Guter Griff: VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe mit dem neuen Trainer Andries Jonker. Guter Griff: VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe mit dem neuen Trainer Andries Jonker. © dpa
Guter Griff: VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe mit dem neuen Trainer Andries Jonker.

Rebbe: Das sind Jonkers Qualitäten

Ein bisschen kann sich Olaf Rebbe in diesen Tagen nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen zurücklehnen. Der VfL steckt zwar weiterhin mittendrin im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga, aber der Trend stimmte zuletzt. Ein Verdienst von Andries Jonker, den der VfL-Sportdirektor in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Wolfsburg gelotst hat. Drei Qualitäten, sagt Rebbe, zeichnen den Holländer besonders aus.

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Jonker kann Spieler überzeugen: Nach dem Sieg in Leipzig sagte Rebbe ganz beiläufig folgenden Satz: „Das war überzeugend, weil die Spieler überzeugt waren.“ Was der Sportdirektor damit meinte: Jonker hat es sehr schnell geschafft, den Schlüssel zu jedem einzelnen Spieler zu finden. „Andries ist selbstbewusst und eben voll und ganz überzeugt von dem, was er tut. Das vertritt er eins zu eins auch gegenüber der Mannschaft“, sagt der 38-Jährige, der seine Aussagen nicht als Kritik an Ex-VfL-Trainer Valérien Ismaël verstanden wissen möchte.

Jonker ist ein Perfektionist: Der Holländer ist ein akribischer Arbeiter. „Bei ihm gibt es keine Fehlertoleranz“, so Rebbe. Immer wieder unterbrach der 54-Jährige in seinen ersten Tagen in Wolfsburg die Trainingseinheit und korrigierte Dinge. „Er redet nicht um den heißen Brei herum, sondern sagt, was ihm nicht passt“, lobt Wolfsburgs Sportdirektor.

Jonker hat einen klaren Plan: Zweimal lässt der langjährige Co-Trainer von Hollands Star-Trainer Louis van Gaal vor den Spielen meist geheim trainieren, fast immer ist das am Donnerstag und am Freitag der Fall. In der ersten nicht öffentlichen Einheit der Woche wird auf dem Platz elf gegen elf gespielt. Die A-Elf fürs Wochenende steht dann meist fest, und die B-Elf agiert in diesem Training so, wie Jonker glaubt, dass der Gegner agiert. Zudem legt der neue VfL-Coach fest, wer was bei den Standards zu tun hat. Am Abend vor den Spielen folgt dann seine Ansprache ans Team, am Morgen des Spieltags wiederholt er das noch einmal, fügt manchmal noch ein paar Dinge hinzu. Wichtig für ihn: Seine Ansprachen sind kurz und knackig - und kommen auf den Punkt.

Jonker ist gradlinig: Am Samstag gegen Darmstadt hatte VfL-Eigengewächs Maxi Arnold keinen guten Tag erwischt. Zur Pause nahm Jonker den Publikumsliebling und Leistungsträger runter. Rebbe: „Er setzt die Dinge konsequent um, die Spieler wissen immer, wo sie gerade bei ihm stehen.“ Der Sportdirektor, dessen VfL-Zukunft auch mit dem Erfolg des neuen Coaches verknüpft sein dürfte, lobt: „Ich bin überzeugt von diesem Trainer und der Trainer als auch ich sind überzeugt von dieser Mannschaft.“ Das Team befinde sich auf dem aufsteigenden Ast - und es werde sich im Abstiegskampf behaupten, „weil Andries weiß, wie man die Dinge jetzt anpacken muss“.

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