Der Mann des Tages: Gary Noel Der Mann des Tages: Gary Noel © John Luca Garve
Der Mann des Tages: Gary Noel

Regionalliga-Derby mit Nachwehen: Eichede hadert, VfB atmet auf

Außerdem: Die große Bildergalerie zur Flutlicht-Partie

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Um 23.23 Uhr verließen Trainer Martin Steinbek, Co-Trainer Leif Löding und der Vereinsvorsitzende Olaf Gehrken die Lohmühle. Noch lange diskutierten die Verantwortlichen des SV Eichede im VIP-Bereich über die unglückliche 0:1-Niederlage beim VfB Lübeck. Pechvogel war Verteidiger William Wachowski, der vor dem späten Gegentor von Gary Noel über den Ball haute.

Eichedes Kapitän Nico Fischer bezeichnete die Pleite als extrem bitter. „Diese war vermeidbar. Wir hatten zweimal Aluminium und hätten in Führung gehen können. Es fehlte das Quäntchen Glück und hat an das Hinspiel erinnert“, sagte er. SVE-Torwart Julian Barkmann, der einen dicken Cut am linken Kopf nach einem Schuss von Büyükdemir davon zog, fand: „Das ist sehr ärgerlich. Wie wir gefightet haben, kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Wir waren einmal nicht wach. Das ist bitter.“ Auch Stürmer Mats Facklam, neben Barkmann bester Eicheder, war geknickt. „Wir haben gut mitgespielt und hatten Chancen“, meinte er. Mit der 19. Saisonniederlage rückt das angestrebte Ziel Klassenerhalt immer mehr in weitere Ferne. Auch weil der Dorfklub nur noch fünf (schwere) Spiele vor der Brust hat. „Warum sollten wir uns jetzt aufgeben?“, räumte Facklam jedoch ein. „Wir wollen weiter Spaß haben, die Regionalliga genießen und werden gucken, was dann noch geht.“

Fischer versprach, dass das Schlusslicht weiter Gas geben und mutig spielen werde. In der nächsten Woche ruht aber die Regionalliga. Für die Eicheder steht dann das Halbfinale im SHFV-Landespokal beim unterklassigen SH-Ligisten Heider SV (Ostersonnabend, 15 Uhr) an. „Das ist ein absolutes Highlight. Die Hütte wird voll sein. Wir müssen wieder alles abrufen“, blickte „Fischi“ voraus. Es winkt der erstmalige Einzug in der Vereinsgeschichte in den DFB-Pokal. Voraussetzung ist, dass die Stormarner gewinnen und Holstein Kiel im zweiten Semifinale am 25. April beim VfB Lübeck (18 Uhr) ebenfalls gewinnt und unter die ersten Vier in der dritten Liga kommt. Steinbek will sein Team ab Montag auf diese große Chance vorbereiten. Die Heider hat er beim 2:0 gegen den Oldenburger SV beobachtet und per Video aufnehmen lassen. Sein Nachfolger soll nach dem Heide-Spiel vorgestellt werden, sagte Gehrken, der für dieses Wochenende noch zwei Gespräche ankündigte.

Beim VfB Lübeck atmete man nach dem hart erkämpften Arbeitssieg durch. „Der Dreier tut gut“, sagte Moritz Marheineke, nachdem es zuletzt etwas holprig lief. „Ich bin stolz, dass wir gewonnen haben. Der Sieg ist verdient. Schon im ersten Durchgang hätten wir ein Tor machen müssen.“ Es sei ein Geduldsspiel gewesen. „Wir haben nichts zugelassen, waren aber auch nicht zwingend genug vorne.“ Der umjubelte Torschütze Noel sagte: „Man braucht auch das Glück.“ Nils Lange, der Co-Trainer der Zweiten, war unterdessen nicht traurig, dass er nicht eingewechselt wurde. „Zum einen hat es der Spielverlauf nicht ergeben und zum anderen wollen wir mit der Zweiten aufsteigen“, sagte „Nille“. Schon morgen treffen beide Teams in der Verbandsliga erneut aufeinander, wenn im „kleinen“ Derby der SVE II den VfB II empfängt (Ernst-Wagener-Stadion, 14 Uhr). Für die erste Mannschaft der Lübecker geht es erst am 22. April bei Hannover 96 II (13 Uhr) in der Liga weiter.

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