05. Dezember 2018 / 13:42 Uhr

Rostocker Piranhas mit Rumpfkader gegen Tilburg ohne Chance

Rostocker Piranhas mit Rumpfkader gegen Tilburg ohne Chance

Rene Warning
Gregory Classen (r.) und die Rostock Piranhas müssen um die direkte Qualifikation für die Play-offs bangen.
Gregory Classen (r.) und die Rostock Piranhas müssen um die direkte Qualifikation für die Play-offs bangen. © Nina Cathrin Sulzer
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Eishockey-Oberligist verliert mit nur zwölf Feldspieler 2:7 gegen den Spitzenreiter. Verstärkung wird gesucht.

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Rostock. Knapp eine halbe Stunde hielten die Rostock Piranhas am Sonntag in der Eishockey-Oberliga gegen Spitzenreiter Tilburg Trappers mit. Bis zum Zwischenstand von 1:1 dürfte bei Spielern und Fans der Gastgeber die Hoffnung auf eine Überraschung in der Eishalle aufgekeimt sein. Doch dann machten die Niederländer ernst, zogen das Tempo an und trafen dreimal binnen neun Minuten. Das 4:1 war die Vorentscheidung zugunsten der Gäste. Am Ende unterlagen die Hausherren vor rund 700 Zuschauern mit 2:7 (1:1, 0:3, 1:3).

REC-Trainer Christian Behncke konnte die Niederlage verschmerzen, ärgerte sich aber über das Ergebnis. „Am Ende waren es zu viele Gegentore. Wir haben uns ersatz­geschwächt 30 Minuten stark gewehrt. Danach allerdings mussten wir dem Kräfteverschleiß Tribut zollen“, resümierte der Übungsleiter.

Während die Tilburger mit 17 Feldspielern antreten und damit mehr als drei komplette Reihen aufbieten konnten, standen dem REC nur zwölf Akteure und zwei Torhüter zur Verfügung. Bei den Piranhas fehlten Michal Bezouska und Constantin Koopmann verletzungsbedingt. „Tilburg konnte ohne Qualitätsverlust durchtauschen. Da konnten wir konditionell nicht mithalten. Das war der entscheidende Faktor“, haderte Behncke.

Dabei legten die Piranhas los wie die Feuerwehr und gingen bereits in der ersten Minute durch einen Treffer von Thomas Voronov in Führung. Die hielt allerdings nicht lange. Tilburg glich wenig später aus. Bis zur 26. Minute hielten die Hausherren das Spiel offen. Danach allerdings knackten die Niederländer die Rostocker Defensive und wurden in der Folge ihrer Favoritenrolle gerecht.

Die Piranhas rangieren aktuell auf dem achten Tabellenplatz, der nicht zur direkten Qualifikation für die Play-offs reichen würde. Erst eine Entscheidungs-Serie gegen den Tabellenneunten (aktuell Icefighters Leipzig) würde über den Einzug in die Finalserie entscheiden. Um das zu vermeiden und noch auf Platz sieben vorzurücken, soll der Kader aufgestockt werden. Nach dem Abgang von Dominik Patocka können verletzungsbedingte Ausfälle nicht adäquat aufgefangen werden. „Wir sondieren intensiv den Markt. Aber wir können nicht irgendwen verpflichten. Die Qualität muss stimmen und der Spieler muss bezahlbar sein“, erklärt Trainer Christian Behncke. Grundsätzlich, so Behncke, sei das Team stark genug für die Play-offs. Bis dahin stehen allerdings noch 28 Spiele aus – für den kleinen Kader ein Marathon.

Die nächsten beiden Partien gibt es am Wochenende. Am Freitag (20 Uhr) empfangen die Raubfische den Tabellenzweiten Hannover Scorpions in der Eishalle. Zwei Tage später reisen sie zu den Hamburg Crocodiles.

Rostock Piranhas: Dalgic – Teljukin, ­Kröber, Hartmann, Kohlstrunk, Gärtner – Piehler, Voronov, Kurka, Becker, Classen, Beck, Brockelt. 

Tore: 1:0 Voronov (1.), 1:1 Bastings (6.), 1:2 Stempher (26.), 1:3 Bastings (28.), 1:4 van den Heuvel (35.), 1:5 Loginov (44.), 1:6 Hermens (46.), 2:6 Hartmann (57.), 2:7 Stempher (58.).

Strafminuten: REC 6, ­Tilburg 4.

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