22. Dezember 2017 / 00:00 Uhr

Richtenberg räumt Preis für Integration ab

Richtenberg räumt Preis für Integration ab

Ines Sommer
Detlef Müller, Vize-Chef des Landesfußballverbandes (M.), übergab Empor-Vorstandsmitglied Thomas Hojenski (r.) den Scheck, über den sich auch Bürgermeister Karldiether Wegner freut.
Detlef Müller, Vize-Chef des Landesfußballverbandes (M.), übergab Empor-Vorstandsmitglied Thomas Hojenski (r.) den Scheck, über den sich auch Bürgermeister Karldiether Wegner freut. © Foto: Privat
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Empor freut sich über 500 Euro der Braun-Stiftung / Trainingsanzüge und Kickerschuhe schon gekauft

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Richtenberg. Große Freude bei der Sportgemeinschaft Empor Richtenberg: Der Verein hat einen Preis für gelungene Integration abgeräumt. Und der ist mit 500 Euro von der Egidius-Braun-Stiftung des Deutschen Fußballbundes verbunden.

Über einen Fußballer der SG, der beruflich in der Betreuung junger Flüchtlinge tätig ist, kam der Kontakt zwischen Sportverein und jungen Syrern, Afghanen und Flüchtlingen aus Ghana und Guinea zu Stande. Sie schauten einfach mal beim Training der Kicker vorbei und einige blieben dabei. So spielen nun neun junge Männer aus verschiedenen Ländern in den drei Männermannschaften der SG Empor.

Einer, der schon in seiner Heimat dem runden Leder hinterher jagte, schaffte sogar den Sprung in die erste Mannschaft, die anderen kicken bei Richtenberg II und III. „Mittlerweile wird nicht nur zusammen Fußball gespielt, auch nach dem Spiel gehören die Jungs dazu, wenn man noch ein wenig zusammensitzt. Sie sind anerkannt in den Teams. Also wenn das keine echte Integration ist...“, sagt Andreas Gräning, Vize-Vorsitzender des Sportvereins, gegenüber dieser Zeitung.

Detlef Müller, Vize-Chef des Landesfußballverbandes, überbrachte kürzlich den Scheck und wollte natürlich mehr über das Beispiel der Richtenberger Integration wissen. Auch der Bürgermeister Karldiether Wegner und sein Stellvertreter Raimond Machotta waren ganz Ohr, hörten, wie gut das Miteinander im Verein funktioniert. Die 500 Euro Preisgeld sind übrigens schon ausgegeben, denn die neuen Sportfreunde haben Fußballschuhe und Trainingsanzüge bekommen.

Bei allen guten Nachrichten – der Verein hat auch Sorgen. „Wir sind inzwischen an unsere Kapazitätsgrenze gestoßen, was die Platzzeiten betrifft. Einerseits ist es ja schön, dass wir so viele Sportler haben, andererseits können wir nicht genug Trainingsmöglichkeiten anbieten“, so Gräning. Schon in der letzten Stadtvertretersitzung hatte Vereinsmitglied Peter Gruel, der auch Abgeordneter ist, berichtet, dass man auf den Kunstrasenplatz in Grimmen ausweichen müsse. „Und das kostet Geld, das uns an anderer Stelle fehlt. Deshalb müssen wir gemeinsam nach einer Lösung suchen“, so Gruel.

Dennoch versäumte es der Empor-Vorstand nicht, der Stadt für die Unterstützung des Vereins zu danken. „Besonders möchten wir die fleißige Arbeit der Stadtarbeiter Manfred Garnitz und Frank Peters hervorheben. Die sorgen für 1-A-Plätze.“

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