Harmonisch ist anders: Bayerns Arjen Robben verweigert Trainer Carlo Ancelotti den Handschlag.  Harmonisch ist anders: Bayerns Arjen Robben verweigert Trainer Carlo Ancelotti den Handschlag.  © imago
Harmonisch ist anders: Bayerns Arjen Robben verweigert Trainer Carlo Ancelotti den Handschlag. 

Robbens Wutanfall ist ein gutes Zeichen für den FC Bayern

Arjen Robben war gar nicht gut gelaunt nach dem 1:0 des FC Bayern bei Borussia Mönchengladbach. Trotz des Siegs, trotz ausgebauter Tabellenführung, trotz allerbester Titelaussichten für die aktuelle Saison. Doch das ist gut so.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Arjen Robben ist ein absoluter Vorzeigefußballer. Einer, der für Professionalität steht, für Titel – und für: nicht zu bändigenden Ehrgeiz. Das war gerade erst am Sonntag wieder zu erleben. 85 der 93 Minuten stand der Niederländer beim Spiel des FC Bayern bei Borussia Mönchengladbach auf dem Platz; acht zu wenig, für den Geschmack Robbens. Das ließ er dann auch denjenigen spüren, der sich dafür verantwortlich zeichnete: Trainer Carlo Ancelotti.

Wie man das eben so macht, hielt ihm der Italiener nach seiner Auswechslung die Hand hin. Nach dem harmonischen Motto: "Gut gemacht, Arjen." Doch der pfiff auf die Tätschelei, stieß dessen Arm geradezu beiseite. Nach dem nicht ganz so harmonischen Motto: "Was fällt dir ein, mich runter zu nehmen?" So ist das eben mit Arjen Robben. Auf Auswechslungen kann er schon mal ziemlich allergisch reagieren. Das ist mal unangenehm – wie jetzt. Das kann aber auch noch mal richtig wichtig werden – wie womöglich in den kommenden Wochen.

Die Bayern steuern aktuell in allen drei Wettbewerben auf den Titel zu. Wie kann es sein, dass da einer unzufrieden ist? Angeblich zürnte Robben auch deshalb, weil Robert Lewandowski kurz vor seiner Auswechslung eine Chance leichtfertig liegen ließ – anstatt auf ihn, weil eigentlich besser positioniert, abzuspielen. Eine Aktion, die zeigt, wie hungrig Robben, trotz aller Erfolgsaussichten, ist – und bleibt. Denn: Noch ist (bis auf die Meisterschaft) nichts gewonnen.

"Es ist gut, wenn das Feuer brennt."
– Thomas Müller

Fast erfreut zeigte sich daher auch Torschütze Thomas Müller über Robbens Ehrgeiz-Anfall: "Wir wollen alle maximalen Erfolg. Es ist gut, wenn das Feuer brennt. Das zeichnet uns ja aus." Und wie reagierte eigentlich Ancelotti? Gewohnt cool: Trotz Handschlag-Protest, klopfte er Robben auf die Schulter, sagte später: "Es ist klar, dass er sauer war. So war ich als Spieler auch. Man ist nie glücklich, wenn der Trainer einen raus nimmt und man gut gespielt hat – wie Robben heute." Der Italiener ist bekannt für sein feines Gespür bei der Menschenführung von Superstars. Und dafür, dass er auf diese Weise besonders erfolgreich ist. Einer wie Robben wird ihm dabei ganz sicher helfen...

FC Bayern München (Herren) Fussball Bundesliga

KOMMENTIEREN

Anzeige

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE