03. Juli 2018 / 17:38 Uhr

Reaktionen zur Staffeleinteilung in Mecklenburg-Vorpommern

Reaktionen zur Staffeleinteilung in Mecklenburg-Vorpommern

Tommy Bastian
Symbolbild
Bei der Staffeleinteilung zur Saison 2018/19 hat der Landesfußballverband vor allem die Landesklasse mächtig durchgewirbelt. © dpa
Anzeige

Warnemünde und Graal-Müritz jubeln über Wechsel in die West-Staffel. Landesklassen werden ganz neu geordnet.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Rostock. Überraschungen hat es bei der Staffeleinteilung des Landesfußballverbandes (LFV) MV für die Saison 2018/19 gegeben, die gestern veröffentlicht wurde. So werden die Landesligisten aus der Region aufgeteilt. Der SV Warnemünde und der TSV Graal-Müritz wechseln aus der Ost- in die West-Staffel, wo auch der Doberaner FC spielen wird. Dagegen müssen der PSV und Aufsteiger SV Hafen Rostock im Osten antreten. Richtig durcheinandergewirbelt wurden die Landesklassen.

Unterdessen hat der LFV alle Klubs auf Landesebene aufgefordert, darüber abzustimmen, ob die Staffeln wieder von jeweils 16 auf 14 Teams reduziert werden sollen.

Mit dem 1. Juli sind außerdem Änderungen in verschiedenen Ordnungen in Kraft getreten. Die Wichtigste: An den Pokalspielen auf Landesebene ist jeweils nur die erste Mannschaft eines Vereins bei Abschluss einer Teilnahmevereinbarung mit dem LFV startberechtigt.

Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern hat die Staffeleinteilung vorgenommen - so sehen die Ligen aus!

Zur Galerie
Anzeige

Landesliga West

Abteilungsleiter Reinhard Kempert vom TSV Graal-Müritz war gestern Nachmittag überglücklich, als er die Nachricht am OZ-Telefon erfuhr: „Wir freuen uns riesig, dass wir wieder im Westen spielen dürfen und deutlich kürzere Reisewege haben werden. Das hebt gleich meine Arbeitsmoral“, meinte der 60-Jährige. „Vielen Dank an den LFV.“

Wie die Graal-Müritzer hatte auch der SV Warnemünde einen Antrag auf Staffelwechsel gestellt. Der Wunsch wurde wohl erhört. Deshalb gab sich Abteilungsleiter Andreas Hötschkes erfreut. „In der West-Staffel zu spielen, das wird eine reizvolle Aufgabe. Viele der Vereine haben schon in der Verbandsliga gespielt oder sogar höher wie der FC Schönberg“, sagte der Rostocker. Schade findet er, dass es keine Derbys gegen Hafen oder den PSV Rostock geben wird.

Landesliga Ost

Nachdem klar wurde, dass der PSV Rostock als Tabellenletzter der Vorsaison nicht absteigen muss, rechnete Trainer Jan Krüger damit, weiter im Osten zu spielen. Er sagt: „Wir sind sportlicher Absteiger und hatten schon für die Landesklasse geplant. Wir sehen es als zweite Chance, dass wir weiter in der Landesliga spielen und können nur gewinnen.“

Der PSV darf drinbleiben, weil sich nach Gnoien und Bölkow auch der TSV Friedland aus dem Landesspielbetrieb zurückgezogen hat (die OZ berichtete). Deshalb gibt es keinen Absteiger aus der Verbandsliga und mit der TSG Gadebusch nur einen aus den beiden Landesligen. PSV-Abteilungsleiter Dany Yersin meint: „Trotz des späten Zeitpunkts der Bekanntgabe sind wir sehr glücklich, weiter in der zweithöchsten Landesspielklasse antreten zu können.“

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Die Rostocker wollen in der kommenden Tagen einige Neuzugänge bekanntgeben. „Sechs bis sieben Spieler werden uns verstärken“, sagt Coach Jan Krüger. Allerdings muss er auch mehrere Abgänge ersetzen, darunter gestandene Spieler Denny Schäfer (geht zum SV Warnemünde) und Markus Bergmann, der sich eine Auszeit nehmen will.

Beim Lokalrivalen SV Hafen hätte sich der neue Trainer Johannes Reske (kommt vom Doberaner FC) gewünscht, der West-Staffel zugeordnet zu werden. „Aber wir nehmen es sportlich, konnten es uns nicht aussuchen“, kommentierte er die Staffeleinteilung.

Verbandsliga

Ganz glücklich sind die Verantwortlichen des SV 90 Görmin mit dem Verbleib in der Verbandsliga nicht. Stefan Damm, der Co-Trainer, gesteht: „Wir müssen uns an die Regularien des Verbandes halten. Ein Verzicht auf die Verbandsliga hieße für uns, dass wir wie Gnoien und Friedland einen fußballerischen Neustart beginnen und in der Kreisliga weiterspielen müssten.“ Das wolle der Verein aber nicht. Man habe den sportlichen Abstieg akzeptiert und fortan für die Landesliga personell und finanziell geplant. „Wir müssen nun in den sauren Apfel beißen und umdisponieren“, sagt Damm.

Landesklasse III

Völlig neu zusammengestellt vom LFV wurden die vier Landesklassen. Zumindest die meisten Teams aus der Region freut das. Sie wurden alle in die Gruppe III eingeteilt, werden dort viele Lokalduelle haben und die Fahrtwege sind nicht zu lang.

Richtig erleichtert war Abteilungsleiter André Kluwe vom TSV Einheit Tessin. „Wir hatten einen Wechsel in die Staffel I beantragt. Dass wir fortan in der veränderten Landesklasse III wieder gegen die Rostocker Teams spielen werden, ist eine tolle Sache. Die Reisewege sind deutlich kürzer, die Gegner attraktiver“, begründet er. Ähnlich sieht das TSV- Coach Christian Thoms, der meint: „Wir sind sehr glücklich, auch wenn die Staffel stärker sein wird als unsere vorherige.“

Trainer Tom Wilhelm von der SG Warnow Papendorf freut sich auf „viele Derbys, besonders gegen Bentwisch und Tessin“. Er erwartet eine spannende Serie. Wilhelm plädiert für eine Reduzierung der Staffeln auf jeweils 14 Mannschaften. „Sonst ist die Saison zu lang und die Belastung zu hoch.“

Sein Trainerkollege Andi Matthews vom Mulsower SV äußerte sich ähnlich. „Am Ende der abgelaufenen Saison waren wir übersättigt. 30 Punktspiele sind zu viel, denn dazu kommen ja noch Pokal-und Testspiele.“

In Sachen Staffeleinteilung waren die Kirch Mulsower auf alles eingestellt. „Wir liegen halt an der Grenze. Die neue Staffel III ist sehr stark besetzt. Unser Ziel kann es dort nur sein, nichts mit dem Abstieg zu tun zu bekommen“, sagt der 47-Jährige.

Der Saisonstart im Land erfolgt am zweiten August-Wochenende.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Mecklenburg Vorpommern
Sport aus aller Welt