Liridon Vocaj (FC Rot-Weiß Erfurt) bekommt von Trainer Stefan Emmerling (FC Rot-Weiß Erfurt) Anweisungen. Liridon Vocaj (FC Rot-Weiß Erfurt) bekommt von Trainer Stefan Emmerling (FC Rot-Weiß Erfurt) Anweisungen. © imago
Liridon Vocaj (FC Rot-Weiß Erfurt) bekommt von Trainer Stefan Emmerling (FC Rot-Weiß Erfurt) Anweisungen.

Rot-Weiß-Erfurt Trainer Emmerling: „Alles für den Verein rausknallen“

Krisensitzung vor dem Spiel gegen den Tabellenführer aus Paderborn

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Es waren zunächst nur einige Worte von Stefan Emmerling, auf die später noch deutlichere Aussagen folgten. Es gehe um den Verein, die Mitarbeiter und auch die Spieler selbst, sagte der Trainer des FC Rot-Weiß Erfurt vor dem Spiel am Freitag (19.00 Uhr) beim SC Paderborn und schickte gleich noch eine Botschaft an seine Mannschaft hinterher. Jeder müsse „zukunftsorientiert“ denken. Es werde für die Spieler kein Selbstläufer, einen neuen Vertrag zu erhalten - sei es in Erfurt oder bei einem anderen Verein.

Die Botschaft ist klar in Zeiten, in denen sich die Lage beim Tabellenschlusslicht der 3. Liga immer weiter zuspitzt. Noch immer warten die Erfurter auf das endgültige Ergebnis des Nachlizenzierungsverfahrens durch den Deutschen Fußball-Bund. Und auch sportlich sieht es nach zuletzt drei Niederlagen in Serie düster aus. Ausgerechnet jetzt müssen die Erfurter beim Tabellenführer antreten. Jeder habe die Verpflichtung, „alles für den Verein rauszuknallen“, sagte Emmerling.

Ärger über die Heimniederlage gegen Zwickau​

Besonders ärgerte sich der 51 Jahre alte Fußball-Lehrer über die jüngste 0:3-Niederlage im Heimspiel gegen den FSV Zwickau. Der ehemalige Verteidiger kritisierte die Körpersprache in der zweiten Halbzeit sowie die Aussagen einiger Spieler nach dem Schlusspfiff. Man habe zu schnell aufgegeben und die Köpfe hängen lassen, sagte Emmerling und nahm seine Mannschaft für die Partie in Paderborn in die Pflicht. Die Spieler müssten positiver sowie selbstkritischer sein und „ein anderes Gesicht“ zeigen.

Schließlich haben die Erfurter die kurze Euphorie nach dem überraschenden Sieg gegen den 1. FC Magdeburg wieder verloren. Die letzten drei Spiele gingen bei einem Torverhältnis von 1:11 verloren. Der Abstand auf den rettenden Platz 17 beträgt mittlerweile sieben Punkte. Zudem steht noch ein Punktabzug im Rahmen der Nachlizenzierung für den ohnehin finanziell angeschlagenen Verein im Raum.

Es sind wahrlich keine einfachen Umstände, unter denen Emmerling an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt. In der vergangenen Saison war er noch Cheftrainer bei den Ostwestfalen, ehe sich der Verein nach nur 17 Pflichtspielen im April 2017 wieder von ihm trennte. Spiele gegen einen Ex-Verein seien immer etwas Besonderes, sagte Emmerling. Auch wenn die Erfurter am Freitag „brutaler Außenseiter“ seien.

Warnung vor offensiven Paderbornern​

Vor allem warnte der 51-Jährige vor dem Offensivdrang der Paderborner, den der Tabellenführer trotz der 0:6-Niederlage im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München immer wieder unter Beweis stellte. Das Spiel dürfte den Paderbornern aber in den Knochen stecken, sagte Neuzugang Marcel Kaffenberger, der gegen Zwickau sein Debüt für die Thüringer gab.

Die vielen Ausfälle machen die Aufgabe für die Erfurter gewiss nicht leichter. Immerhin könnte Kapitän Jens Möckel nach seiner Blockade im Halswirbel wieder in den Kader zurückkehren. Dennoch haben die Erfurter mit Innenverteidiger Charalampos Chantzopoulos am Mittwoch den vierten Neuzugang im Winter verpflichtet. Er soll die zuletzt wacklige Abwehr stabilisieren und zur Mission Klassenverbleib beitragen. Schließlich ist Erfurt gewissermaßen ein Dino und so etwas wie der Hamburger SV der 3. Liga. Als einziger Verein spielen die Thüringer seit der Gründung im Jahr 2008 ununterbrochen in der Liga.

Region/Leipzig FC Rot-Weiß Erfurt (Herren) FC Rot-Weiß Erfurt 3. Liga SC Paderborn (Herren) SC Paderborn

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