19. August 2018 / 09:43 Uhr

Oliver Bierhoff nach WM-Debakel unter Beschuss: So will Reinhard Grindel die Nationalmannschaft umkrempeln

Oliver Bierhoff nach WM-Debakel unter Beschuss: So will Reinhard Grindel die Nationalmannschaft umkrempeln

Redaktion Sportbuzzer
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Verbandspräsident Reinhard Grindel (l.) geht auf Distanz zu DFB-Direktor Oliver Bierhoff.
Verbandspräsident Reinhard Grindel (l.) geht auf Distanz zu DFB-Direktor Oliver Bierhoff. © imago/Team 2
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Neue Ticketpreise, Schluss mit „Die Mannschaft“: DFB-Boss Reinhard Grindel will die deutsche Nationalmannschaft zurück zum Erfolg und wieder in die Herzen der Fans führen. Zu Oliver Bierhoff geht er auf Distanz. Joachim Löw erhält klare Vorgaben.

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Ticketpreise, Training, Spielweise, Kommunikation – und auch dem Slogan „Die Mannschaft“ geht es an den Kragen. Verbandsboss Reinhard Grindel formuliert nach dem WM-Debakel einen klaren Forderungskatalog an Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Dabei geht Grindel besonders zum Nationalmannschaftsmanager, der bei und nach der Weltmeisterschaft vor allem wegen der Wahl des Teamquartiers in Watutinki in die Kritik geraten war, auf Distanz.

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„Ich bin während der WM nicht nah genug an der Mannschaft gewesen, um sagen zu können, ob das Teamquartier nicht ausreichend war, ob es in den Abläufen Dinge gab, die nicht gut waren“, sagte Grindel im Interview mit der Bild am Sonntag: „Da erwarte ich auch von Teammanager Bierhoff, dass das Präsidium Einblicke in die Abläufe erhält. Wir als DFB-Delegation haben manches, was jetzt im Nachhinein aus Watutinki berichtet worden ist, während des Turniers nicht vermittelt bekommen."

Kritik an Kommunikation mit Bierhoff

So war Grindel offenbar nicht darüber informiert worden, dass sich die Verantwortlichen vor Ort dazu gezwungen fühlten, den Nationalspielern das WLAN abzudrehen, damit nicht so viel an der Playstation gezockt werden konnte. „Dass dort jemand Anlass gesehen hat einzugreifen, hätten wir schon gern gewusst“, sagte der DFB-Präsident und schlussfolgerte: „Wir müssen wieder intensiver miteinander reden.“

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Zudem kündigte Grindel an, dass Bierhoff durch die Installation eines Leiters der neuen DFB-Akademie und die Verpflichtung eines neuen Sportdirektors als Nachfolger von Horst Hrubesch „Entlastung“ bekommen werde: „Ansonsten muss er in den nächsten Monaten selbst überprüfen, ob er das alles leisten kann, das haben wir so auch verabredet.“

Schluss für „Die Mannschaft“

Als weitere Kritikpunkt an Bierhoff war in den vergangenen Wochen die vermeintliche Umwandlung der Nationalmannschaft in eine Marketingmaschine genannt worden. Auch hier will Grindel ansetzen und die Sympathien der Fans durch eine bodenständigere Außenwirkung zurückgewinnen: „Ich denke da an mehr öffentliche Trainingseinheiten, niedrigere Ticketpreise – bei den Anstoßzeiten sind wir leider durch unsere Verträge weniger flexibel. Und ich ­nehme auch wahr, dass an der Basis der Begriff ‚Die Mannschaft‘ als sehr künstlich empfunden wird. Auch das sollten wir auf den Prüfstand stellen.“

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Neben Bierhoff bekommt auch Löw vom DFB-Boss, der sich bei seinem eigenen Umgang mit der Erdogan-Affäre um Mesut Özil selbstkritisch zeigte, deutliche Vorgaben für den Neuaufbau. „Ich habe dem Bundestrainer signalisiert, dass es aus meiner Sicht tief greifender Veränderungen bedarf. Das meine ich weniger in personeller Hinsicht als mehr von der Art des Auftritts: mehr Einsatz, mehr Bereitschaft, alles zu geben, gepaart mit einer nachvollziehbaren Spielidee.“

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