24. August 2018 / 11:52 Uhr

"Viele Emotionen und Nervosität": Recken starten gegen Gummersbach - mit Häfner?

"Viele Emotionen und Nervosität": Recken starten gegen Gummersbach - mit Häfner?

Carsten Schmidt
Recken-Trainer Carlos Ortega gibt Zeichen.
Recken-Trainer Carlos Ortega gibt Zeichen. © Sielski-Press
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Am Sonntag (16 Uhr) starten die Recken der TSV Hannover-Burgdorf gegen den VfL Gummersbach in die neue Bundesliga-Saison. Ob Trainer Carlos Ortega, der zurzeit Besuch aus der japanischen Handball-Liga an der Leine bergüßt, auf Nationalspieler Kai Häfner setzten kann, ist allerdings fraglich.

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Der Auftakt in die neue Spielzeit bietet für Recken-Trainer Carlos Ortega viel Vertrautes. Der Handball-Bundesligist hat derzeit Besuch von Toyoda Gosei, einem Klub aus der ersten japanischen Handball-Liga. Im fernöstlichen Inselreich ge­nießt der Spanier ein ho­hes Ansehen seit seiner Zeit als Nationaltrainer (2016 bis 2017), deshalb verfolgten die Ja­paner aufmerksam die Einheiten, mit denen sich die Recken auf ihr Auftaktspiel in Gummersbach (Sonntag, 16 Uhr) vorbereiteten. Und bei Toyota Gosei ist zudem Victor Lopez Romero aktiv, der Rechtsaußen stammt wie Or­tega aus Malaga.

Ein Déjà-vu zum Saisonauftakt?

Ein Déjà-vu für den Coach und seine Profis gibt es auch mit dem ersten Liga-Konkurrenten. Die Gummersbacher waren in der Vorsaison letzter Recken-Kontrahent, zu­dem trafen beide Teams in der Vorbereitung zweimal aufeinander. Alle drei Partien gewannen die Hannoveraner. „Das sagt aber gar nichts aus“, betonte Ortega, „Gummersbach hat sich in der Offensive verstärkt.“ Damit meint der Spanier die kroatischen Spieler Drago Vukovic, und Ivan Martinovic sowie den Iraner Pouya Norouzi.

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Häfner-Einsatz gegen Gummersbach fraglich

Ortegas Vorsicht resultiert auch aus einer eigenen Personalie: Kai Häfner fehlte sowohl beim letzten Vorbereitungsspiel in Kiel als auch bei den Pokalspielen in Altenholz am Vorwochenende. Der Kapitän hatte zuletzt Probleme mit der Bauchmuskulatur. „Ich arbeite daran, dass ich am Wochenende spielen kann“, sagte der 29-jährige Nationalspieler.

Er traute seinen Kollegen aber einen geglückten Start zu, selbst wenn es für ihn nicht bis zum Spiel reicht. „Das Team ist stark genug, um trotzdem zu dort bestehen zu können“, sagte Häfner und zerstreute zudem Befürchtungen um seine Fitness: „Ich habe die übrigen Tests mitgemacht, die Kleinigkeiten jetzt werden sich finden.“

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Nachwuchstalent Krone ist "die positive Überraschung"

Das Fragezeichen hinter Häfners Einsatz schafft für die Recken gewisse Personalprobleme auf der rechten Seite. Routinier Torge Jo­hannsen (35), ein weiterer Linkshänder, fehlt auf jeden Fall nach seiner Ellenbogen-Operation. So sind Timo Kastening und der slowenische Neuzugang Nejc Cehte derzeit gesetzt, Ortega bescheinigt aber Jannes Krone (21) aus dem Erweiterungskader, dass er „sehr gut trainiert hat und die positive Überraschung der Vorbereitung ist“.

Im rechten Rückraum dürfte Malte Donker eine Chance bekommen, falls Häfner fehlt. „Er ist stark in der Abwehr“, sagte Ortega. Doch dem 20-Jährigen fehlt aufgrund von Schulterpro­blemen die offensive Wucht, die Häfner sonst ins Spiel bringt.

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Recken spüren "viele Emotionen und auch Nervosität"

Unabhängig von Personalsorgen spüren der Kapitän und der Trainer „viele Emotionen und auch Nervosität“ vor dem Start. „Das ist anders als Freundschaftsspiele“, sagte Häfner. Ortega ergänzte: „Wir freuen uns.“

​"Diese Belastung haben alle Topteams"

Gerade Häfner steht vor einer intensiven Saison mit zusätzlichen Spielen im Europacup sowie der Heim-WM mit der deutschen Auswahl. „Natürlich sind das viele Spiele. Aber wir haben in der Vorbereitung die konditionelle Grundlage für diese Saison gelegt“, sagte der Recken-Kapitän, „man muss das aber eher positiv sehen. Jeder will doch international mit seinem Verein oder der Nationalmannschaft spielen.“ Ortega resümierte: „Diese Belastungen haben alle Topteams.“ Dass dieses jetzt auch auf die Recken zuträfe, zeuge doch von einer guten Entwicklung.

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