06. Dezember 2018 / 19:57 Uhr

Regionalliga-Reform: 1. FC Lok Leipzig will keine Fusion

Regionalliga-Reform: 1. FC Lok Leipzig will keine Fusion

LVZ
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Fans des 1.FC Lokomotive Leipzig
Martin Mieth: „Eine Fusion mit Thüringen und Bayern lehnen wir ab. Es gehen Derbys und Historie verloren – genau das macht die Faszination des Fußballs aber aus!“ © Archiv
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Die geplante Regionalliga-Reform sorgt für hitzige Debatten. Ab 2020 soll die Bundesrepublik in vier Regionalligen unterteilt werden. So könnte die bayrische mit der Nord-Ost-Regionalliga kombiniert werden. Das stößt beim betroffenen 1. FC Lok Leipzig auf Gegenwehr.

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Leipzig. Die geplante Regionalliga-Reform sorgt für hitzige Debatten in Fußball-Deutschland. Am Freitag wird sich das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit der Thematik auf einer Sitzung in Frankfurt auseinandersetzen und die verschiedenen Modelle diskutieren. Seit 2012 existieren in der vierthöchsten Spielklasse im deutschen Fußball fünf Staffeln. Nun wird diskutiert, wie diese angepasst werden können. Der Vorschlag: Ab 2020 soll die Bundesrepublik in vier Regionalligen unterteilt werden. Ein Diskussionspunkt dabei ist die Zusammenlegung der Ligen. So könnte die bayrische mit der Nord-Ost-Liga kombiniert werden. In Sachsen stößt das bei dem betroffenen 1. FC Lok Leipzig auf Gegenwehr.

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BFC Dynamo - 1. FC Lok Leipzig (1:0) Zur Galerie
BFC Dynamo - 1. FC Lok Leipzig (1:0) © Matthias Koch
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„Eine Fusion mit Bayern lehnen wir ab. Die Regionalliga hat nicht ohne Grund ,regional‘ im Namen. Da wird etwas auseinander gerissen, das zusammengehört. Es gehen Derbys und Historie verloren – genau das macht die Faszination des Fußballs aber aus“, so Martin Mieth, Geschäftsführer des Regionalliga Vereins, gegenüber dem Sportbuzzer. Der organisatorische Aufwand erhöhe sich für den Verein signifikant. Mieth weiter: „Auswärts nach Memmingen oder Illertissen zu fahren, wäre schwierig. Durch die langen Distanzen bei Auswärtsspielen geht die Attraktivität für Fans und Sponsoren verloren.“

Eine Lösung müsse man nun gemeinsam mit den Vereinen der 3. Liga finden. Für den Regionalligisten sei es zwar attraktiv, die 3. Liga auf 22 Vereine und fünf Absteiger aufzustocken, aber der gemeinsame Konsens müsse im Vordergrund stehen. Die Ablehnung dieses Modells von den Vereinen der dritthöchsten Spielklasse könne er nachvollziehen.

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Ein weiterer Diskussionspunkt bleibt das Mitspracherecht der Vereine und Verbände. „Dass eine ländlich geprägte Region wie unsere mit weniger Vereinen in der Abstimmung auch weniger zu sagen hat, stört mich. Das ist doch eine Milch-Mädchen-Rechnung, dass die städtischen Bereiche mehr Stimmrechte erhalten“, findet Loks Geschäftsführer. Der Wunsch der Leipziger Regionalliga-Mannschaft ist hingegen sehr deutlich, wenn auch nicht einfach umzusetzen: „Wir bevorzugen alle Modelle, welche die Regionalliga Nordost erhalten und dem Meister einen direkten Aufstieg garantieren.“

Tilman Kortenhaus

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