20. September 2018 / 22:59 Uhr

Rose weist Rangnick im Konzernduell in die Schranken: RB Leipzig verliert Europa-League-Auftakt

Rose weist Rangnick im Konzernduell in die Schranken: RB Leipzig verliert Europa-League-Auftakt

Anne Grimm
Yussuf Poulsen im Duell mit Diadie Samassekou.
Yussuf Poulsen im Duell mit Diadie Samassekou. © Getty Images
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Ausgerechnet im Prestigeduell gegen den Schwesternklub aus Österreich erwischt RB Leipzig einen gebrauchten Tag. Obwohl sich der Bundesligist nach einem 0:2 wieder zurückkämpft, gibt es kein Happy End.

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Leipzig. Verpatzter Start in die Gruppenphase der Europa League für RB Leipzig und Trainer Ralf Rangnick. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub FC Salzburg, den er als Sportdirektor in Österreich mit groß gezogen hat, verliert der Coach am Donnerstagabend durch einen späten Treffer von Fredrik Gulbrandsen mit 2:3 (0:2). Obwohl sich seine Mannschaft mit einem Kraftakt nach einem 0:2-Rückstand wieder auf 2:2 herangekämpft hatte.

Vor gerade einmal 24.057 Zuschauern ist der Gastgeber nach einem Doppelpack des Schwesternclubs völlig überrumpelt. Munas Dabbur bringt Salzburg in Führung (20.). Nur drei Minuten später erhöht Amadou Haidara, der im Winter nach Leipzig kommen soll, für Salzburg auf 2:0. Der österreichische Nationalspieler Konrad Laimer lässt mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 noch einmal Leipziger Hoffnung aufkeimen (70.). Yussuf Poulsen gleicht noch zum 2:2 aus. Doch es gibt weder einen Punkt, noch ein Happy End. Der gebürtige Leipziger und Salzburg-Coach Marco Rose geht bei seinem „Heimspiel“ als Gewinner vom Platz

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RB Leipzig unterliegt dem FC Salzburg 2:3, nachdem sich die Rangnick-Elf von einem 0.2-Rückstand auf 2:2 herangekämpft hatte. Zur Galerie
RB Leipzig unterliegt dem FC Salzburg 2:3, nachdem sich die Rangnick-Elf von einem 0.2-Rückstand auf 2:2 herangekämpft hatte. ©
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Fünf Ex-Salzburger in der Leipziger Startelf

Die Leipziger starten mit Nordi Mukiele und Konrad Laimer auf den Außenverteidigerpositionen. Im Sturm ist Jean-Kevin Augustin nach dem Stress mit dem französischen Verband und der Fifa wieder dabei. Mit Upamecano, Laimer, Sabitzer, Kampl und Ilsanker stehen vier ehemalige Salzburger in der RB-Startelf. Die Österreicher beginnen in Bestbesetzung und fast mit derselben Elf, die in der Champions-League-Quali an Belgrad scheiterte.

In den Anfangsminuten sind die Gäste besser im Spiel. Dann packen Kampl und Sabitzer zwei wuchtige Fernschüsse aus – das erste Zeichen der Leipziger. Richtig brenzlig wird es aber auf der Gegenseite. RB-Verteidiger Konate bringt seinen Gegenspieler an der Strafraumgrenze zu Fall, ohne den Ball zu berühren, der schwedische Schiedsrichter lässt weiterspielen.

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(28) Yvon Mvogo: Bei den Gegentoren allein gelassen und machtlos. Note 3. Zur Galerie
(28) Yvon Mvogo: Bei den Gegentoren allein gelassen und machtlos. Note 3. ©

Doppelschlag innerhalb von drei Minuten

Doch dann geht es ganz schnell: Ilsanker bringt mit einem riesen Bock in Form von einem Rückpass Munas ins Spiel. Upamecano spitzelt den Ball genau auf Mvogo. Der RB-Keeper kann die Kugel aus kurzer Distanz nicht halten, Dabbur köpft den Abpraller aus kurzer Distanz zur Salzburger Führung ein (20.).

Nur drei Minuten später klingelt es erneut im RB-Kasten: Ulmer wird links in den Rücken der Leipziger Abwehr geschickt und hat links am Fünfmeterraum Ruhe und Übersicht, um zu Haidara querzulegen, der aus wenigen Metern flach einnetzt. Ausgerechnet der Malier, der im Winter nach Leipzig kommen soll.

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Bis zur Pause kommen die Gastgeber nicht mehr ins Spiel. Als Konate in der 38. Minute als letzter Mann wegrutscht und Sabitzer in höchster Not klären muss, faltet der Österreicher den jungen Franzosen zusammen – die Luft brennt. Mit einem Pfeifkonzert der Zuschauer geht es in die Kabine. Die RB-Fans twittern zur Halbzeit ein Foto von Ex-Coach Ralph Hasenhüttl im Leipziger Trikot.

Drei Wechsel nach der Pause

Trainer Rangnick hat einen dicken Hals, setzt alles auf eine Karte, wechselt in der Pause dreifach: Demme, Poulsen und Halstenberg kommen für Augustin, Mukiele und Bruma. Die erste Chance haben aber erneut die Gäste: Dabbur setzt seinen Schuss ab den Pfosten (54.).

Die Leipziger mühen sich, doch es fehlt an Ideen sowie dem Zug zum Tor. Den Salzburgern reicht ein geschicktes Stellungsspiel und das schnelle Umschalten in den richtigen Situationen. Der nimmermüde Laimer lässt wieder Hoffnung aufkeimen. Nach einem langen Ball von Demme setzt sich der gebürtige Österreicher gegen den Salzburger Abwehrspieler Ulmer durch, spitzelt den Ball vom linken Innenpfosten ins Tor.

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Yussuf Poulsen (RB Leipzig): ©

Die Zuschauer peitschen die Leipziger noch einmal nach vorn – eine heiße Schlussphase ist eröffnet. Cunha prüft den Salzburger Keeper mit einem gefährlichen Schuss aus der Drehung (79.). Poulsen gelingt tatsächlich noch der Ausgleich: Nach einer Kampl-Flanke von der rechten Seite, steigt der Stürmer im Strafraum nach oben, köpft unhaltbar zum 2:2 (82.). Doch Salzburg schlägt noch einmal zurück – der eingewechselte Guldbransen schießt den 3:2-Siegtreffer.

Statistik

RBL: Mvogo – Laimer, Upamecano, Konate, Mukiele (46. Halstenberg) – Ilsanker, Kampl (C), Sabitzer, Bruma (46. Demme) – Cunha, Augustin (46. Poulsen)

FCS: Walke – Lainer, Ramalho, Pongracic, Ulmer – Haidara, Wolf, Samassekou, Schlager – Yabo (71. Minamino), Dabbur (83. Gulbrandsen)

Tore: 0:1 Dabbur (20.), 0:2 Haidara (23.), 1:2 Laimer (70.), 2:2 Poulsen (82.), 2:3 Gulbrandsen (89.)

Zuschauer: 24.057

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