31. Januar 2019 / 10:33 Uhr

RB Leipzigs Gegner im Check: Darum ist Hannover 96 gefährlich

RB Leipzigs Gegner im Check: Darum ist Hannover 96 gefährlich

Anton Zirk
Hannover neuer Coach Thomas Doll hat RB Leipzig fest im Blick.
Hannover neuer Coach Thomas Doll hat RB Leipzig fest im Blick. © dpa / Montage
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Hannover 96 droht im zweiten Jahr nach dem Aufstieg der erneute Absturz in Liga zwei. Trainer Thomas Doll soll gegen RB Leipzig am Freitag (20.30 Uhr) das Ruder rumreißen, doch der Berg an Problemen ist riesig.

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Leipzig. RB Leipzig tritt am Freitagabend (20.30 Uhr) zum nächsten Auswärtsspiel an. Gegner Hannover 96 geht am Stock: Platz 17 in der Liga, acht Spiele nicht gewonnen, überhaupt erst zwei Siege in dieser Saison. Dazu finanzielle Sorgen, ein zerschnittenes Tischtuch zwischen Fans und Vereinsführung sowie Verletzungsprobleme.

Den Glauben, dass Aufstiegs-Coach André Breitenreiter ein ebenso verunsichertes wie dezimiertes Team zurück ins sichere Fahrwasser bringen könnte, haben Präsident Martin Kind und Manager Horst Heldt offiziell erst nach der krachenden 1:5-Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Spieltag verloren.

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RB Leipzig - Hannover 96 (3:2) Zur Galerie
RB Leipzig - Hannover 96 (3:2) ©
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Einigung stand bereits fest

Mittlerweile hat sein Nachfolger Thomas Doll jedoch indirekt bestätigt, dass die Einigung zwischen ihm und "96" bereits nach dem verkorksten Rückrundenauftakt gegen Werder Bremen feststand. So lässt sich vermuten, dass dem neuen Trainer ein Spiel gegen den furiosen BVB und somit ein Katastrophen-Start erspart werden sollte. Geschenkt, werden sich viele denken. An eine harmonische Zusammenarbeit zwischen dem alten Trainer und der Clubführung war nach öffentlichen Streitereien um eingeforderte aber weitgehend verwehrte Neuzugänge in Hannover eh nicht mehr zu denken. Zumal auch das Verhältnis Breitenreiters zur Mannschaft nicht das beste war.

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Doll sagte nun bei seiner Vorstellung, dass er im Gegensatz zu seinem Vorgänger ohne Wunschzettel nach Hannover gekommen sei und mit den ihm zur Verfügung stehenden Spielern arbeiten will. Dazu gehören seit kurzem die Neuzugänge Nicolai Müller (Leihe von Eintracht Frankfurt) und Jonathas, der vorzeitig von Corinthians Sao Paulo zurückgeholt wurde. Zusammen sollen sie die Ausfälle der bisherigen Top-Torschützen Niclas Füllkrug und Ihlas Bebou kompensieren. Ohne die beiden längerfristig Verletzten fehlt es den "Sechsundneunzigern" gänzlich an Durchschlagskraft.

Müller und Jonathas müssen überzeugen

Jedoch war weder Müllers Zeit in Frankfurt noch Jonathas Ausflug in die brasilianische Heimat von großem Erfolg gekrönt. Und nach den ersten beiden Spielen der Rückrunde darf zumindest bezweifelt werden, dass sie für Hannover das Ruder rumreißen. Fast alle Hoffnung liegt nun auf Thomas Doll. Ein Trainerwechsel scheint die letzte Option gegen den Abstieg gewesen zu sein und sie wurde gezogen. Zu Dolls Premiere ist am Freitag mit RB Leipzig das nächste Top-Team zu Gast, zumal eines, das – so viel ist nach dem 4:0-Sieg bei Fortuna auch Düsseldorf sicher – auch auswärts funktionieren kann.

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Wenn für die "Sechsundneunziger" gegen die Roten Bullen etwas drin sein soll, müssen sie über Leidenschaft und Kampf ins Spiel kommen. Individuell und taktisch ist RB derzeit um Welten voraus, ein Vorsprung, den Doll wahrscheinlich nicht binnen so kurzer Zeit aufholen kann. Der neue Coach muss seinen Spieler dabei vor allem das Bewusstsein über eigene Stärken zurückgeben. Trainer anderer Abstiegskandidaten wie Friedhelm Funkel in Düsseldorf oder Christian Streich in Freiburg machen es vor und holen aus ihren Kadern häufig das Maximum raus. Das ist in Hannover in dieser Saison nur selten gelungen.

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