Fühlt sich zu unrecht beschuldigt: Steffen Maur, hier als Spieler bei einem Freistoß. © Kunze

Rotenberg-Trainer Steffen Maur ist empört

Nach Eklat bei Juniorenspiel gegen Hainberg gibt JFV-Coach Stellungnahme ab

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Stellungnahme Steffen Maur:

Verleumdung eines Trainers durch erfundene Rassimusvorwürfe
( A-Junioren SC Hainberg-JFV Rotenberg)
Am letzten Samstag (03.05.2014) fuhr ich mit meiner Mannschaft, A-Jugend des JFV Rotenberg (Eichsfeld), zum Spiel gegen den SC Hainberg nach Göttingen. Wir stellten uns auf ein körperbetontes Spiel ein. Die letzten Begegnungen gegen den SC Hainberg wurde von Seiten der dortigen Spieler mit großer Härte geführt und mehrfach mit Roten Karten geahndet. Das ist auch dem dortigen Trainer, Oliver Hille, gut bekannt.
Nicht umsonst ist letztlich auf der Homepage des SC Hainberg ( http://www.sc-hainberg.de/de/jugend/a-jugend/berichte) nachzulesen, dass die Spieler ein Anti-Aggressionstraining erhalten.
Dies wurde mir vor dem Samstagspiel vom Hainberger Jugendleiter Roman Müller auch so bestätigt. Zudem merkte er noch an, mich gern als Jugendtrainer dort gewinnen zu wollen.
Am Mittwoch zuvor gab es im Spiel Fortuna Lebenstedt-SC Hainberg einen Spielabbruch. Auch dort hatte es offenbar Ausraster einiger Spieler gegeben. Die hier beteiligten Spieler, so die Homepage des SC Hainberg, hatten offenbar am Abend zuvor nicht an dem angesetzten Anti-Aggressionstraining teilgenommen. Das ist sicherlich ein bedenklicher Zustand, der einiges über die Charaktere einiger Jugendlicher aussagt. Unsere Bauchschmerzen über das dortige Spielerverhalten waren somit nicht unberechtigt.
Nunmehr finde ich es äußerst bedenklich, wenn der Trainer Oliver Hille einen Artikel verfasst, indem er lediglich versucht, von seinen eigenen Problemen oder Unfertigkeiten im Umgang mit seiner eigenen Mannschaft abzulenken.
Dem gegnerischen Trainer aber öffentlich auf polemische Art und Weise Rassismus vorzuwerfen und dabei Äußerungen zu veröffentlichen, die mit Sicherheit nicht gesagt wurden, grenzt an Rufmord. Das sollte ihm als Rechtanwalt seit seiner Ausbildung schon bekannt sein.
Offenbar hat er lediglich die Angaben seines Spielers Oware über angebliche Aussagen gehört. Er selbst konnte einen Dialog aus großer Entfernung nicht wahrnehmen. Die Hainberger standen geschlossen auf der entgegen gesetzten Seite des Platzes.
Dass der Spieler Oware auch noch grundlos einen Zuschauer (Vater des verletzten Spielers) und den gegnerischen Trainer tätlich angegriffen hat, spielt offenbar auch keine Rolle.
Auch Beschimpfungen durch den Jugendspieler Oware gegenüber einem gegenerischen Trainer als „Hurensohn“ spricht nicht von Charakter. Die Beschimpfung als „Scheiß Eichsfelder“ durch andere Hainberger Spieler beleidigt hierbei gleich eine ganze Region, die sich sonst großer Wertschätzung erfreut.
Auch das beschriebene Geschehen nach dem Foulspiel des Hainberger Spielers Oware, welches nicht geahndet wurde, ist völlig einseitig durch Herrn Hille dargestellt worden und gibt die Härte des Einsatzes durch Oware nicht wieder.
Einen Spielabbruch meiner eigenen Mannschaft (einige Spieler waren eingeschüchtert), die wegen des Hainberger Foulspielers völlig aufgebracht waren, konnte ich verhindern.
Die Sorge um einen schwer verletzten Spieler (nach Foul durch Oware) scheint für Herrn Hille keine Rolle zu spielen. Auch hierbei stellt sich die Frage nach erzieherischen Qualitäten und charakterlicher Eignung des O. Hille in seiner Funktion als Jugendtrainer.
Für mich ist es aus erzieherischen Gründen äußerst zweifelhaft wenn der Trainer Oliver Hille seinen Spielern Anti-Aggressionstraining verordnet, deren völliges Fehlverhalten auf dem Platz aber durch derart einseitige, unwahre und polemische Argumentationen auch noch rechtfertigt. Dies mag im Moment ablenken, das Grundproblem jedoch bleibt.

Hieraus zu konstruieren, dass ein anderer Trainer sich rassistisch äußern würde, nur weil er zu einem gegnerischen Spieler sagt, dass dieser sich für das Foulspiel entschuldigen sollte, ist abenteuerlich.
Übrigens: Ich trainiere seit mehreren Jahren Jugendmannschaften, in denen auch Spieler mit Migrationshintergrund spielen. Auch bin ich seit langer Zeit mit hellhäutigen und dunkelhäutigen Menschen befreundet. Denen gegenüber habe ich niemals entwürdigende (rassistische) Äußerungen geduldet. Warum also sollte ich davon abweichen, nur weil wir gegen den SC Hainberg spielen?

Steffen Maur, Trainer, JFV Rotenberg

A-Junioren Bezirksliga Bezirk Braunschweig Nord Region/Göttingen-Eichsfeld

KOMMENTIEREN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige