31. März 2018 / 17:26 Uhr

RB Leipzig zittert sich beim Torfestival in Hannover zum Sieg

RB Leipzig zittert sich beim Torfestival in Hannover zum Sieg

Anne Grimm
Die Leipziger jubeln über den Führungstreffer.
Emil Forsberg und Timo Werner jubeln gemeinsam mit Bruma über die 1:0-Führung. © dpa
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Trotz zweimaliger Zwei-Tore-Führung muss RB Leipzig bei Hannover 96 noch um die drei Punkte bangen. Am Ende hat das Hasenhüttl-Team Glück, das der Gastgeber beim späten Ausgleichstreffer im Abseits steht.

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Hannover. Drei Punkte im Osternest von RB Leipzig: Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl hat sich bei Hannover 96 nach der Länderspielpause zu einem 3:2-Sieg gezittert. Zum ersten Mal nach langer Zeit gewinnt der Vizemeister wieder gegen eine Mannschaft aus dem unteren Drittel der Tabelle und untermauerte am Samstag in Niedersachsen vor 42.300 Zuschauern seine Ambitionen auf die Königsklasse. Dank des Erfolgs klettert RB zumindest bis Sonntag auf Rang vier.

Die Bilder vom 96-Spiel gegen RB Leipzig

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Emil Forsberg trifft nach 16 Minuten zur frühen Leipziger Führung. Kapitän Willi Orban erhöht in seinem 50. Bundesligaspiel für RB per Kopf zum 2:0 (54. Minute). Dem Gastgeber gelingt dank Salif Sané der Anschlusstreffer (71.). Der eingewechselte Poulsen erhöht auf 3:1, doch auch Hannovers Joker Niclas Füllkrug trifft – 3:2. Der Ausgleich des Hannoveraner Stürmers wird nach dem Videobeweis wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

Coach Ralph Hasenhüttl meinte im Anschluss: „Wir sind glücklich, dass wir heute hier gewonnen haben. Wir haben kein schlechtes, sondern sogar 65 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Wir wussten, dass Hannover eine gute Mentalität hat und schon öfter zu Hause zurückgekommen ist. Nach dem 3:1 habe ich eigentlich gedacht, das Ding ist durch. Zum Schluss hatten wir gefühlt 50 Ecken und Freistöße gegen uns.“

Sein Gegenüber Andre Breitenreiter sagte: „Man hat unseren Jungs von Beginn an angemerkt, dass sie verunsichert und nervös sind. Leipzig war aber auch richtig gut unterwegs. Nach dem 0:2 haben wir uns von allem befreit und eine scheiß-egal-Mentalität an den Tag gelangt und druckvoll nach vorn agiert.“

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Fünf Neue im Vergleich zum Bayernsieg

Der RB-Trainer lässt seine Mannschaft im gewohnten 4-2-2-2 beginnen. In der Viererkette mit Laimer, Orban, Konaté sowie Bernardo. Im Mittelfeld beginnen Keita und Demme, auf der Zehnerposition Bruma und Forsberg. Für die Tore sollen Werner sowie Augustin sorgen. Im Vergleich zum Bayernspiel verändert der Coach die Startelf auf fünf Positionen. Hannover verzichtet zunächst auf seinen Top-Torschützen Niclas Füllkrug. Für ihn spielt Martin Harnik.

Am grauen und regnerischen Ostersamstag hat es ein großes Protestbanner in den Fanblock des Gastgebers geschafft, „Hannover sagt nein zum Produkt RB“, ist darauf zu lesen. Der Verein hatte mehrere Plakate seiner Anhänger im Vorfeld verboten, mit Diffamierungen unter anderem gegen RB Leipzig sowie Sportdirektor Ralf Rangnick.

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Hannover produziert viele Fehler

Sportlich nehmen die Gäste sofort das Heft des Handelns gegen eine extrem tief stehende Hannoveraner Mannschaft in die Hand. Bereits nach vier Minuten ist das defensive Bollwerk das erste Mal geknackt, Bruma köpft am linken Pfosten vorbei. Die einzige echte Torchance des schwachen Aufsteigers nach zwölf Minuten: Aus etwa 20 Metern zieht Felix Klaus ab, RB-Kepper Peter Gulacsi muss sich ganz lang machen und lenkt den Ball noch ins Aus.

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Die defensive Ausrichtung der 96er geht nicht auf, weil sie in Umschaltsituationen einen Fehlpass nach dem anderen produzieren. Das verstärkt den Leipziger Druck immens und führt schließlich auch zur verdienten Führung: RBL schaltet blitzschnell über Augustin um, der Werner auf die Reise schickt. Der Nationalstürmer schaltet den Turbo ein und legt im Strafraum auf Forsberg quer. Der Schwede schiebt problemlos zum 1:0 und seinem zweiten Ligator in dieser Saison ein.

Fahrlässige Chancenverwertung der Leipziger

Hannover wechselt verletzungsbedingt bereits nach 18 Minuten: Josip Elez kommt für Waldemar Anton. Das Spiel plätschert vor sich hin, die Leipziger müssen erstmal nicht, Hannover kann nicht. Erst in der 38. Minute wird es wieder turbulent, als Werner nach einem Konter allerdings zu lange auf den Abschluss wartet und den Ball weit über den 96-Kasten schießt. Augustin vergibt kurz vor der Pause ebenfalls die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Die Leipziger müssen aufpassen, dass ihre fahrlässige Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit nicht bestraft wird.

Kopfballtreffer des Kapitäns

Doch es geht so weiter, wie es im ersten Durchgang aufgehört hat: Werner trifft aus kurzer Distanz in der 50. Minute nur das Außennetz. Dann muss es eben ein Verteidiger richten: Nach einer kurz ausgeführten Ecke hat Keita viel Platz – seine Flanke findet Orban, der völlig frei zum 2:0 einköpft.

Nach einer Stunde kommt Sabitzer für Bruma. Die Gäste treffen nach einem Gulacsi-Fehler fast zum Anschluss: Harnik flankt von rechts in den Strafraum, wo der RB-Keeper Gulacsi am Ball vorbeisegelt. Jonathas kriegt die Kugel vor dem leeren Tor nicht unter Kontrolle.

Per Kopf und nach einer Ecke erzielt auch Hannovers Sané den Anschluss zum 1:2. Leipzigs Bernardo springt beim Gegentreffer nicht hoch genug. Nun kocht die Stimmung noch einmal hoch. Der eingewechselte Poulsen sorgt zwar für das 3:1, doch Hannovers Joker Füllkrug trifft ebenfalls – 3:2. Glück für RB: Sein Treffer zum 3:3 wird nach dem Videobeweis wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

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Die Statistik zum Spiel:

RBL: Gulacsi - Laimer, Konate, Orban (C), Bernardo - Demme, Keita – Bruma (60. Sabitzer), Forsberg (81. Upamaecano) - Werner, Augustin (69. Poulsen)

H96: Tschauner - Sorg, Sane, Anton (18. Elez) – Korb (46. Bebou), Bakalorz, Schwegler, Ostrzolek - Harnik, Jonathas (63. Füllkrug), Klaus

Tore: 0:1 Forsberg (16.), 0:2 Orban (54.), 1:2 Sané (71.), 1:3 Poulsen, 2:3 Füllkrug (78.)

Zuschauer: 42.300

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