11. Oktober 2018 / 14:23 Uhr

RSV Eintracht: Mit Jugendstil zur Maximalpunktzahl

RSV Eintracht: Mit Jugendstil zur Maximalpunktzahl

Stephan Henke
Die Mannschaft des RSV Eintracht 1949 (Spieler aus der eigenen Jugend sind rot umkreist), hintere Reihe, v.l.: Alexander Lange, Dominik Kruska, Lennart Buchholz, Artur Kowalczyk, Tim Schönfuß, Nils Schönfuß, Felix Kausch, Levi Böttcher; mittlere Reihe, v.l.: Miguel Hörster, Tobias Lietz, Marc-Nicolas Ring, Dennis Paul, Dwayne Bensch, Jan Luca Festini, Marvin Herter, Laurits Schulze-Buschoff, Lukas Olff; untere Reihe, v.l.: Julian Rauch, Dennis Keller, Torben Neubauer, Ken Straße, Leon Carl Mc Daniel, Tom Pilarski, Marvin Hilgendorf, Alexander Möhl. Trainer Patrick Hinze (zweite Reihe von oben, 2.v.l.) ist seit der Saison 2017/18 für die erste Mannschaft verantwortlich. 
Die Mannschaft des RSV Eintracht 1949 (Spieler aus der eigenen Jugend sind rot umkreist), hintere Reihe, v.l.: Alexander Lange, Dominik Kruska, Lennart Buchholz, Artur Kowalczyk, Tim Schönfuß, Nils Schönfuß, Felix Kausch, Levi Böttcher; mittlere Reihe, v.l.: Miguel Hörster, Tobias Lietz, Marc-Nicolas Ring, Dennis Paul, Dwayne Bensch, Jan Luca Festini, Marvin Herter, Laurits Schulze-Buschoff, Lukas Olff; untere Reihe, v.l.: Julian Rauch, Dennis Keller, Torben Neubauer, Ken Straße, Leon Carl Mc Daniel, Tom Pilarski, Marvin Hilgendorf, Alexander Möhl. Trainer Patrick Hinze (zweite Reihe von oben, 2.v.l.) ist seit der Saison 2017/18 für die erste Mannschaft verantwortlich.  © Verein/Dirk Pagels
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AOK-Landespokal: Der RSV Eintracht 1949 ist mit der bestmöglichen Bilanz in die Saison gestartet und trifft im Landespokal auf Brandenburgligist Grün-Weiss Brieselang.

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Die Bilanz ist schlicht beeindruckend: Aus sieben Landesligaspielen holte der RSV Eintracht 1949 sieben Siege. Torverhältnis: 42:4. Mit überragender Offensivstärke pflügt die Eintracht derzeit nach dem knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison durch die Liga und hat jetzt schon sieben Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Chemie Premnitz. Und auch im Landespokal hielten sich die Stahnsdorfer in zwei Spielen schadlos und empfangen am Sonnabend (13 Uhr, Sportplatz Heinrich-Zille-Straße) den Brandenburgligisten Grün Weiss Brieselang.

Bemerkenswert dabei: Der Großteil der RSV-Mannschaft spielt schon seit der Jugend bei 1949. Beim 11:1-Erfolg gegen Hansa Wittstock am vergangenen Wochenende standen acht Eigengewächse in der Startelf, im gesamten Kader sind es 18. „Wir müssen genau gucken, wo kriegen wir Geld her und wofür geben wir es aus. Wir sind nicht bereit für alte Spieler ein großes Grundgehalt zu zahlen. Wir wollen junge Spieler weiterentwickeln, seit eineinhalb Jahren sieht man, dass das klappt“, begründet Trainer Patrick Hinze die hohe Quote an Eigengewächsen im Kader. So ist beispielsweise Stürmer Julian Rauch aktuell der beste Torjäger der Landesliga (10 Tore), auch weitere Schlüsselpositionen sind mit Spielern aus dem Nachwuchs besetzt.

Patrick Hinze: "Arbeiten sehr viel anders als andere Vereine"

Grundlage dafür ist die überaus breit aufgestellte Jugendarbeit beim Vielspartenverein. 30 Jugendmannschaften tummeln sich alleine bei den Jungs im Spielbetrieb, womit der RSV die größte Jugendabteilung Brandenburgs betreibt. „Wir haben das große Glück, dass wir ein großes Einzugsgebiet haben und viele – übertrieben gesagt – fast schon zum Platz laufen können“, erzählt Hinze, der selbst jahrelang für den Jugendfußball des RSV verantwortlich war und daher auch noch viele Spieler kennt. Die A-, B- und C-Junioren-Mannschaften des Vereins spielen dabei in der Brandenburgliga, wenn es nach Hinze geht jedoch nicht mehr lange. „Mit den Möglichkeiten, die wir haben, müssen wir in der Jugend versuchen kontinuierlich in der Regionalliga Fuß zu fassen“, gibt der Trainer die Marschroute vor. Zuletzt scheiterten die A-Junioren, wie schon 2015/16, als Landesmeister an der Relegation zur Regionalliga. „Wenn du einen richtig guten Regionalligakicker hast, der ist komplett bereit für die Männermannschaft.“

Meist beginnt die Sichtung der nächsten Talente im Winter, wenn Hinze einige A-Junioren in der Vorbereitung zur ersten Männermannschaft hochzieht, um sie an das Tempo zu gewöhnen. „Bei uns haben sie super Bedingungen, da kriegen die Jungs große Augen, da wollen sie auch nicht mehr so schnell weg und hängen sich voll rein“, erzählt der Trainer. „Ich glaube schon, dass wir sehr viel anders arbeiten als andere Vereine und uns auf und neben dem Platz um die Jungs kümmern. Das ist ein großer, großer Aufwand, aber wir machen das mit voller Liebe.“

Hinze: "Brieselang ist für mich klarer Favorit"

Und wenn die jüngeren Spieler bereit sind, dann scheut Hinze auch nicht, sie einzusetzen. Reicht es doch nicht, dann schickt er sie zur zweiten Mannschaft oder zurück in die A-Jugend. „Ich erkläre den Jungs, dass es wichtig ist, Spielpraxis zu sammeln. Wenn sie ein oder zwei Wochenenden in der zweiten Mannschaft spielen, dann ist das keine Bestrafung, sondern eine Chance“, sagt der Trainer. So baut Hinze, der seit der Saison 2017/18 Trainer der Herren-Landesligamannschaft ist, nach und nach die Jugendspieler in die Mannschaft ein, punktuell verstärkt durch Neuzugänge wie den erfahrenen Abwehrchef Artur Kowalczyk.

Mit dieser Mischung in der Mannschaft empfangen die Stahnsdorfer am Sonnabend den favorisierten Oberliga-Absteiger aus Brieselang. „Ich glaube, dass der Gegner eine sehr gute Offensive hat, defensiv dürfen wir überhaupt nicht nachlässig sein. Brieselang ist für mich klarer Favorit, ich lasse mich nicht zum Favoriten machen. Lassen wir uns überraschen, wie das Spiel ausgeht“, sagt Hinze.

In Bildern: Der RSV Eintracht besiegt Babelsberg 03 II am vierten Spieltag der Landesliga Nord deutlich mit 5:0.

Der RSV Eintracht besiegt Babelsberg 03 II am vierten Spieltag der Landesliga Nord deutlich mit 5:0. Zur Galerie
Der RSV Eintracht besiegt Babelsberg 03 II am vierten Spieltag der Landesliga Nord deutlich mit 5:0. © Benjamin Feller
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