01. Dezember 2017 / 21:49 Uhr

Regionalliga-Reform: NOFV-Drittligisten gegen Grindel-Vorschlag

Regionalliga-Reform: NOFV-Drittligisten gegen Grindel-Vorschlag

dpa
Urteil im Fall: Grimma - Plauen
Regionalliga-Reform in der Kritik: Nicht akzeptabel sei eine Ungleichbehandlung der Regionalligaverbände in Sachen Aufstieg. © Archiv
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Die Auf- und Abstiegsregelung der Regionaliga erhitzt seit Jahren die Gemüter. Jetzt soll eine Reform her. Aber auch da gibt es viele verschiedene Meinungen. Proteste sind vorprogrammiert.

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Leipzig (dpa). Die sieben nordostdeutschen Drittligisten lehnen mit Blick auf die anstehende Auf- und Abstiegsreform der Regionalliga den Vorschlag von DFB-Präsident Reinhard Grindel vehement ab. «Oberstes Ziel ist und bleibt – und ganz offensichtlich muss dies nochmals so deutlich formuliert werden – dass es bei vier Absteigern aus der 3. Liga auch vier direkte Aufsteiger aus den Regionalligen geben muss!» schrieben der FC Carl Zeiss Jena, FC Hansa Rostock, 1. FC Magdeburg, Hallescher FC, FC Rot-Weiß Erfurt, Chemnitzer FC und FSV Zwickau am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung.

Grindel plädiert für zwei direkte Aufsteiger aus den Regionalligen West und Südwest. Die Meister aus dem Norden, Nordosten und Bayern sollen zwei weitere Aufsteiger ausspielen. Bisher sind sechs verschiedene Anträge aus den Regional- und Landesverbänden eingegangen, darunter auch die Reduzierung auf vier Regionalligen. Auf dem Außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) soll am 8. Dezember eine Entscheidung fallen. Seit Jahren gibt es Kritik, dass kein Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigt - von fünf steigen derzeit nur drei nach Relegationsspielen auf.

Die sieben Clubs des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) haben mit allen anderen Drittligisten der Regelung mit vier Drittliga-Absteigern zugestimmt. Nicht akzeptabel sei hingegen eine Ungleichbehandlung der Regionalligaverbände in Sachen Aufstieg. Es sei nicht im Sinne der Fairness, wenn nur einige Regionalverbände von einer Neuregelung profitieren, «während zum Beispiel die Drittligisten des NOFV im Falle eines Abstiegs weiterhin durch den Flaschenhals der Aufstiegsspiele müssten – hingegen andere Vereine aber direkt aufsteigen dürften», hieß es.

Das sei so, als würde in der WM-Vorrunde der Zweite der Gruppe A direkt ins Achtelfinale kommen, während der Zweite der Gruppe B noch ein Qualifikationsspiel bestreiten müsste. «Diese offenkundige Absurdität würde zudem auch an den Fanszenen der dann benachteiligten Clubs nicht vorbeigehen. So befürchten wir, dass nach einer für die NOFV-Vereine nachteiligen Neuordnung der Aufstiegsregelung die Diskussion in den Fanszenen und -kurven fortgeführt würde», schrieben die Clubs.

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