Philipp Rockahr (zweiter von rechts), hier noch im Trikot des VfV Hildesheim – und im Torjubel. Der Bremer SV freut sich auf einen erfahrenen Spieler. © Mario Nagel

Reichlich Bewegung im Kader

Der Bremer SV hat sich mit vielversprechenden Akteuren verstärkt und ist weiter auf der Suche

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Für Fabrizio Muzzicato ist er „ein Glücksfall“. Mit Philipp Rockahr begrüßte der Trainer des Bremer SV nun jedenfalls einen ziemlich erfahrenen Neuzugang, der das Niveau des amtierenden Doublesiegers noch ein bisschen anheben sollte. Einem breiteren Bremer Publikum bekannt wurde der Fußballer bereits vor gut einem Jahr, ausgerechnet auf dem Panzenberg. Denn der VfV Hildesheim war damals mit einem stark aufspielenden Philipp Rockahr zum Relegationsspiel angetreten.

Danach trennten sich die Wege zunächst, denn während der Bremer SV bereits 2015 am Aufstieg gescheitert war, hatte Hildesheim das Ticket für die Regionalliga gelöst. Im Winter der vergangenen Saison sollte für den 27-jährigen Angreifer der nächste „Aufstieg“ folgen, denn er wechselte in die Nähe von Hannover zum ambitionierteren TSV Havelse. Insgesamt absolvierte Rockahr auf diese Weise 27 Regionalliga-Spiele, in denen er vier Treffer erzielte.

Einer weiteren Zukunft in der vierten Liga stand eigentlich nichts im Weg, wäre da nicht Rockahrs in Bremen lebende Freundin. „Uns war schon länger bekannt, dass er hierher wechseln wollte“, sagt Fabrizio Muzzicato. Konkret wurde es, als der Bremer SV dem Linksaußen bei der Jobsuche in der IT-Branche behilflich sein konnte. Nun hat Philipp Rockahr eine Arbeitsstelle in Bremen – und einen neuen Verein hat er mit dem Bremer SV auch. Aber er ist nicht der einzige namhafte Kicker, den Muzzicato zuletzt in sein Team aufnehmen durfte.

Zuvor hatte der Verein ja bereits die Verpflichtung von Nils Laabs (VfB Oldenburg) und Torhüter Malte Seemann (Blumenthaler SV) vermeldet. Zudem schlossen sich in den vergangenen Wochen Tim Rieckhof und Salam Garaf (TuS Sulingen), Kerim Sahan (TB Uphusen), Yuri Kotyukov (1. FC Heimingen), Elmehdi Faouzi (U 19 Blumenthaler SV) und Melvin Sodji (U 19 BSV) dem Bremer SV an. Schließlich besteht nach wie vor Kontakt zu Alexander Arnhold. Der offensive Mittelfeldspieler trat zuletzt für den FC Verden 04 an, trug zuvor aber auch das Trikot des TB Uphusen und des TSV Ottersberg.

Es ist kein Wunder, dass den zahlreichen Zugängen auch Abgänge gegenüberstehen. Nach Michel Haskamp und Matheus Wild (TSV Lesum-Burgdamm), Kevin Kuhfeld (Lupo-Martini Wolfsburg) und Mats Kaiser (studienbedingter Abschied) werden auch Gökhan Aktas, Mert Bicakci und Dragan Muharemi (alle unbekannt) den Verein verlassen. „Und wahrscheinlich kommen noch weitere dazu“, sagt Muzzicato. Allerdings ist sich der Trainer seiner Sache nicht ganz sicher. Aktuell stehen nämlich gerade 22 Feldspieler und zwei Torhüter in seinem Aufgebot, und derzeit muss der BSV schon auf sieben, acht Spieler verzichten – aus privaten oder beruflichen Gründen, aufgrund von Verletzungen oder urlaubsbedingt. „Unsere 22, 23 Leute sind eigentlich nichts“, findet der BSV-Coach. Ein bisschen Bewegung könnte somit noch in den Kader kommen.

Dem positiven Verlauf der Vorbereitung vermochten die Wechselspiele bislang allerdings nichts anzuhaben. Nachdem der BSV sich dank eines 2:0 über TuS Sudweyhe gerade den Einzug ins Finale des Württemberg-Cups am kommenden Freitag in Ristedt gesichert hat, ist die Mannschaft noch unbesiegt. Dabei landete die Muzzicato-Elf unter anderem Siege über den TB Uphusen (2:0) und die SG Aumund-Vegesack (1:0). Gegen Eintracht Cuxhaven und die TSG Seckenhausen gewann der BSV jeweils glatt mit 4:0, lediglich die Partien gegen den TuS Sulingen (2:2) und den Heeslinger SC (1:1) endeten mit einem Remis.

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