06. Februar 2019 / 18:10 Uhr

Hannovers Handball-Recken strecken sich für eine bessere Rückrunde

Hannovers Handball-Recken strecken sich für eine bessere Rückrunde

Carsten Schmidt
Geglückte Parade: Recken-Torwart Urban Lesjak  strebt in der Rückrunde mehr Erfolgserlebnisse dieser Art an.
Geglückte Parade: Recken-Torwart Urban Lesjak  strebt in der Rückrunde mehr Erfolgserlebnisse dieser Art an. © Flo Petrow
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Die Bilanz von Torwart Urban Lesjak ist ausbaufähig, aber er gibt sich optimistisch. In Hannovers Tor stehen Änderungen bevor. Donnerstag ist ein Sieg in der Handball-Bundesliga gegen Stuttgart Pflicht.

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Die Erwartungen waren groß. „Wir wollen besser abschneiden als im Vorjahr“, sagte Urban Lesjak am 12. Juli 2018 beim Trainingsauftakt der Recken. Der Slowene war vom RK Celje aus seiner Heimat in die deutsche Bundesliga gewechselt – die „beste Handball-Spielklasse der Welt“, wie der 28-Jährige voller Vorfreude sagte. Seine Hoffnungen: ambitioniert, weil die TSV Hannover-Burgdorf zuvor mit dem sechsten Platz, der Finalteilnahme im DHB-Pokal und der Quali für den EHF-Cup die erfolgreichste Saison der Klubgeschichte absolviert hatte.

Sieben Monate später, zum Start in die zweite Bundesliga-Saisonhälfte am Donnerstag (19 Uhr, Tui-Arena) gegen den TVB Stuttgart, spricht Lesjak von „Höhen und Tiefen“, die er in Hannover bisher erlebt hat. „Der erneute Einzug ins Final-Four und die Erfolge gegen Lissabon im EHF-Cup waren Höhepunkte“, sagt der slowenische Nationaltorwart. Die angepeilte Steigerung in der Bundesliga allerdings müssen sich Lesjak und seine Kollegen als derzeitiger Tabellen-14. abschminken. Zunächst gilt es einen guten Start mit 4:0 Punkten gegen Stuttgart und eine Woche später in Ludwigshafen zu erwischen. Dann wären die Negativserie mit sieben Pleiten in Folge und ein Rutsch in die Abstiegszone kein Thema mehr.

Bilder von der Challenge zwischen den Wasserballern von Waspo98 Hannover und den Handballern der TSV Hannover-Burgdorf

Ilija Brozovic von den Recken sucht die Lücke. Zur Galerie
Ilija Brozovic von den "Recken" sucht die Lücke. ©
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Viele Spiele knapp verloren

Lesjak analysiert: „Wir haben viele Spiele knapp verloren, manche gegen starke Gegner, manche leichtfertig.“ Wie beim gesamten Team gibt es auch für Lesjak Steigerungspotenzial. Der Slowene hat zwar mehr Einsatzzeit (11:14 Stunden) als Kollege Martin Ziemer (7:44), die langjährige Nummer eins der Recken, doch die Prozentzahlen abgewehrter Würfe sind sowohl bei Lesjak (25,81) als auch bei Ziemer (20,63) unterer Ligaschnitt – und noch schwächer als die Werte des im Sommer zu den Füchsen Berlin gewechselten Malte Semisch (26,32), der in der Hauptstadt im Schatten von Nationaltorhüter Silvio Heinevetter steht.

Daher ist es keine Überraschung, dass Ziemers auslaufender Vertrag nicht verlängert wurde, zumal er mit 35 Jahren auf den Karriereherbst zusteuert. Der Nachfolger des Routiniers steht schon fest – Domenico Ebner aus Bietigheim. „Er ist ein junger Spieler mit Schwankungen, wie sie in dieser Phase normal sind“, sagt Recken-Trainer Carlos Ortega über den 24-Jährigen. „Er ist aber hungrig und talentiert.“

So lief der Trainingsauftakt der Recken

Carlos Ortega gibt Anweisungen. Zur Galerie
Carlos Ortega gibt Anweisungen. ©

Sein Vertrag läuft bis 2020

Das zeigte Ebner (29,51 Prozent Bälle abgewehrt) insbesondere im November 2018 in der Tui-Arena, als er mit seinen Paraden maßgeblichen Anteil am 27:26-Sieg der Bietigheimer hatte. Lesjak freut sich auf den Bald-Mitspieler, sei „offen für den neuen Kollegen“ und freue sich auf die Zusammenarbeit. Sein eigener Vertrag läuft bis 2020: „Ich arbeite hart.“ Der Einsatz im Training scheint erste Früchte zu tragen. Ortega lobte die Defensive, das Sorgenkind der ersten 19 Bundesliga-Spiele, vor dem Start gegen Stuttgart ausdrücklich. „Wir haben viel Abwehr trainiert“, verrät der Spanier. „Das hat sich in den Vorbereitungsspielen schon bezahlt gemacht. Ich war zufrieden.“

Das ist auch gut für Lesjak. Der Torwart: „Es hilft nicht, zurückzuschauen. Ich gehe positiv gestimmt in die anstehenden Spiele.“ Eine gute Voraussetzung für die Bilanzoptimierung – die eigene und die des Teams.

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