02. März 2018 / 08:20 Uhr

RB Leipzigs U17 im Fokus: „Die Jungs sind selbstkritisch, sie wissen, woran zu arbeiten ist“

RB Leipzigs U17 im Fokus: „Die Jungs sind selbstkritisch, sie wissen, woran zu arbeiten ist“

Bjarne Johannsen-Schmidt
Alexander Blessin betreut die U17 von RB Leipzig in der Bundesliga.
Alexander Blessin betreut die U17 von RB Leipzig in der Bundesliga. © Thomas Eisenhuth
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Coach Alexander Blessin tritt mit den Bundesliga-B-Junioren am Samstag erstmals in diesem Jahr wieder zu Hause an. Zu Gast ist der SV Werder Bremen.

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Leipzig. Drei Monate sind seit dem letzten RB-Heimspiel in der B-Jugend-Bundesliga vergangen – Anfang Dezember gab es einen 2:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg. Am Sonnabend bekommen es die U17-Talente der Roten Bullen mit einem weiteren Spitzenteam zu tun. Der Tabellenvierte Werder Bremen ist zu Gast beim Zweiten am Cottaweg. Bis zum Anpfiff (11 Uhr) wird Trainer Alexander Blessin seine Jungs einschwören, an die bisher gezeigten Leistungen nahtlos anzuknüpfen. Der 44-Jährige stammt aus Stuttgart und spielte 2003 für den damaligen Oberligisten VfB Leipzig unter Trainer Detlef Schößler. Im RB-Nachwuchs war er seit 2012 als Co-Trainer tätig, ehe er 2017 die U17 übernahm. Auf diesem Team ruhen die diesjährigen Hoffnungen in der RB-Akademie, nachdem die U19 auf Platz fünf abgerutscht ist.

Wie verlief die Vorbereitung auf die Rückrunde?

Mit der Testspielreise nach Liverpool gleich zu Beginn des Jahres hatten wir schon das erste Highlight. Sich mit dem FC Liverpool (1:2) und den Glasgow Rangers (3:1) zu messen, war schon etwas Großes. Wir haben uns super präsentiert und gesehen, dass wir auch international mithalten können. So eine Bestätigung bringt natürlich jeden Spieler individuell, aber auch uns als Team weiter. Im Anschluss gab es dann einige krankeitsbedingte Ausfälle, die aber mittlerweile größtenteils überstanden sind.

Am Wochenende gab es lediglich einen knappen 1:0-Erfolg in Eimsbüttel. Hatten Sie das Spiel so knapp erwartet?

Demut und Ehrfurcht vor jedem Gegner in der Junioren-Bundesliga sind da angebracht. Wir freuen uns über den Dreier, ärgern uns aber auch darüber, den Sack nach der frühen Führung nicht eher zugemacht zu haben. Wir haben beste Chancen liegengelassen. Am Ende hatten wir auch ein wenig Glück, was bekanntlich nur die Tüchtigen haben. Auch deshalb bin ich mit dem Auftakt zufrieden. Dass wir besser Fußball spielen können, wissen wir selbst. Die Jungs sind sehr selbstkritisch und wissen, woran innerhalb der Woche im Training zu arbeiten ist.

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Gerade in den Begegnungen mit den Spitzenteams hat Ihre Mannschaft gezeigt, was in ihr steckt. Zufall oder Planung?

Das ist alles andere als Zufall. Wir haben nicht nur sehr gute Einzelspieler, wir präsentieren uns auch als Kollektiv sehr stark, was gerade in den engen Matches den Unterschied ausmacht. Der Konkurrenzkampf im Team ist zwar groß, jeder gibt aber immer alles für das Team. Wenn wir einmal in Fahrt sind, sind wir verdammt schwer zu stoppen.

Auffallend ist, dass Ihr Team mit 37 Treffern weniger Tore als Spitzenteams wie Hertha (54) und Werder (50) erzielte, mit 13 Gegentreffern aber die beste Abwehr hat. Entspricht das der RB-Philosophie?

Wie heißt es da so schön: Die Defensive gewinnt die Meisterschaft!? Nein, im Ernst: Alle Jungs haben die RB-Philosophie sehr stark verinnerlicht. Gerade das Nachvorn-Verteidigen und das schnelle Umschaltspiel gehört zu unseren Stärken. Tatsächlich haben wir aber in der Chancenauswertung noch Reserven. Aber auch da habe ich wenige Bedenken. Wenn wir die Tore brauchen, haben wir sie bisher auch gemacht.

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Ingo Hertzsch (39): Der ehemalige Bundesligaprofi wechselte 2009 zu RB Leipzig. Vier Jahre spielte der Mann aus Meerane für den jungen Verein und beendete mit 36 Jahren seine Karriere. Heute ist er als Fanbeauftragter für die Roten Bullen tätig. Zur Galerie
Ingo Hertzsch (39): Der ehemalige Bundesligaprofi wechselte 2009 zu RB Leipzig. Vier Jahre spielte der Mann aus Meerane für den jungen Verein und beendete mit 36 Jahren seine Karriere. Heute ist er als Fanbeauftragter für die Roten Bullen tätig. ©
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Nach 16 Spieltagen und einem Spiel weniger als der Tabellenführer Hertha BSC stehen Sie punktgleich auf Platz zwei. Das Ziel heißt demnach Meisterschaft?

Tatsächlich sind wir bestens im Rennen. Ob es dann zum großen Wurf reicht, werden die verbleibenden zehn Spiele zeigen. Ich bin davon überzeugt: Die Meisterschaft wird gegen die vermeintlich schwächeren Teams und nicht in den Spitzenbegegnungen entschieden. Auch deshalb denken wir von Spiel zu Spiel, auch wenn das ziemlich abgedroschen klingt. Tatsächlich haben wir die Qualität und den Willen, bis zum Saisonende oben dabei zu sein. Wenn es dann letztendlich die Meisterschaft und damit die Teilnahme am Halbfinale um die deutsche Meisterschaft sein soll, werden wir uns nicht wehren. Wir wollen das Maximale, wenn sich uns die Chance dazu bietet.

Das Spiel der U19 beim Niendorfer TSV fällt wetterbedingt aus. Die U19 testet am Freitag 18.45 Uhr gegen die Männer des VFC Plauen.

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