RB Leipzigs Frauen bejubeln einen Treffer im Landesligaspiel gegen Bischofswerda. RB Leipzigs Frauen wollen auch in der Regionalliga so jubeln wie hier im Landesligaspiel gegen Bischofswerda. © Christian Modla
RB Leipzigs Frauen bejubeln einen Treffer im Landesligaspiel gegen Bischofswerda.

RB Leipzigs Frauen vor Ligastart: "Ziel ist, unter die ersten Drei zu kommen"

Für die Frauen des Bundesligisten beginnt am Samstag mit dem Spiel gegen Magdeburg das Kapitel Regionalliga.

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Nach der Landesliga-Bilanz von 23 Siegen in 24 Spielen, rund fünf erzielten Treffern pro Spiel und 16 Partien ohne Gegentor spricht mit dem Trainer der RB-Frauen, Sebastian Popp (35), über die Herausforderung Regionalliga Nordost. Die startet am Sonntag mit dem Spiel gegen den Magdeburger FFC.

Herr Popp, in der Regionalliga erwartet Sie ein deutlich höheres Niveau. An welchen Baustellen arbeiten Sie noch?

Da sind viele Baustellen (lacht). Eine erste, sehr schöne ist, dass wir jetzt insgesamt neun neue Spielerinnen haben. Acht davon aus der eigenen U17 und Nina Schuster vom Magdeburger FFC, die jetzt hier in Leipzig studieren wird. Sie passt in unser Profil, ist 18 Jahre alt, hat aber schon einiges an Regionalliga-Erfahrung. Diese Spielerinnen gilt es natürlich zu integrieren und erst mal eine Einheit, ein Team zu formen. Das hat die höchste Priorität. Ein zweiter Punkt ist, dass wir ganz anders gefordert sein werden. Unser Pressing muss daher wesentlich besser werden, das Synchronpressing und das schnelle Umschaltspiel sind die Hauptpunkte.

Die Qualitätsunterschiede innerhalb der Regionalliga scheinen sehr groß zu sein. Woran liegt das?

Im Bereich des Nordostdeutschen Fußballverbands, also NOFV, haben wir das Grundproblem, dass es zu wenige Vereine gibt, die den Frauenfußball fördern. Das schwächt einfach die Qualität der Landesligen. In Bayern gibt es zum Beispiel viel mehr Zwischenstufen, eine Verbandsliga, die Bayernliga. Dadurch hat die Regionalliga einen größeren Unterbau als in Sachsen. Und das ist, glaube ich, der Hauptgrund: Die Dichte ist geringer als in anderen Teilen Deutschlands.

Sebastian Popp trainiert die Frauen von RB Leipzig Sebastian Popp trainiert die RB-Frauen. © Christian Modla

Welche Saisonziele haben Sie?

Unser Ziel ist es, unter die ersten Drei zu kommen. In der Regionalliga herrscht eine andere Leistungsdichte und wir haben viele junge Spielerinnen, die vielleicht Leistungsschwankungen haben – das wissen wir alles. Klar, perspektivisch wollen wir dann schon in die zweite Liga.

Ihre Heimat hier ist das Landesleistungszentrum am Gontardweg. Nutzen Sie auch die Anlagen am Cottaweg?

Sicherlich ist es auch mal möglich, Synergieeffekte zu erzielen und einzelne Gegebenheiten mitzunutzen. Das Ziel ist aber eher, die Möglichkeiten im Gontardweg immer besser zu gestalten, sodass die Frauen und Mädchen eine feste Heimat haben. Wir haben uns zum Beispiel einen Kraftraum geschaffen, der schon sehr gut ist. Alles Weitere ist derzeit noch in Planung. Es gibt ja auch Auflagen, speziell ab der zweiten Liga, die es zu erfüllen gilt.

Von U17 bis U13 treten die RB-Frauen jeweils in den Nachwuchsligen der Jungen an, wurden Achte, Vierte und Fünfte. Wieso wird das gemacht?

Das Konzept verfolgen viele Vereine und hat sich auch bewährt. Auch hier ist die Dichte bei den Mädchen nicht so groß. Da ergibt es unter Wettkampfgedanken und in Sachen Robustheit mehr Sinn, sich auch im Jungsbereich zu messen – so lange wie
möglich.

Thomas Bothe

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