagmorgen zur nächsten Trainingseinheit bat - allerdings nicht öffentlich.

RB verliert Generalprobe vor Saisonauftakt

„Insgesamt war es ein guter Test für uns"

Der Härtetest gegen den englischen Traditionsverein kam ihm eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen gar nicht so ungelegen. Das erkannte man schon am zufriedenen Gemüt des sonst bei Niederlagen leicht angefressenen Österreichers. „Insgesamt war es ein guter Test für uns, ich habe gesehen, was ich sehen wollte und woran wir noch schrauben müssen. Ich glaube, dass wir im Tiefgang noch etwas zu unentschlossen waren, da müssen wir mehr Zielstrebigkeit haben“, sagte er und bemängelte die Chancenverwertung: „Es waren einige Bretter dabei, die wir haben liegen gelassen.“ Es fehlte noch Zielstrebigkeit und Präzision.

Generalprobe missglückt: Vizemeister RB Leipzig verliert zwei Wochen vor dem Bundesligastart sein finales Testspiel gegen Stoke City durch ein Eigentor mit 1:2 Treffern.

Sorgen muss sich der Coach nur um Nationalspieler Diego Demme machen. Seine Rückkehr ins Mannschaftstraining ist weiter offen. „Das Knie reagiert noch ein bisschen auf Belastungen, obwohl nichts kaputt ist. Es kann schnell gehen, wenn er die Belastungen verträgt, wenn es nicht der Fall ist, dann müssen wir ihm mehr Zeit geben“, betonte Hasenhüttl. Bei Bernardo, der in London beim Emirates Cup einen Schlag aufs Sprunggelenk bekam, wollte er kein Risiko eingehen. „Die Schwellung ist noch nicht ganz draußen, daher macht es keinen Sinn.“

Neuzugänge Burma und Augustin benötigen noch gewissen Feinschliff

Der sechste und letzte Test (vier Siege, 17:3 Tore) zeigte eindeutig, dass die Mannschaft eingespielt ist, die Automatismen funktionieren. Nur die mit zweistelligen Millionenbeträgen verpflichteten Neuzugänge Jean-Kevin Augustin und Bruma benötigen noch den gewissen Feinschliff. „Dass er noch gewisse Defizite hat, weiß er, daran müssen wir arbeiten“, meinte Hasenhüttl in Richtung des agilen Bruma, während Augustin die Härte der englischen Abwehrspieler zu spüren bekam. „Er musste vorne viel einstecken, aber das kann er verkraften“, sagte der Trainer schmunzelnd.

K-Frage noch immer offen

Obwohl Abwehrchef Willi Orban erneut die Kapitänsbinde trug, ist die Entscheidung in der K-Frage weiter offen. „Es steht noch nicht ganz fest, wir haben den Mannschaftsrat gewählt, der Trainer bestimmt daraus den Kapitän“, sagte Orban. Hasenhüttl nimmt sich für die Nachfolge von Dominik Kaiser, der neben Orban, Marvin Compper, Demme und Peter Gulacsi wieder im Mannschaftsrat ist, Zeit. „Das entscheide ich in dem Moment, wenn ich es entscheiden muss.“

Willi Orban verspricht Steigerung des Teams

Zwei Wochen vor dem Bundesligastart am 19. August beim FC Schalke 04 verspricht Orban weitere Steigerungen seines Teams: „Bis dahin kann man noch viel arbeiten. Jeder hat gezeigt, zu was wir in der Lage sind. Dann werden wir auch die Ergebnisse dementsprechend liefern.“ Glück für RB: die Erstrunden-Partie in Dorfmerkingen hat trotz aller Pokalgesetzmäßigkeiten eher Testpielcharakter - aber unter Wettkampfbedingungen. „Wenn es los geht, hat jeder noch einmal eine andere Spannung, das ist menschlich. Daher mache ich mir keine Sorgen“, betonte Orban, der mehrmals gegen Stoke City in brenzliger Situation rettete. Emil Forsberg (5.) hatte die Leipziger per Elfmeter in Führung gebracht. Den Ausgleich markierte Mame Biram Diouf (44.) mit einem Kopfball, ehe der eingewechselte Marvin Compper (78.) ebenfalls per Kopf und Eigentor aus 13 Metern die Gäste auf die Siegerstraße brachte.

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