Benjamin Chatton ist nicht länger Geschäftsführer der TSV Hannover-Burgdorf. Benjamin Chatton ist nicht länger Geschäftsführer der TSV Hannover-Burgdorf. © Florian Petrow
Benjamin Chatton ist nicht länger Geschäftsführer der TSV Hannover-Burgdorf.

Recken-Hammer: Geschäftsführer Benjamin Chatton wirft bei der TSV Hannover-Burgdorf hin

Nach Sportbuzzer-Informationen wird Benjamin Chatton den Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf nach der Saison verlassen.

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Diese Nachricht schlug ein. Geschäftsführer Benjamin Chatton, mit dessen Namen der stetige Aufschwung der Handball-Recken untrennbar verbunden ist, verlässt Knall auf Fall die TSV Hannover-Burgdorf. Nur noch bis zum Saisonende wird er seinen Entscheider-Posten beim Bundesligisten und der neuen TSV-Heimstätte Tui-Arena ausüben. „Ich habe mich entschlossen, zum ersten Mal eine berufliche Herausforderung außerhalb des Handballkosmos anzunehmen“, sagte Chatton zu seinen Gründen. Doch hinter der Entscheidung steckt viel mehr.

Einschätzung zur Trennung von Benjamin Chatton und der TSV Hannover-Burgdorf

Kai Häfner: "Damit war überhaupt nicht zu rechnen"

Gestern Morgen hat der 37-Jährige die Bundesliga-Mannschaft von seinem Vorhaben unterrichtet – und hatte sie damit – wie die meisten anderen – arg überrascht. „Damit war überhaupt nicht zu rechnen“, sagte Kapitän Kai Häfner. Und Linksaußen Timo Kastening findet es „superschade, und ich bin traurig“.

Für den Recken-Vorstand kam der Schritt Chattons nicht ganz so überraschend. „Benjamin ist bereits vor einiger Zeit mit seinem Anliegen auf uns zugekommen“, sagt Aufsichtsratsmitglied Hanno Staab. Und darum habe man gestern auch bereits zwei Nachfolger für den umsichtigen und umtriebigen Ge­schäftsführer präsentieren können. „Wir haben uns be­wusst zwei ausgesucht, die den Verein genau kennen“, sagte Staab. Eike Korsen, bisher für Marketing und Vertrieb bei den Recken zuständig, wird neuer Geschäftsführer. Sven-Sören „Smöre“ Christophersen, derzeit noch Bundesliga-Spieler, wird Sportlicher Leiter.

Chatton ist ein Verlust, aber auch eine "neue Möglichkeit"

Christophersen dürfte somit der einzige TSV-Profi sein, der vorab in die Pläne Chattons eingeweiht war. „Jeder muss für sich die neue Situation verarbeiten. Der Prozess geht nun über Wochen, und er wird sicher nicht in zwei Tagen abgeschlossen sein“, sagte der 33-jährige Rückraumspieler, „ich freue mich auf die neue Möglichkeit, und ich spüre die Zuversicht von Seiten des Vereins.“ Christophersen weiß aber auch: „Sicher hat Benni großartige Arbeit ge­leistet. Aus Vereinssicht ist das ein großer Verlust. Der Wechsel schafft nun aber auch neue Möglichkeiten.“ Er sei jetzt 15 Jahre Profi und könne in der neuen Konstellation seine Erfahrungen einbringen.

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Das neue Duo strotzt vor Ehrgeiz

„Eine Herzensangelegenheit“ sind die Recken für Korsen. Der 34 Jahre alte Di­plom-Kaufmann arbeitet seit zehn Jahren für die TSV. Er­fahrungen hatte er vorher beim TBV Lemgo und der SG Flensburg-Handewitt ge­sammelt. „Die Zusammenarbeit mit Benjamin Chatton war sowohl auf persönlicher als auch fachlicher Ebene eine ganz besondere Zeit für mich“, so Korsen, „das Vertrauen des Vereins empfinde ich als großen Ansporn, die nächsten Schritte der Re­cken-Entwicklung gemeinsam anzugehen. Das ist eine Herausforderung. Wir wollen und werden mit dem gleichen Ehrgeiz, dem gleichen Herzblut weiterarbeiten.“ Nur eben in neuen Rollen.

Auch Korsen weiß, in welch große Fußstapfen er treten wird. Chatton hat bei den Recken enorm viel be­wegt. Dafür gab es gestern noch einmal ein großes Lob von Recken-Mäzen Bernd Gessert: „Benjamin Chatton ist und bleibt der beste Manager der ersten Handball-Liga. Eike Korsen und ,Smöre’ Christophersen werden diese gute Arbeit weiterführen.“

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Papenburg: "Chatton hat ohnehin zu 90 Prozent für die Recken gearbeitet"

Alle Recken sind traurig über den Abgang von Chatton. Doch es gibt eine weitere Story rund um den Abschied. Offiziell mag Noch-Geschäftsführer Chatton zwar aufgrund einer neuen He­rausforderung das Arbeitsverhältnis aufgekündigt haben, aber es ist auch ein offenen Geheimnis, dass das Verhältnis des 37-Jährigen zu Tui-Arena-Eigner Günter Papenburg zerrüttet ist. Seit etwas mehr als einem Jahr war Chatton nicht nur Chef bei den Recken, sondern auch Geschäftsführer der Tui-Arena. Auch das will er nicht mehr sein.

Während sich Chatton gar nicht zu möglichem Ärger mit dem Arena-Eigner äußern wollte, erklärte Papenburg vielsagend: „Für uns ändert sich nicht viel, Chatton hat ohnehin zu 90 Prozent für die Recken gearbeitet.“ Also nur zehn Prozent für Papenburgs Tui-Arena? Ein fieser Seitenhieb gegen den Manager. Gleichsam betonte Papenburg aber auch, dass er es „für die Recken schon be­dauere. Benjamin Chatton hat dort große Aufbauarbeit geleistet. Für die Recken ist es insgesamt sehr schade, dass er aufhört.“

Sicher ist immerhin: Die Arena bleibt der Hauptspielort der Recken, auch ohne Chatton.

Region/Hannover TSV Hannover-Burgdorf sportmix

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