Mit dem Schlusspfiff fällt alle Anspannung ab: Emil Forsberg fährt mit Schweden zur WM. Mit dem Schlusspfiff fällt alle Anspannung ab: Emil Forsberg fährt mit Schweden zur WM. © Imago
Mit dem Schlusspfiff fällt alle Anspannung ab: Emil Forsberg fährt mit Schweden zur WM.

RB Leipzigs Forsberg und der schwedische Traum: „Der größte Tag meiner Karriere“

Der Offensivstar der Roten Bullen hat mit den Tre Kronors Italien bezwungen und die WM-Qualifikation geschafft. Dem SPORTBUZZER hat Emil Forsberg von RB Leipzig nach seiner Rückkehr einige Fragen beantwortet.

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Leipzig. 1:0 in Schweden, danach ein nervenzerfetzendes 0:0 in Italien und eine lange bzw. kurze Mailänder Nacht: Die schwedische Nationalmannschaft hat das mittelschwere Wunder in der Relegation gegen die Fußball-Macht Italien geschafft und entsprechend begangen. Italien verpasst zum ersten Mal seit 60 Jahren eine WM, Schweden ist erstmals seit 2006 wieder dabei. RB Leipzigs Ass Emil Forsberg, 26, über den größten Tag seiner bisherigen Karriere, ManU-Coach José Mourinho, ein Vier-Augen-Gespräch mit dem großartigen und nach dem Spiel zurückgetretenen Gianluigi Buffon, 39, überschauberen Bierkonsum und das Sonnabend-Spiel bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr).

DURCHKLICKEN: Emil Forsberg in den Playoffs

Glückwunsch zur WM-Qualifikation, Herr Forsberg. Wie zehrend waren die Festivitäten?

Wir haben auf dem Platz, in der Umkleidekabine, im Bus und im Hotel gefeiert. Es blieb aber alles im Rahmen. Ein, zwei Bier, ein paar Lieder, das war es. Wir sind Profis, wir müssen alle am Wochenende für unsere Clubs spielen. Mein Taxi stand um vier Uhr morgens vorm Hotel, Dienstagvormittag bin ich in Leipzig gelandet, am Mittwoch trainiere ich wieder. Und jetzt möchte ich mit meiner Frau etwas essen gehen.

Wer kam auf die Idee, die TV-Runde mit ihrem Trainer Janne Andersson am Mailänder Spielfeldrand zu stürmen? Und wer zahlt das zu Bruch gegangene Mobilar?

Plötzlich sind alle losgerannt und ich bin hinterher. Der Tisch war nicht sonderlich stabil, knickte ein. Wir legen notfalls für einen neuen Tisch von Ikea zusammen. Es war ein besonderer Tag für uns und Schweden. Das ganze Land darf und soll feiern. Wir Spieler müssen fokussiert bleiben.

Bei so einer großen Freude geht dann auch mal was kaputt. Und plötzlich ging der Moderatoren-Tisch von Eurosport zu Bruch. Kann ja mal passieren. © Imago

War der 13. November 2017 der größte Tag in Ihrer Karriere?

Ja, absolut. Wir waren in der Relegation Außenseiter, haben aber immer an uns geglaubt. Wir haben ein Jahr hart gearbeitet, standen in Mailand 90 Minuten unter Druck, sind um unser Leben gerannt, hatten in manchen Situationen auch Glück. Ohne geht es in San Siro gegen Italien nicht. Als der Schiedsrichter abgepfiffen hat, gab es kein Halten mehr, brachen alle Dämme. Es flossen auch ein paar Tränen.

Die italienischen Medien zerreißen die betagte Squadra Azzurra in der Luft. Wie war es so gegen die älteren Herrschaften Fußball zu spielen?

Hart, sehr hart. Die Italiener kämpfen mit allen Mitteln, sind abgezockt, können Fußball spielen. Ja, sie haben einige Ü-30-Spieler. Aber die sind immer noch richtig gut, immer noch eine Weltklasse-Mannschaft, sonst wären sie alle keine Nationalspieler. Unser Erfolg wird nicht kleiner, weil Italiens Mannschaft älter als unsere ist.

Gibt es im Business so etwas wie Mitleid?

Natürlich gibt es das. Ich kann gut verstehen, wie sich die Italiener gefühlt haben. Als Gianluigi Buffon jedem von uns gratuliert hat, war das schon sehr emotional. Ein toller Torhüter, Sportler und Mensch. Ich habe ihm gesagt: "Gigi, Du bist einer der besten Torhüter aller Zeiten."

So trauert Italien nach dem WM-Aus gegen Schweden

Sie waren „Man of the match“ beim 1:0-Hinspielsieg. War das Ihr bestes Spiel im Trikot der schwedischen Nationalmannschaft?

Das sollen andere beurteilen. Ich habe mich super gefühlt, hatte viel Spaß. Wir haben es insgesamt gut gemacht, standen gut, hatten Chancen und haben verdient 1:0 gewonnen. Spätestens danach wussten wir: Wir können diese riesige Hürde schaffen.

ManU-Coach José Mourinho saß bei Ihrer Gala auf der Tribüne. Hat er sich schon bei Ihnen gemeldet?

Nein, hat er nicht. Er war auch nicht wegen mir da, glaube ich.

Grattis Emil Forsberg - matchens lirare mot Italien. Här får han priset av Emma Stjernlöf på adidas, kvällens matchvärd. Priset är att pengar skänks i Emils namn till Min Stora Dag. #viärsverige

Posted by Svenska Fotbollslandslagen on Freitag, 10. November 2017

Ihr Coach Ralph Hasenhüttl sagte am Dienstag, dass er Sie gerne noch ein paar Jahre in Leipzig sehen würde.

Warum nicht? Ich habe noch einen Vertag bis 2022.

Was ist, wenn ein ganz großer Club mit dem ganz großen Geld lockt?

Darüber mache ich mir Gedanken, wenn es passiert. Ich spiele für RB Leipzig, wir haben noch viel vor, ich will und muss konzentriert bleiben. Lassen Sie mich jetzt den Moment genießen, kurz durchatmen und etwas essen gehen. Am Samstag geht es in Leverkusen um drei wichtige Punkte für uns.

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