15. Dezember 2017 / 18:58 Uhr

RB-Trainer Hasenhüttl beklagt fehlende Wertschätzung für gute Bundesliga-Platzierung

RB-Trainer Hasenhüttl beklagt fehlende Wertschätzung für gute Bundesliga-Platzierung

Anne Grimm
Letzte Saison kam RB Leipzig aus den Spielen gegen Hertha BSC in der Bundesliga als Sieger raus. Bild: Hertha BSC - RB Leipzig 1:4 (06.05.17)
Letzte Saison kam RB Leipzig aus den Spielen gegen Hertha BSC in der Bundesliga als Sieger raus. Bild: Hertha BSC - RB Leipzig 1:4 (06.05.17) © Imago
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Das Endspiel im Jahr 2017 steigt für RB Leipzig erneut ohne Emil Forsberg und Marcel Sabitzer. Coach Hasenhüttl beschleicht indes das Gefühl, für viele sei der Tabellenplatz hinter den Bayern zur Selbstverständlichkeit geworden.

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Leipzig. Erwartet die Fans am Sonntagabend ein müdes Jahresfinale zweier Europapokalteilnehmer zum vierten Advent? Nach 25 Pflichtspielen in vier Monaten sind sowohl bei Champions-League-Neuling RB Leipzig als auch bei Europa-League-Starter Hertha BSC die Akkus irgendwie runter. „Wir sind im dritten Spiel in der englischen Woche, haben aber auch einen Gegner, der eine ähnliche Belastung und sogar einen Tag später gespielt hat. Deshalb kommt er auch nicht mit voller Frische“, sagte RB-Coach Ralph Hasenhüttl vor der letzten Bundesligapartie der Hinrunde.

Dabei sind die Erinnerungen an die Duelle mit der „Alten Dame“ aus der vergangenen Saison gute. Im Hinspiel gewann Leipzig 2:0. Mit dem furiosen 4:1 im Olympiastadion sicherte sich RBL vorzeitig die Teilnahme an der Champions League. „Wir haben zweimal gegen Hertha sehr gut gespielt. Das ist leider keine Garantie, dass es immer so läuft“, weiß Hasenhüttl. Über den Gegner sagt der RB-Coach: „Es ist eine gestandene Bundesligamannschaft, die in dem Jahr auch die Erfahrung gemacht hat, dass es mit der Dreifachbelastung nicht so einfach ist, das Niveau hoch zu halten. Sie haben damit mehr Probleme als wir gehabt, weil wir mehr Punkte geholt haben.“

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Um mit einem Sieg gegen den Tabellenelften in die Winterpause zu gehen, hat der Trainer seiner Mannschaft folgende Dinge mit auf den Weg gegeben: Der 50-Jährige fordert erstens Effektivität. Zweitens: Nicht in Rückstand zu geraten, um Kräfte zu sparen und nicht wie gegen Wolfsburg in der Schlussphase in Bedrängnis zu geraten. Drittens: Bessere Laufwege als beim VfL, damit der letzte Pass im Strafraum ankommt und im besten Falle zum Torerfolg führt.

Forsberg fällt bei Test durch

Der letzte Spieltag vor der Winterpause ist auch mit Blick auf die Tabelle interessant: Der Vizemeister könnte im besten Fall als Zweiter, wenn es schlecht läuft als Sechster in den Weihnachtsurlaub gehen. Bei diesem Thema wirkte Hasenhüttl am Freitag etwas dünnhäutig und sagte: „Ich muss nicht jede Woche vorgerechnet bekommen, wie weit ich hinter Bayern bin. Das wird jetzt Schalke vorgerechnet. Damit habe ich kein Problem. Mich interessiert das Null, ob ich nach der Hinrunde Dritter, Fünfter oder Siebter bin. Die Abstände da vorne sind brutal gering. Es sind sehr viele Mannschaften, die in dem Jahr um die Champions-League-Plätze spielen werden.“

Nach zuletzt drei sieglosen Bundesligaspielen, das gab es unter Hasenhüttl noch nie, war Schalke in dieser Woche an den Leipzigern vorbei auf den zweiten Platz gezogen, der Vorsprung auf die anderen Verfolger geschmolzen. „Ich finde es auch ganz gut, wenn der zweite Platz mal wieder als etwas Besonderes wahrgenommen wird. Im Moment habe ich den Eindruck, es ist das selbstverständlichste auf der Welt, dass RB Leipzig Zweiter in der Bundesliga ist. So selbstverständlich ist das für mich nicht“, erklärte der Österreicher.

Emil Forsberg RB Leipzig Torjubel in Leverkusen
Emil Forsberg (RB Leipzig) © Imago

Zurück zum Spiel gegen Hertha: Für Emil Forsberg, auf dessen Rückkehr der Trainer gehofft hatte, reicht es am Sonntag noch nicht. Der schwedische Nationalspieler fiel am Freitag bei einem Test durch, weil er nach seiner Zerrung im Bauch zwar wieder sprinten, aber noch nicht schießen kann. Marcel Sabitzer fällt weiterhin aus, genauso wie der Gelb-Rot gesperrte Dayot Upamecano. Dafür kehren die zu Beginn der Woche erkrankten Bernardo und Jean-Kevin Augustin zurück.

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