Die Köpfe von Fußball-Zweitligist RB Leipzig: Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick (l.) sowie der Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff. Wendeten sich vor dem Spiel gegen Leverkusen an die Fans: Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff. © GEPA Pictures
 Die Köpfe von Fußball-Zweitligist RB Leipzig: Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick (l.) sowie der Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff.

RB Leipzigs Bosse machen geplanten Protest der Fans zur Chefsache

Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff wenden sich mit einem Brief vor dem wichtigen Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen an die Fanclubs. Doch einige werden sich von ihrem Protest gegen Montagsspiele nicht abbringen lassen.

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Leipzig. Die Partie am Montagabend gegen den direkten Konkurrenten Bayer Leverkusen ist richtungsweisend für die Teilnahme an der Champions League in der nächsten Saison. Deshalb wird der angekündigte Protest der RB-Leipzig-Fans zur Chefsache. Sportdirektor Ralf Rangnick und Geschäftsführer Oliver Mintzlaff haben am Samstag zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen und per E-Mail einen Brief an alle Fanclubs geschickt. Das sind inzwischen über 90. Darin appellieren die RB-Bosse: „Das Montagsspiel gegen Leverkusen ist immens wichtig für uns. Wir wollen den nächsten Schritt machen und dazu brauchen wir vor allem euch. Ohne euch und eure Unterstützung wird es natürlich schwer für die Mannschaft.“

DURCHKLICKEN: So protestierten die Fans beim Spiel In Frankfurt

13 der 40 offiziellen Fanclubs, die vor allem im Block B stehen und zu denen auch die Capos gehören die für die Gesänge im Fanblock zuständig sind, hatten sich in den vergangenen Tagen für einen Stimmungsboykott sowie den Verzicht von Bannern und Fahnen in der ersten Halbzeit ausgesprochen. Wie der Sportbuzzer aus Fankreisen erfuhr, wird auch der Brief der RB-Chefs nichts daran ändern. In der offiziellen Stellungnahme der Beteiligten Fanclubs hieß es: „Dieser Schritt mag radikal sein, doch ist er für uns ebenso ein notwendiger. Wir können und wollen diesen Spieltag nicht als normalen Spieltag anerkennen und behandeln. Daher werden wir ein klares und sichtbares Zeichen setzen, was wir von Montagsspielen halten und unsere Meinung dazu frei äußern.“

Stimmungsboykott – Hasenhüttl hat zwei Vorschläge

Erstmals gibt es damit aus der Fanszene von RB Leipzig einen organisierten Protest, der die breite Maße ansprechen soll. Den Mitgliedern ist es allerdings freigestellt, sich daran zu beteiligen. In den sozialen Netzwerken gab es im Vorfeld bereits hitzige Diskussionen über den geplanten Boykott. Unter dem #Treukott sprechen sich viele Anhänger für eine lautstarke Unterstützung über 90 Minuten aus. Komplett still wird es im mit mindestens 33.000 Zuschauern gefüllten Stadion also nicht sein.

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Trainer Ralph Hasenhüttl hofft: „80 Prozent der Fans sind der Meinung, dass es nicht gut ist, wenn man so etwas macht. An die appelliere ich, die anderen so mit zunehmen, dass man es nicht wahrnimmt. Oder ich appelliere an die 20 Prozent, die Karte einfach weiter zu reichen, an irgendjemand anderen, der richtig Lust hat, ein Spitzenspiel im Stadion zu sehen. Es wäre fatal, in so einem wichtigen Spiel teilweise auf die Unterstützung verzichten zu müssen.“

Ausnahmeregelung für RB Leipzig möglich

Bereits zum zweiten Mal, nach der Partie Mitte Februar in Frankfurt, ist RB Leipzig aufgrund der Teilnahme in der Europa League nun in einem Montagsspiel (Anpfiff um 20.30 Uhr) gefordert. Der Klub hatte sich klar dafür ausgesprochen: „Nicht nur wir, sondern alle Vereine der Bundesliga haben darüber abgestimmt, in der laufenden Saison aus sportlichen Gründen fünf Montagsspiele einzuführen, um die Europa-League-Starter zu entlasten“, erklären die RB-Bosse noch einmal in ihrem Schreiben an die Fans und versichern: „Diese fünf Spiele öffnen nicht die Tür für weitere Spiele an einem Montag. Auch in der neuen Rechteperiode werden keinesfalls mehr als diese fünf Spiele vertraglich vereinbart werden.“

Presskonferenz vor dem Heimspiel gegen Leverkusen

🎥 Die Pressekonferenz vor dem morgigen Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen mit unserem Trainer Ralph #Hasenhüttl.

Gepostet von RB Leipzig am Sonntag, 8. April 2018

Dass die DFL ihren einzigen verbliebenen Europa-League-Teilnehmer mit diesen Spielterminen unterstützen will, verdeutlicht Hasenhüttl auch an folgendem Beispiel: „Sollten wir Marseille überstehen, haben wir wahrscheinlich eine Ausnahmesituation, dass wir am vorletzten Spieltag als einzige Mannschaft am Sonntag spielen dürfen.“ Eigentlich werden alle Bundesligapartien an den letzten zwei Spieltagen zeitglich angepfiffen. Bei einer Teilnahme der Leipziger am Europa-League-Halbfinale würde die DFL allerdings die Partie gegen den VfL Wolfsburg vom 5. auf den 6. Mai, also von Samstag auf Sonntag, verschieben.

Region/Leipzig RB Leipzig-Bayer 04 Leverkusen (09/04/2018 20:30) RB Leipzig (Herren) Bayer 04 Leverkusen (Herren) RB Leipzig Bayer 04 Leverkusen Bundesliga DFB Pokal Europa League Champions League

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