21. Dezember 2017 / 10:00 Uhr

Regionalliga-Bilanz: Bautzner überwintern vor Neugersdorfern

Regionalliga-Bilanz: Bautzner überwintern vor Neugersdorfern

Jürgen Schwarz
Manfred Weidner (l.) und Torsten Gütschow.
Manfred Weidner (l.) und Torsten Gütschow. © Worbser / Imago
Anzeige

Die beiden Lausitzer Regionalligisten blicken zum Jahresende auf eine gemischte Hinrunde zurück und haben 2018 reichlich zu tun.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Dresden. Auf den Plätzen zehn und 13 sind Budissa Bautzen und der FC Oberlausitz Neugersdorf in die Winterpause der Fußball-Regionalliga Nordost gegangen. Am ersten Rückrunden-Spieltag, der noch 2017 ausgespielt wurde, gewannen die Bautzener das Derby mit 3:0 und schoben sich an den Neugersdorfern vorbei. Budissa hat 24 Punkte auf dem Konto, der FCO 23. Unangefochtener Spitzenreiter der Liga ist Energie Cottbus (50 Zähler), gefolgt vom BFC Dynamo (36) sowie Wacker Nordhausen und Lok Leipzig (jeweils 30). Abgeschlagen am Tabellenende rangiert der FSV Luckenwalde mit nur fünf Punkten aus 18 Partien.

Budissa hat sechs Siege, sechs Unentschieden und sechs Niederlagen zu Buche stehen. In neun Partien blieben die Spreestädter ohne Gegentor, in zehn Heimpartien kassierten sie nur eine Niederlage. Auswärts buchten beide Vereine jeweils nur sieben Zähler auf ihr Konto. Saisonübergreifend blieben die Neugersdorfer knapp ein Jahr ohne Auswärtssieg, was letztendlich Trainer Vragel da Silva den Job kostete. Immerhin steht der FCO im Pokal-Halbfinale und gilt dort gegen Landesliga-Aufsteiger Radebeuler BC als haushoher Favorit. Budissa war im Viertelfinale an Liga-Kontrahent Chemie Leipzig gescheitert. „Ohne dieses Pokal-Aus wäre es bisher für uns eine fast perfekte Saison“, sagt Martin Kolan. Der Ex-Kapitän übernahm vor der Saison den Posten des sportlichen Leiters und formte zusammen mit Cheftrainer Torsten Gütschow ein funktionierendes Team.

DURCHKLICKEN: Sachsenpokal-Viertelfinale zwischen Chemie und Budissa

Zur Galerie
Anzeige

Keiner trifft wie Dadashov

Im Schnitt kamen in Bautzen 566 Zuschauer ins Stadion Müllerwiese. Die meisten Besucher wurden beim Heimspiel gegen Chemie Leipzig gezählt (1354). Zuschauerkrösus sind die Cottbuser mit 5428 Besuchern pro Heimpartie. Auf den Plätzen folgen Lok (3323) und Chemie Leipzig (2644). Auf dem letzten Rang finden sich die Neugersdorfer mit nur 159 Zahlenden pro Heimpartie wieder. Den besten Zuspruch in der Sparkassen-Arena fand das Derby gegen Bautzen (3:0) zum Saisonstart mit 948 Zahlenden. Die bisher größte Kulisse wurde bei der Partie zwischen Cottbus und Verfolger BFC Dynamo mit 8102 Zuschauern registriert.

Die Liga-Torschützenliste wird von Rufat Dadashov vom BFC Dynamo angeführt. Der 26 Jahre alte Nationalstürmer Aserbaidschans erzielte 19 Treffer. Budissas erfolgreichster Torschütze ist Tony Schmidt. Der gebürtige Dresdner, der vor dieser Saison aus Koblenz kam, traf fünfmal ins Schwarze und war zweifellos der herausragende Offensivspieler in den Reihen der Bautzener. Beim FCO war Josef Marek mit immerhin neun Treffer der erfolgreichste Schütze.

Fortgesetzt wird die Meisterschaft ab dem 27. Januar 2018. Das ist der erste Nachholtermin im neuen Jahr. Ob dann auch Bautzen in Neustrelitz und die Neugersdorfer zu Hause gegen Auerbach „nachsitzen“ müssen, ist noch nicht entschieden. Erstmals können die Fans einige Budissen und Neugersdorfer am 6. Januar 2018 beim Landskron-Cup wieder unter die Lupe nehmen. Die Bautzener treffen in der Gruppe A auf Einheit Kamenz und Eintracht Niesky. In der Gruppe B spielen der FC Oberlausitz, der Oberliga-Spitzenreiter Bischofswerda und der Sieger vom SZ-Pokal (27.12.). Beide Turniere finden in der Bautzner Mehrzweckhalle am Schützenplatz statt.

Mehr zum Thema

Trainersuche in Neugersdorf

„Alles entscheidend ist die körperliche Fitness, egal in welcher Liga man spielt. Wir müssen 90 Minuten gehen können und dementsprechend werden wir uns wieder vorbereiten“, sagt Gütschow. Nur einmal habe seine Mannschaft bisher „auf ganzer Linie versagt“, meint der 55-Jährige: „Beim 0:5 in Berlin gegen den BFC“. Personelle Veränderungen soll es in der Winterpause geben, „aber sie werden sich in überschaubarem Rahmen bewegen“. Gütschow geht von mindestens zwei Abgängen aus, Namen will der Coach noch nicht nennen. „Wir werden die freien Plätze mit Offensivspielern besetzen. Gespräche laufen, aber unterschrieben ist noch nichts.“

In Neugersdorf sollte dagegen die Trainersuche im Vordergrund stehen. Mit der Rückkehr von Manfred Weidner auf den Trainerstuhl war Präsident Ernst Lieb kein Risiko eingegangen. Schließlich hatte Weidner den FCO aus der Landes- bis in die Regionalliga geführt und war 2015 zum Sportchef berufen worden. Wie lange er nun coachen wird, steht noch nicht fest. „Wir haben Zeit und müssen nichts überstürzen. Vielleicht kommt ein neuer Trainer auch erst zur kommenden Saison“, sagt Weidner. Aus finanzieller Sicht würde das sogar Sinn machen, schließlich bezieht da Silva noch bis Saisonende sein Gehalt.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Dresden
Sport aus aller Welt