Der effiziente Cristiano Ronaldo ist weiter auf der Jagd nach seinem ersten Titel mit der Nationalmannschaft. © Miguel A. Lopes

Ronaldos Titeltraum lebt im Finale weiter

Vor zwölf Jahren verliert Cristiano Ronaldo mit Portugal das EM-Finale, nun bekommt er eine neue Chance. Gegen Deutschland oder Frankreich will der Superstar den ersehnten Titel holen. Der nächste Gegner ist den Portugiesen auf dem Weg zum ersten großen Erfolg egal.

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Nur ein Sieg trennt Cristiano Ronaldo noch von seinem Sehnsuchts-Titel. Als Portugals Superstar auf das bevorstehende EM-Endspiel gegen Deutschland oder Frankreich angesprochen wird, leuchten seine Augen.

"Träumen kostet nichts, also lasst uns weiter träumen", sagt der 31-Jährige nach dem 2:0-Sieg im Halbfinale der Fußball-EM gegen Wales, den er mit einem Tor und einer Vorlage fast im Alleingang sicherte. "Ich habe immer davon geträumt, mit Portugal etwas zu gewinnen und jetzt ist es nur einen Schritt entfernt."

Zwölf Jahre nach der 0:1-Finalniederlage 2004 gegen Griechenland bekommt Ronaldo nun die zweite Chance auf den Titel im Nationalteam. Der 31-Jährige war gegen Wales in der zweiten Halbzeit der überragende Mann und entschied auch das Superstar-Duell gegen Gareth Bale für sich. Doch direkt nach dem Schlusspfiff hatte er schon tröstende Worte für seinen Teamkollegen bei Real Madrid parat. "Natürlich habe ich ihm zu ihrer Leistung gratuliert, sie hatten einen erstaunlichen Lauf. Ich habe ihm viel Glück gewünscht", erklärte Ronaldo später.

Portugals Sieger waren nach dem Spiel schon in der Kabine verschwunden und richteten den Blick auf das Endspiel in Paris, da feierten die Wales-Fans ihre Helden noch immer lautstark für ein großartiges Turnier. "Wir müssen stolz sein, was wir erreicht haben. Niemand hätte erwartet, dass wir so weit kommen, der Kampf geht weiter", sagte Bale, bester Waliser auf dem Platz. "Ich kann gar nicht sagen, wie stolz ich auf das Team bin. Es ist unglaublich, welche Leistung sie gebracht haben", lobte Trainer Chris Coleman.

Portugal traut der Wales-Coach im Endspiel in Paris auch den Titel zu. "Natürlich können sie das Finale gewinnen, egal ob gegen Deutschland oder gegen Frankreich", prophezeite er. Vorlieben zum Gegner in ihrem zweiten EM-Endspiel wollten die Portugiesen direkt nach dem Schlusspfiff nicht äußern. "Frankreich und Deutschland sind großartige Teams mit starken Spielern, daher ist es hart, ein Team von beiden auszuwählen", sagte Cédric Soares. "Aber eine Sache ist sicher, wir bereiten uns so gut wie möglich auf das Spiel vor."

Coach Fernando Santos urteilte über das Duell des Weltmeisters mit dem Gastgeber: "Zwei sehr starke Teams treffen sich im Halbfinale. Ich versuche, genau hinzuschauen und unseren Gegner dann zu analysieren." Gegen Wales gewannen die Iberer erstmals in diesem Turnier ein Spiel nach 90 Minuten und überzeugten auch offensiv. Das macht dem Team nach der scharfen öffentlichen Kritik für die zuvor gezeigten Leistungen zusätzlich Mut für das Endspiel.

Auch Matchwinner Ronaldo dachte vor allem an die nächste Aufgabe, als er gegen Mitternacht frisch geduscht und gestylt aus der Kabine kam. "Damals war ich 18, es war mein erstes Finale. Jetzt ist es zwölf Jahre später wieder soweit", sagte er lächelnd mit Blick auf das Endspiel 2004. "Ich hoffe, wir sind dran jetzt. Ich bin sehr zuversichtlich. Alle Spieler verdienen es, ich verdiene es, Portugal verdient es, alle Fans verdienen es."

dpa

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