11. Januar 2018 / 07:38 Uhr

RB Leipzigs Verteidiger Upamecano bekommt Tipps von Barcelona-Star Dembélé

RB Leipzigs Verteidiger Upamecano bekommt Tipps von Barcelona-Star Dembélé

Anne Grimm
Dayot Upamecano
Absoluter Leistungsträger und zudem Mentalitätsspieler bei RB Leipzig: Abwehrmann Dayot Upamecano. © GEPA Pictures
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Verteidiger Dayot Upamecano spricht vor dem Auftakt gegen Schalke über den bitteren Elfmeter im Hinspiel, seinen bulligen Körper, das brüderliche Verhältnis zu einem seiner Mitspieler, sowie den Ratschlag seines Freundes Ousmane Dembélé.

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Leipzig. Deutsch sprechen ist für den 19-Jährigen, der im französischen Städtchen Évreux in der Normandie geboren wurde, noch immer schwierig. Deshalb hilft Dolmetscherin Raquel Rosa beim Interview. Anschließend steht für „Upa“ Sprachunterricht auf dem Tagesplan.

Wenn man Sie googelt, erscheint der Name Dayotchanculle Oswald Upamecano. Was bedeuten die beiden Vornamen?

„Der erste Vorname stammt von meinem Ur-Großvater, denn der hieß auch so. Oswald haben sich meine Eltern zusammen ausgesucht.“

LVZ-Reporterin Anne Grimm (li.), RB-Verteidiger Dayot Upamecano und Dolmetscherin Raquel Rosa.
LVZ-Reporterin Anne Grimm (li.), RB-Verteidiger Dayot Upamecano und Dolmetscherin Raquel Rosa. © privat
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Am Samstag beginnt nach einer kurzen Winterpause wieder die Bundesliga. Wie groß ist die Lust auf eine Revanche gegen Schalke, nach dem 0:2 im Hinspiel?

„Wir haben große Lust auf eine Revanche und freuen uns, dass die Bundesliga wieder losgeht. Jetzt wollen wir zu Hause alles dafür geben, um das Spiel zu gewinnen.“

Welche Erinnerungen haben Sie an den verschuldeten Elfmeter, der zum 0:1 bei den Königsblauen führte?

„Ich kann mich sehr gut an diese Situation erinnern. Ich werde mich verbessern und arbeite an mir, um solche Fehler nicht mehr zu verursachen.“

Durchklicken: Die Bilder vom Hinspiel im August 2017

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In der Hinrunde lief es dann aber immer besser, Sie hatten sogar mehr Einsatzzeiten als Kapitän und Innenverteidiger Willi Orban. Wie erklären Sie sich den schnellen Aufstieg zum Leistungsträger in der Abwehr?

„Viel verändert hat sich nicht. Ich habe einfach mein Ziel verfolgt, weiter an mir zu arbeiten, um Stammspieler zu werden. Ich höre dem Trainer gut zu. Es macht jetzt noch mehr Spaß und motiviert mich, jedes Spiel dieses Niveau zu halten oder auch noch zu steigern.“

Ralf Rangnick hat Sie kürzlich in einem Interview gemeinsam mit Marcel Sabitzer als die besten Mentalitätsspieler der Hinrunde hervorgehoben. Wie sehr fühlt man sich als junger Fußballer geehrt?

„Ich freue mich sehr, so etwas zu hören. Das ist ein großes Kompliment. Früher habe ich das schon ab und zu von anderen Clubs gehört, dass ich eine gute Mentalität habe. Das will ich beibehalten, Mentalität ist eine sehr wichtige Sache für einen Sportler.“

BILDER: Dayot Upamecano auf Schalke

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Zum Trainingsauftakt vergangene Woche hat ein RB-Fan gesagt: „Wow, was der Upamecano für einen Körper hat. Und das mit 19 Jahren.“ Wie viel Veranlagung und wie viel Training stecken hinter dieser Physis?

„Seit ich klein bin, bin ich so. Das ist einfach Veranlagung. Natürlich habe ich auch gut gegessen. (lacht) Aber ich habe nicht viel extra dafür getan, dass mein Körper so aussieht.“

Sie sind nun seit einem Jahr bei RB Leipzig. Welcher war der schönste Moment, welcher der bitterste?

„Das schönste Erlebnis war der Sieg gegen Hertha, als wir uns in Berlin für die Champions League qualifiziert haben. Der schlimmste Moment für mich persönlich war der Elfmeter, den ich auf Schalke verursacht habe.“

Was muss das Team in der Rückrunde verbessern, um sich wieder für die Champions League zu qualifizieren?

„Wir müssen uns sehr gut konzentrieren, dem Trainer gut zuhören und eine gute und konstante Leistung bringen. Wir müssen zunächst einmal weniger Tore kassieren und dann natürlich auch mehr Tore schießen.“

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Zimmerkollege Ibrahima Konaté ist auch Ihr Nebenmann in der Innenverteidigung. Wie eng ist das Verhältnis zum 18-jährigen Landsmann?

„Er ist wie ein Bruder für mich. Das Besondere ist, wir haben die gleiche Mentalität. Wir haben auch sehr viel Spaß zusammen. Sehr wichtig ist auch, dass wenn es mir mal nicht so gut geht, dann hilft er mir und anders herum.“

Wie überraschend war es für Sie, schon so oft gemeinsam mit „Ibu“ spielen zu können?

„Ja, es war überraschend. Aber ich freue mich sehr, dass er in Leipzig ist und wünsche mir, dass wir noch mehr Spiele zusammen bestreiten werden.“

Sie fliegen an den wenigen freien Tagen gerne nach Frankreich. Wie groß ist das Heimweh als 19-jähriger Fußballer?

„Ich vermisse natürlich meine Heimat. Aber dadurch, dass meine Familie oft da ist, geht es.“

DURCHKLICKEN: Dayot Upamecano bei RB Leipzig

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Wie gut klappt es inzwischen mit dem Deutsch sprechen? Oder ist es in dieser Saison schwieriger geworden, weil so viele französischsprachige Spieler im Team sind?

„Es ist vielleicht ein bisschen schwieriger geworden. Ich erwische mich selbstverständlich öfter mal dabei, wie ich mit den französische sprechenden Spielern Yvon, Naby und Ibrahima in unserer Landessprache rede.“

Ousmane Dembélé hat mit 19 Jahren, also in Ihrem Alter, sein Debüt für die französische Nationalmannschaft gegeben. Hat Ihr Freund Ihnen Mut zugesprochen, dass sich Coach Didier Deschamps bald meldet?

„Ja, er hat gesagt, ich soll auf meinem Weg bleiben. Es wird dann von ganz alleine passieren und ich werde meine Chance bekommen. Ich muss weiter hart an mir arbeiten. Es wäre natürlich schon etwas sehr Schönes.“

Der letzte Einsatz für eine französische Nachwuchs-Nationalmannschaft ist fast anderthalb Jahre her. Haben Sie noch Hoffnung auf eine Nominierung für die WM im Sommer in Russland?

„Bei der WM in der Nationalmannschaft noch mitzuspielen wird etwas schwierig. Wir haben in Frankreich sehr viele, sehr gute Verteidiger. Warum ich so lange nicht bei der Nachwuchsnationalmannschaft eingeladen worden bin, weiß ich nicht. Das ist die Entscheidung des Trainers. Vielleicht will er mir auch Zeit geben, mich zu entwickeln.“

JETZT Durchklicken: Das Training von RB Leipzig in Vorbereitung auf die Partie gegen den FC Schalke 04

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Der FC Liverpool hat im Dezember 84 Millionen Euro für den Niederländer Virgil van Dijk bezahlt. Er ist damit der teuerste Abwehrspieler aller Zeiten. Was halten Sie von der Entwicklung solcher Transfersummen für Verteidiger?

„Ich kann wenig dazu sagen. Es ist nicht mein Kompetenzbereich und ich schaue mir das auch gar nicht so richtig an. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit.“

Sie haben hier noch einen Vertrag bis 2021, laut Football Leaks mit einer Ausstiegsklausel von 100 Millionen Euro. Welcher Verein müsste RB Leipzig so viel Geld bieten, damit Sie ins Grübeln kommen?

„Das kann ich gar nicht so genau sagen. Jetzt gerade ist für mich entscheidend, dass ich bei RB Leipzig bin, das ist mein Verein.“

Es gibt auch keinen Traumklub, in dem Sie als kleiner Junge schon immer gerne spielen wollten?

„Nein.“

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