08. Februar 2018 / 15:03 Uhr

RB Leipzigs offene Rechnungen mit dem FC Augsburg

RB Leipzigs offene Rechnungen mit dem FC Augsburg

Anne Grimm
Kevin Kampl und Willi Orban im Dreikampf mit dem Augsburger Michael Gregoritsch
Kevin Kampl und Willi Orban im Dreikampf mit dem Augsburger Michael Gregoritsch © imago
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In den vergangenen Monaten hat sich viel aufgestaut, zwischen den Verantwortlichen beider Vereine. RB-Trainer Ralph Hasenhüttl will die Partie gegen Augsburg trotz Vorgeschichte aber einzig für eine sportliche Revanche nutzen.

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Mit keinem anderen Verein der Bundesliga gab es in den vergangenen anderthalb Jahren mehr verbale Scharmützel. Vor allem Augsburgs Präsident Klaus Hofmann ist als scharfer Kritiker von RB Leipzig bereits mehrfach mit markigen Sprüchen in Erscheinung getreten. Der Verein dürfe gar keine Lizenz besitzen und bei einer Niederlage der Leipziger öffne er sich seit vielen Jahren regelmäßig ein Bier, ließ Hofmann unter anderem verlauten.

RB-Boss Oliver Mintzlaff berichtete unterdessen, dass sich der Präsident auf der Leipziger VIP-Tribüne vor anderthalb Jahren daneben benommen hatte: „Ihn mussten wir fast aus der Loge entfernen, weil er permanent den Mittelfinger gezeigt hat.“ Dass Hofmann das Spiel am Freitagabend nicht live sondern in Augsburg verfolgt, hilft vermutlich allen Beteiligten.

Ralph Hasenhüttl versichert: Fehde mit Daniel Baier ist Schnee von gestern​

Im Hinspiel der Saison standen allerdings nicht die Herren aus den Vorständen beider Vereine, sondern FCA-Kapitän Daniel Baier sowie RB-Coach Ralph Hasenhüttl im Fokus. Der Augsburger Spieler beleidigte den gegnerischen Trainer mit einer Masturbationsgeste, der Österreicher verweigerte nach der Partie den Handschlag. Alles Schnee von gestern versichert Hasenhüttl und versucht die Gemüter vor dem Freitagabendspiel (20.30 Uhr) zu beruhigen. „Das mit Daniel Baier war danach schnell geklärt. In Zukunft würde ich anders reagieren, als ich es dort getan habe. Weil ich es eigentlich immer schlecht finde, wenn man so ein bisschen die Contenance verliert. Das ist mir dort passiert.“

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Dem 50-Jährigen geht es nun vor allem um die sportliche Revanche: „Da haben wir aus dem Hinspiel noch etwas gut zu machen. Das wird eine heiße Begegnung. Wenn wir gegen eine Mannschaft verlieren, haben wir immer eine offene Rechnung“. Bei der 0:1-Niederlage in Augsburg rotierte der RB-Coach gleich auf neun Positionen. Diesmal gibt es keinen Grund für große Wechsel, stehen die englischen Wochen erst noch vor der Tür.

Baum warnt: RB stärker als in der Hinrundenpartie​

Augsburgs Trainer Manuel Baum vermutet: „Diesmal steht eine ausgeruhte Mannschaft auf dem Platz. In der Hinrunde war Keita gesperrt, RB hatte eine englische Woche. Da haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und Leipzig viel rotiert.“ Bis auf Marcel Halstenberg (Kreuzbandriss) und Emil Forsberg (Aufbautraining nach neunwöchiger Verletzungspasue) sind beim Gastgeber alle an Bord.

Ademola Lookman, der vergangenes Wochenende in Gladbach nach seiner Einwechslung das Last-Minute-Tor zum 1:0-Sieg erzielte, hat gute Chancen, wieder als Joker zu einem Einsatz zu kommen. „Ich habe schon ganz gerne Spieler auf der Bank, mit denen ich nachlegen kann und die dann sofort torgefährlich werden“, meint Hasenhüttl. Das Schuhwerk des Engländers will sich der Trainer auf jeden Fall noch einmal genau anschauen, bevor der 20-Jährige unter Flutlicht am Freitagabend erstmals den Rasen der Red-Bull-Arena betritt.

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