08. November 2018 / 16:48 Uhr

Reaktionen auf Abschied von Almedin Civa: "Wie ein Schlag ins Genick"

Reaktionen auf Abschied von Almedin Civa: "Wie ein Schlag ins Genick"

Mirko Jablonowski
Anfang November wurde jedoch bekannt, dass er seinen zum <b>Ende der Saison 2017/18</b> auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird: Es war wie in einer großen Familie. Doch habe ich mich zunehmend hinterfragt, ob ich den Verein weiterhin voranbringen kann und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es neue Impulse braucht.“ Ein Nachfolger soll idealerweise bis März 2019 gefunden sein.
Anfang November wurde jedoch bekannt, dass er seinen zum Ende der Saison 2017/18 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird: "Es war wie in einer großen Familie. Doch habe ich mich zunehmend hinterfragt, ob ich den Verein weiterhin voranbringen kann und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es neue Impulse braucht.“ Ein Nachfolger soll idealerweise bis März 2019 gefunden sein. © Jan Kuppert
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Regionalliga Nordost: Identifikationsfigur Almedin Civa macht beim SV Babelsberg 03 am Saisonende Schluss.

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Regionalligist SV Babelsberg 03 ohne Almedin Civa? Eigentlich nicht vorstellbar! Nach der laufenden Spielzeit wird das aber zur Realität. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, wird der 46-jährige Trainer und Sportdirektor seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Kiezkickern nicht verlängern. Darüber informierte er die Vereinsgremien bereits Anfang September.

Dieser Schritt sei ihm nicht leicht gefallen. „Meine Kinder sind hier geboren und aufgewachsen. Heute sind sie erwachsen. Ich habe 20 Jahre, unter anderem als Spieler, Sportlicher Leiter und Trainer, im direkten Umfeld des Vereins verbracht und ihn tief in mein Herz geschlossen“, wird Civa, der nach dem Drittliga-Abstieg 2013 wesentlich am Überleben und der Konsolidierung des Vereins in der vierten Liga beteiligt war, zitiert. „Es war wie in einer großen Familie. Doch habe ich mich zunehmend hinterfragt, ob ich den Verein weiterhin voranbringen kann und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es neue Impulse braucht“, sagt er mit Blick auf die Gründe für seine Entscheidung.

In Bildern: Von Hermann Andreev bis Almedin Civa: Die Trainer des SV Babelsberg 03 seit 2003.

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Er hatte in den vergangenen Jahren stets betont, dass es unter ihm keine finanziellen Wagnisse, wie sie viele andere Vereine in der Liga eingehen, geben wird. „Der Verein war quasi tot. Wir haben hier einen Scherbenhaufen übernommen. Das wird es unter mir nicht geben“, hatte er immer wieder gesagt und mit seinen Mitstreitern dafür gesorgt, dass der Kiezverein wieder auf eine gesunde Basis bauen kann.

Dafür ging er, wie SVB-Vorstandsvorsitzender Archibald Horlitz sagt, „immer wieder an die persönliche Schmerzgrenze“. Zur Saison 2017/18 hatte Civa den Trainerposten von Cem Efe übernommen, war zudem seit Januar 2013 Sportlicher Leiter bei den Filmstädtern. Bereits in der Saison 2012/13 fungierte er für sechs Spieltage als Interimstrainer. Auch als Spieler hat Civa eine lange Babelsberger Vergangenheit. Er streifte sich das Trikot der Blau-Weißen von 1999 bis 2003 sowie von 2008 bis 2012 über. Insgesamt 270 Spiele absolvierte er für die Filmstädter, darunter 34 Zweit- und 162 Drittliga-Einsätze.

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„Ich hätte mir gewünscht, dass er dem Verein ewig erhalten bleibt. Sein Abgang ist auf jeden Fall ein Schlag ins Kontor“, so Horlitz, der Civa intensiv in die Suche seines eigenen Nachfolgers, der im Idealfall bis Ende März 2019 gefunden sein soll, einbinden will. „Er weiß am besten, wer menschlich zu uns passt und die nötige sportliche Kompetenz hat.“

Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow, seit 2013 im Verein und damit dienstältester Spieler im Kader des Tabellensiebten, der am Freitagabend (19 Uhr) beim FC Rot-Weiß Erfurt gastiert, sagt zum Abschied Civas: „Als er uns von seiner Entscheidung berichtet hat, waren wir natürlich alle baff – es war wie ein Schlag ins Genick. Er ist das größte Aushängeschild des Vereins, er ist quasi der Verein.“

Kapitän Philip Saalbach sieht es ähnlich: „Die Mannschaft war natürlich geschockt. Ich persönlich bin sehr, sehr traurig über seinen Abschied. Gerade für den Verein tut es mir sehr leid. Er ist ein Trainer, wie ich ihn vorher noch nicht erlebt habe. Durch seine lange Spielerkarriere weiß er einfach, wie eine Mannschaft tickt und wie er mit uns Jungs umgehen muss. Er war in jeglicher Hinsicht ein absolutes Vorbild und hatte immer ein offenes Ohr.“

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