03. Mai 2018 / 17:25 Uhr

RB Leipzig gegen VfL Wolfsburg: Vorletzte Chance auf Europa, Mentalitätsprobleme und Einzelgespräche

RB Leipzig gegen VfL Wolfsburg: Vorletzte Chance auf Europa, Mentalitätsprobleme und Einzelgespräche

Anne Grimm
In der vergangenen Saison hatte RB Leipzig das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg 0:1 verloren. Hier kämpfen Naby Keita, Benno Schmitz, Dominik Kaiser und Yunus Malli (von links nach rechts) um den Ball.
In der vergangenen Saison hatte RB Leipzig das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg 0:1 verloren. Hier kämpfen Naby Keita, Benno Schmitz, Dominik Kaiser und Yunus Malli (von links nach rechts) um den Ball. © dpa
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Trainer Ralph Hasenhüttl ist in dieser Woche erneut auf Ursachensuche für den Leistungsabfall seiner Mannschaft gegangen, hat dafür Einzelgespräche geführt. Ob den Worten bei RB Leipzig nun gegen den VfL Wolfsburg endlich wieder Taten folgen? Die Europa League steht auf dem Spiel.

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Leipzig. Abgesehen davon, dass die Fußballprofis sowieso kaum Alkohol trinken, gibt es bei RB Leipzig derzeit keinen Grund, um anzustoßen. Dass die Pressekonferenz vor dem letzten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg in einer Brauerei stattfand, hätte man fast schon als Scherz der Marketingabteilung ansehen können, wären da nicht die vertraglichen Pflichten des Bundesligisten mit seinem Sponsor. Den angestauten Frust in Bier zu ertränken, ist zwei Spieltage vor dem Saisonende aber keine Lösung.

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Ansätze waren andere. Gesprächsbedarf gab es einigen am Leipziger Cottaweg, nach derben Niederlagen, unzähligen Gegentoren sowie dem fehlenden Willen in schwierigen Situationen, Spiele noch einmal zu drehen. Deshalb nahm sich Trainer Ralph Hasenhüttl seine Fußballer in Einzelgesprächen zur Brust und fand heraus: „Augenscheinlich war das Marseille-Rückspiel der Knackpunkt. In dem Moment ist etwas an Bereitschaft gestorben. Mit diesem Ausscheiden aus dem internationalen Wettbewerb ist bei den Spielern mental ein kleiner Bruch entstanden“, meinte der Coach am Donnerstag.

Die Spieler hätten dem 50-Jährigen erklärt, dass danach eine gewisse Leere eingetreten sei. „Die bekommst du so einfach nicht mehr raus. Am besten mit Erfolgserlebnissen, aber die haben wir seitdem nicht mehr bekommen. Deshalb brauchen wir jetzt diesen Sieg. Der erste nach so einer Durststrecke ist immer der schwerste“, sagte Hasenhüttl. Im Hinspiel trennten sich Leipzig und Wolfsburg 1:1.

Wolfsburg ist Rückrundenschlusslicht

Doch wenn nicht gegen die Wölfe, wann dann? Einen scheinbar leichteren Gegner könnten die Leipziger mit Blick auf die Rückrundentabelle gar nicht bekommen – elf Punkte in 15 Spielen, 10:22 Gegentore, in diesem Zeitraum das Bundesligaschlusslicht. Doch wie schon vor einer Woche der FSV Mainz, befindet sich diesmal der VfL auf dem Relegationsplatz, kämpft ums Überleben, steht mit dem Rücken zur Wand.

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Dominik Kaiser, der am Samstag (Anpfiff um 15.30 Uhr) nach sechs Jahren im Verein sein letztes Pflichtspiel im eigenen Stadion erlebt, meint: „Natürlich haben wir uns auch einzeln und in Gruppen zusammengesetzt. Du kannst aber noch so viel reden, wir müssen es auf dem Platz umsetzen. Gerade wenn es knifflige Momente gibt, müssen wir uns dagegen wehren.“ Nach vier Bundesligaspielen ohne Sieg und katastrophalen Abwehrleistungen ist die Europa League in Gefahr.

Laimer fraglich – Jugendspieler dabei

Das Problem bei RB besteht vor allem im Kopf. „Wenn ein Rückschlag passiert, haben wir in den letzten Spielen sehr schnell die Widerstandskraft vermissen lassen. Egal was passiert, wir müssen am Wochenende die Mentalität mitbringen, ums uns zu wehren“, fordert Hasenhüttl. Dabei gilt es die Anzahl der Torschüsse des Gegners, die in den vergangenen Wochen extrem nach oben gegangen ist, einzudämmen.

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Durch die Sperren von Willi Orban (5. Gelbe) und Naby Keita (Gelb-Rot) werden zwei Plätze im Kader von RB Leipzig frei, die Hasenhüttl aufgrund der Ausfälle der Langzeitverletzten Marcel Halstenberg und Marcel Sabitzer, sowie dem gesperrten Emil Forsberg nicht mehr mit Spielern aus seinem Team füllen kann. Mit Kilian Ludewig und Niclas Stierlin rücken deshalb gleich zwei U19-Spieler auf die Bank des Bundesligisten. Ob Konrad Laimer nach seinem Muskelriss und den ersten gemeinsamen Einheiten mit der Mannschaft in dieser Woche in den Kader zurückkehrt, ist noch ungewiss.

Our final home game of the season comes this weekend vs. VfL Wolfsburg 🏟️ Let's end on a high, #DieRotenBullen 🙌

Gepostet von RB Leipzig am Mittwoch, 2. Mai 2018
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