07. August 2018 / 10:36 Uhr

Reaktion nach Berlin-Klatsche: Lok Leipzig empfängt Bischofswerda

Reaktion nach Berlin-Klatsche: Lok Leipzig empfängt Bischofswerda

Fabian Held
Die Bank des 1. FC Lok Leipzig nach dem Spiel bei Viktoria Berlin: Die Blicke sprechen Bände.
Die Bank des 1. FC Lok Leipzig nach dem Spiel bei Viktoria Berlin: Die Blicke sprechen Bände. © Matthias Koch
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Die Probstheidaer wollen am Dienstagabend die Niederlage vom Wochenende vergessen machen. Unterdessen denkt der Club über die Verpflichtung eines weiteren Torhüters nach.

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Leipzig. Über den vergangenen Freitag wollen sie beim 1. FC Lokomotive Leipzig schon gar nicht mehr sprechen. „Das war wie ein Freitag der 13. für uns“, meinte Stürmer Matthias Steinborn. „Das Ergebnis hab ich schon vergessen“, ergänzte Trainer Heiko Scholz. Er sei hiermit erinnert: 1:4 hieß es am Ende bei Viktoria Berlin. Der schicke Saisonstart hat damit einen Kratzer bekommen, auch wenn Scholz sagt: „Ich will nicht wegen einem Spiel die Arbeit von sechs Wochen in den Dreck ziehen“.

Doch der Schock sitzt noch immer tief. Unisono betonen Scholz und Steinborn: „So habe ich meine Mannschaft noch nie spielen sehen“. Die Fans werden auf eine Wiederholung ebenfalls verzichten können. Immerhin unterstützen sie den Verein weiter. Mit knapp 1100 wurden so viele Dauerkarten verkauft wie noch nie.

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Umso schöner, dass die Scharte der Pleite schon vier Tage später – nämlich am Dienstag – vor eigenem Publikum ausgemerzt werden kann. „Umso schöner, dass wir eine Englische Woche haben“, meinte Steinborn. Aufsteiger Bischofswerdaer FV reist in die Messestadt. „Eklig“, beschreibt Steinborn den Gegner. Er erwartet viele giftige Zweikämpfe. „Wir wollen um jeden Preis gewinnen“, sagt „Steini“, wie der Stürmer in der Mannschaft genannt wird. Der 29-Jährige warnt: „Das ist kein Fallobst, dass da kommt“.

Das weiß auch Trainer Heiko Scholz, der am Nachmittag noch die Infos eines Scouts bekam. Vorher wurde fleißig Videomaterial gesichtet. Über die Aufstellung wird dann erst am Dienstag entschieden. Dabei fehlen noch ein paar angeschlagene und verletzte Spieler. Für Patrick Wolf kommt das Spiel wohl zu früh, am Sonntag bei Union Fürstenwalde könnte er aber wieder eine Option werden. Nils Gottschick wurde von Trainer Scholz für seine Leistung in der Trainingswoche gelobt, auch Maik Salewski ist ein Kandidat für die Startelf. So könnte es durchaus ein paar Veränderungen geben.

Gegner gilt als Wundertüte

Benjamin Kirsten ist weiter außen vor, Djamal Ziane trainiert zumindest wieder mit der Mannschaft. „Wir haben ihn so eingebaut, dass er es gar nicht merkt“, grinst Scholz. Ziane trägt ein Extra-Leibchen und darf von den Mitspielern nicht attackiert werden, damit sein lädierter Knöchel nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen wird.

So oder so will Lok gegen Bischofswerda nichts anbrennen lassen, um die Ansprüche auf einen Spitzen-Platz in der Regionallliga Nordost zu untermauern. Der BFV ist dabei noch eine Wundertüte: Zusammen mit Rathenow stellt Bischofswerda den auf dem Papier schwächsten Kader. Im ersten – und bisher einzigen – Saisonspiel konnte sich die Truppe von Trainer Erik Schmidt trotzdem ein respektables 1:1 gegen Bautzen in Unterzahl erkämpfen.

Um es am Dienstag besser zu machen, muss der Total-Ausfall in Berlin vergessen werden. „Wir haben es bereits im Bus angesprochen“, mein Torjäger Steinborn. „Es herrscht ganz klar eine ‚Jetzt-erst-Recht’-Mentalität“.

Nachverpflichtung für Tor möglich

Benjamin Kirsten ist weiter verletzt. Deshalb schließt Trainer Heiko Scholz eine Nachverpflichtung nicht mehr aus, obwohl die Kaderplanung eigentlich als abgeschlossen galt. „Wir müssen wach sein“, meinte der Trainer, als er von der Leipziger Volkszeitung auf das Thema angesprochen wurde. Kirsten war schon Ende der vergangenen Saison vier Spiele ausgefallen – Lok holte in dieser Phase nur einen Punkt. Ersatzmann Christopher Hanf zeigt zwar immer wieder ordentliche Ansätze, patzte zuletzt gegen Viktoria Berlin entscheidend. Mit Lukas Wenzel kam im Sommer ein 19-jähriges Torwart-Talent aus Nürnberg. Ob die beiden Kirsten-Ersatzmänner aber gehobenes Regionallliga-Format haben, darf angezweifelt werden. Also schaut sich Lok derzeit um, damit im Falle eines Falles reagiert werden kann.

Bei Kirsten gibt es immerhin erste Entwarnung. Der kaputte Meniskus muss nicht operiert werden. Allerdings plagen den Schlussmann noch Nervenschmerzen, er kann daher sein Bein nicht immer richtig kontrollieren. Wann der Torwart zurückkehren wird, ist deshalb aktuell völlig unklar. Sollte er bis Ende des Monats – dann schließt auch das Transferfenster – nicht wieder mit dabei sein, will Lok noch mal nachlegen. „Dann würden wir was machen“, bestätigt Scholz dieses Szenario.

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