SC Deckbergen-Schaumburg SC-Trainer Florian Schuba (links) bittet seine Spielerinnen zum Halbzeitgespräch. © ph
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Rosige Zukunft für die Frauen vom SC Deckbergen-Schaumburg

Starke B-Juniorinnen verstärken das Landesliga-Team

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Die Fußballerinnen des SC Deckbergen-Schaumburg haben in der Frauen-Landesliga eine Saison mit Höhen und Tiefen durchlebt. Dank eines starken Schlussspurts mit sieben ungeschlagenen Spielen beendete das Team von Trainer Florian Schuba die Serie auf dem 7. Tabellenplatz.

Das Leistungsniveau in der Landesliga ist in den vergangenen zwei Jahren gestiegen. „Die Mannschaften sind von ihrer Qualität näher zusammengerückt, sind stärker und ausgeglichener geworden“, hat der SC-Trainer erkannt. Der SC läutete vor der Saison einen Umbruch ein. Etablierte Spielerinnen hängten ihre Fußballschuhe an den berühmten Nagel, junge, talentierte, aber noch unerfahrene Spielerinnen kamen hinzu. „Deshalb bin ich mit dem 7. Rang mehr als zufrieden“, zieht Schuba Bilanz.

Nach einer super Vorbereitung mit guten Ergebnissen verlief der Saisonstart eher durchwachsen. Schon früh musste der SC einen schweren Schicksalsschlag verdauen. Torfrau Vanessa Schake riss sich im Pokalspiel gegen den HSC BW Tündern das Kreuzband und fiel lange Zeit aus. Danach kam der SC gegen den Meister TSV Bemerode mit 0:7 unter die Räder. Schuba reagierte und stellte das System um. „Wir haben defensiver gespielt und so weniger zugelassen“, verrät der SC-Coach. Die Hinrunde wurde mit 17 Punkten abgeschlossen.

In der Rückrunde wusste der SC zu überzeugen, musste aber erst wieder einen Dämpfer wegstecken. Im Halbfinale des Bezirkspokals gab es beim Bezirksligisten SBV Erichshagen eine knappe 1:2-Pleite. Doch der SC-Express kam langsam ins Rollen. Das Schuba-Team kassierte nur noch zwei Niederlagen gegen Hannover 96 und TSV Eintracht Bückeberge. „Die wichtigen Spiele haben wir gewonnen, zudem gegen die Top-Teams aus Schamerloh und Tündern nicht verloren“, freut sich Schuba über die gute Schlussserie von sieben ungeschlagenen Spielen.

Dabei waren die Voraussetzungen für eine gute Rückserie alles andere als gut. Der Kader schrumpfte in der Winterpause auf nur noch 13 Frauen. Spielerinnen wie Annika Bothe, Julia Danziger und Lea Buddensieck stellten sich in den Dienst der Mannschaft und spielten über Wochen mit Schmerzen. Auf Torjägerin Teresa Rovelli (13 Tore) war Verlass. „Sie ist immer vorneweg marschiert und hat erstklassige Spiele abgeliefert“, lobt Schuba seine Stürmerin. Aber auch Laila Lüttke und Buddensieck zeigten gute Leistungen. Auf den Außenbahnen steigerten sich Julia Remmers und Ann Kristin Rabe in der zweiten Saisonhälfte erheblich. Die Youngster Anna Bredemeier und Annabel Böhme überzeugten im Mittelfeld in ihrer ersten Spielzeit im Frauenbereich. Zudem sprang Lena Hoffmann immer in die Bresche, wenn sie gebraucht wurde. Von den B-Juniorinnen halfen Julia Linkel und Pia Litschel aus. „Die Mädels haben als Team überzeugt. Das war der Schlüssel zum Klassenerhalt“, glaubt Schuba.

Basis einer erfolgreichen Rückrunde war die starke Defensivleistung. Sechs Spiele wurden mit 1:0 gewonnen. „Dass wir Minimalisten sind, ist mir egal. Lieber gewinne ich sechsmal 1:0 als einmal 6:0“, findet der SC-Trainer an seiner Mauertaktik nichts Verwerfliches. Ihm blieb auch nichts anderes übrig, als Beton anzumischen. „Wir hatten durch den schmalen Kader nur eine sehr dünne Ersatzbank. Ich konnte in einigen Spielen überhaupt nicht dreimal wechseln“, stellt Schuba klar. Da die Reserve das Pokalfinale erreichte, wollte Schuba auch keine Spielerinnen aus der Zweitvertretung in der Ersten festspielen. Am Ende funktionierte der Schachzug von Schuba. Der SC hielt die Klasse und die Reserve sicherte sich den Kreispokalsieg. „Das war aber eine einmalige Sache. Auf Dauer ist das keine Lösung“, versichert der SC-Coach.

Im neuen Spieljahr sollen sich die SC-Frauen im spielerischen Bereich verbessern. Der Kader bekommt Frischblut. Zwölf neue Spielerinnen stoßen dazu. Aus der eigenen sehr erfolgreichen B-Juniorinnen-Mannschaft verstärken Myriam Doppke, Linda Hülsmann, Meike Kuhlmann, Julia Linke, Pia Litschel, Paula Martelock, Emely Niemann, Fiona Roos und Lena Wenzig den Frauenbereich. Marleen Franke (VfL Bückeburg) und Svenja Althoff (PSV Hildesheim) haben ebenfalls zugesagt. Auch Hatixhe Beciri steht wieder zur Verfügung. Abgänge sind Taischa Hilmer (SG Rodenberg) und Sunja Wilhelm (SV Hastenbeck).

Die Zukunft der SC-Frauen ist also rosig. Die Nachwuchs-Spielerinnen verfügen über viel Potenzial. „Alle Leistungsträgerinnen konnten wir halten. Gelingt uns eine Weiterentwicklung und finden wir schnell die perfekte Mischung, dann werden wir eine gute Saison spielen“, ist sich Schuba sicher.

Region/Schaumburg SC Deckbergen-Schaumburg (Frauen) Frauen Landesliga Bezirk Hannover Frauen

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