11. Juli 2018 / 19:19 Uhr

Ronaldo-Transfer zu Juventus Turin: Wir beantworten die wichtigsten Fragen

Ronaldo-Transfer zu Juventus Turin: Wir beantworten die wichtigsten Fragen

Heiko Ostendorp
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Wechselt Cristiano Ronaldo nach neun Jahren bei Real Madrid zu Juventus Turin?
Wechselt Cristiano Ronaldo nach neun Jahren bei Real Madrid zu Juventus Turin? © Getty/Montage
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Nach neun Jahren endet die Ära Cristiano Ronaldo bei Real Madrid. Sein Wechsel zu Juventus Turin ist eine Sensation und ein Coup für den italienischen Serienmeister. Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen zum Mega-Transfer.

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Er hat es tatsächlich getan. Cristiano Ronaldo wechselt für 112 Millionen Euro von Real Madrid zu Juventus Turin. Die wichtigsten Fragen rund um den Transfer-Hammer des Jahres:

Warum geht er nach Italien?

Wie eigentlich immer, wenn es um Ronaldo geht, streiten sich auch hier die Gelehrten. Er sucht noch mal eine neue Herausforderung, sagen die einen. Er flüchtet vor den spanischen Steuerfahndern, die anderen. Fakt ist: Ronaldo hat drei europäische Ligen in Grund und Boden geschossen – die portugiesische mit Sporting Lissabon, die englische mit Manchester United, die spanische mit Real.

Natürlich wird es ihn motivieren, nach neun Jahren in Madrid es nun auch noch in der Serie A allen zu beweisen, nach den Champions League-Titeln mit ManUnited (1) und Real (4) die Königsklasse mit einem dritten Klub zu gewinnen.

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Aber auch der Verdacht, dass Ronaldo noch einen anderen Wechselgrund hat, liegt nahe. Erst vor einigen Wochen wurde der Portugiese zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Zudem muss Ronaldo, der sich in vier Steuerdelikten schuldig bekannt haben soll, insgesamt 18,8 Millionen Euro Steuern nachzahlen.

Dem bevorstehenden Prozess wird er auch durch seinen Wechsel kaum aus dem Weg gehen können, allerdings gelten die italienischen Steuerbehörden eher als entspannt. Zudem sickerte durch, dass „CR7“ seit längerer Zeit mit Real-Boss Florentino Perez im Clinch lag, weil er weniger Geld verdiente als Neymar bei Paris und Lionel Messi bei Barcelona.

Was plant Juventus mit Ronaldo?

Sportlich will die „Alte Dame“ nach 1996 endlich wieder den Titel in der Champions League avisieren und zur Weltmarke werden, die der Klub einmal war. Aber natürlich verspricht sich Juve auch neue Sponsoren und Werbeeinnahmen. Schon jetzt soll klar sein, dass aufgrund der Ronaldo-Verpflichtung Ticket- und Trikotpreise erhöht werden. Und die Nachricht über den Transfer schickte die Juve-Aktien in den Himmel. Nach der Bestätigung stiegen die Wertpapiere über Nacht um fast 40 Prozent.

Ist CR7 noch 112 Millionen wert?

Eigentlich war im Vertrag Ronaldos bei Real, der noch bis 2021 lief, eine astronomische Ablösesumme von einer Milliarde Euro verankert. Diese war aber bereits vor Monaten auf 120 Millionen Euro reduziert worden. Dies hat den Deal nun erst ermöglicht. Dazu verdient Ronaldo bei Juve 30 Mio. Euro pro Jahr – netto.

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Dass er diese Summen sportlich rechtfertigen kann, bezweifelt kaum jemand. Trotz seiner 33 Jahre ist er fit wie ein 20-jähriger. Auch bei der WM zeigte er seine Klasse, erzielte in vier Spielen vier Treffer.

Was passiert jetzt bei Real?

Die Liste der möglichen Nachfolger ist lang – und beinhaltet natürlich nur die aktuell heißesten Stars im Weltfußball: Kylian Mbappe (PSG), Harry Kane (Tottenham), Mo Salah (Liverpool). Am wahrscheinlichsten erscheint die Verpflichtung von Eden Hazard (Chelsea). Klar ist, dass Perez ganz sicher tief in die Tasche greifen wird – und muss.

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Wie reagiert die Weltpresse?

Die „spanische Marca huldigte Ronaldo zu seinem Abschied und widmete ihm natürlich die Seite 1. Dazu waren alle seine 451 Tore für Real zu sehen, beziehungsweise die Logos aller Klubs, gegen die er traf. Auch in Italien gab es in den Gazetten kaum ein anderes Thema als den Jahrhundert-Transfer von „CR7“.

Die Gazzetta dello Sport schrieb: „Es ist nicht zu fassen, aber wahr. Ronaldo kommt! Was bis vor wenigen Tagen ein Traum schien, eine sommerliche Fata Morgana, wurde wahr.“ Der Corriere della Sera überschlug sich: „Ronaldo, der erfüllte Traum. Ein Marsmensch landet bei Juve.“ In England sieht man den Transfer dagegen eher kritisch. Der Guardian titelte: „Cristiano Ronaldo für 100 Millionen Euro mit 33? Luxus oder Meisterstück? Solch eine Summe für einen Spieler, dessen Topform mit Sicherheit vorbei ist, sieht wie ein Risiko aus.“


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